The Christian Mystery
GA 97
13 October 1906, Leipzig
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Das christliche Mysterium, 4th ed.
29. Edelsteine und Metalle in ihrem Zusammenhang mit der Erden- und Menschheitsevolution
29. Edelsteine und Metalle in ihrem Zusammenhang mit der Erden- und Menschheitsevolution
[ 1 ] Ich sprach Ihnen früher davon, daß in jedem Menschen Kräfte schlummern, die entwickelt werden können und die ihn zu höherer Daseinsstufe erheben. Wie die physische Welt durch physische Organe wahrgenommen wird, so kann die übersinnliche Welt durch übersinnliche Organe wahrgenommen werden. Damals wurden die Mittel angegeben, wenn auch bruchstückweise, durch die der Mensch sich sehend machen kann. Heute wollen wir, um zu unserem Thema hinüberzuleiten, gewisse Mittel anführen, die innerhalb der inneren Schulung gebraucht werden.
[ 1 ] Ich sprach Ihnen früher davon, daß in jedem Menschen Kräfte schlummern, die entwickelt werden können und die ihn zu höherer Daseinsstufe erheben. Wie die physische Welt durch physische Organe wahrgenommen wird, so kann die übersinnliche Welt durch übersinnliche Organe wahrgenommen werden. Damals wurden die Mittel angegeben, wenn auch bruchstückweise, durch die der Mensch sich sehend machen kann. Heute wollen wir, um zu unserem Thema hinüberzuleiten, gewisse Mittel anführen, die innerhalb der inneren Schulung gebraucht werden.
[ 2 ] Auf jeder Stufe sind neue Anweisungen zu befolgen. Was heute besprochen wird, genügt nicht allein, aber es reiht sich ein. Auf dem Weg zur Schülerschaft wird eine Anweisung gegeben, die dahin geht, daß der Mensch sich angewöhnt, ein ganz bestimmtes Verhältnis zur übersinnlichen Welt zu bekommen, ein moralisches Verhältnis. Auf der ersten Stufe muß der Mensch sich klarmachen, daß ebenso wie er ein empfindendes Wesen ist, auch die Tiere empfindende Wesen sind. Wie jedoch der Mensch eine individuelle Seele hat, so haben die Tiergruppen eine Gattungsseele. So haben alle Löwen, alle Haifische, alle Frösche und so weiter zusammen eine Seele. Anders ausgedrückt: Während der Mensch die Seele als Inneres hat, reichen die Tierseelen, gleichsam die seelischen Verbindungsfaden der Tiere, bis in die astrale Welt hinein, und dort sind die Gemeinschaftsseelen der Tiergruppen. Wenn man dem Menschen weh tut, so empfindet er es allein. Verletzt man aber den Löwen, so empfindet das die Gruppenseele, die nicht auf dem physischen Plan lebt, sondern auf dem astralen Plan.
[ 2 ] Auf jeder Stufe sind neue Anweisungen zu befolgen. Was heute besprochen wird, genügt nicht allein, aber es reiht sich ein. Auf dem Weg zur Schülerschaft wird eine Anweisung gegeben, die dahin geht, daß der Mensch sich angewöhnt, ein ganz bestimmtes Verhältnis zur übersinnlichen Welt zu bekommen, ein moralisches Verhältnis. Auf der ersten Stufe muß der Mensch sich klarmachen, daß ebenso wie er ein empfindendes Wesen ist, auch die Tiere empfindende Wesen sind. Wie jedoch der Mensch eine individuelle Seele hat, so haben die Tiergruppen eine Gattungsseele. So haben alle Löwen, alle Haifische, alle Frösche und so weiter zusammen eine Seele. Anders ausgedrückt: Während der Mensch die Seele als Inneres hat, reichen die Tierseelen, gleichsam die seelischen Verbindungsfaden der Tiere, bis in die astrale Welt hinein, und dort sind die Gemeinschaftsseelen der Tiergruppen. Wenn man dem Menschen weh tut, so empfindet er es allein. Verletzt man aber den Löwen, so empfindet das die Gruppenseele, die nicht auf dem physischen Plan lebt, sondern auf dem astralen Plan.
[ 3 ] Die Schulung geht nun dahin, ein Verhältnis, ein Empfindungsverhältnis zu den Tierseelen auf dem astralen Plan zu bekommen. Hierfür ein Beispiel: In manchen Gegenden galt den alten Deutschen das Pferd als Verehrungsgegenstand. Sie pflanzten einen Pferdeschädel als Symbol auf ihre Häuser. Die Wahl eines solchen Symbols zeigt, daß sie in einem ganz bestimmten Verhältnis zum Pferd standen. Woher kam das? Das Pferd entstand erst zu einer ganz bestimmten Zeit. In der Mitte der atlantischen Zeit trat diese Gattung Tiere, selbstverständlich nach und nach, auf. Dies fiel zusammen mit der Entwickelung der Klugheit. Wenn der Mensch sich das auch nicht in Begriffen besonders klarmachte, so hatte er vergleichsweise eine Anziehung zu dem Pferd wie der Liebende zur Geliebten. Der Araber hat noch heute ein besonderes Verhältnis zu seinem Pferd. Manche Hinweise finden sich in der Mythologie. So ersann die Klugheit des Odysseus ein hölzernes Pferd. In diesem Sinne wird der Mensch eine Empfindung für die Gattungsseele der verschiedenen Tiere bekommen. Wenn dies ins Bewußtsein übergehen wird, dann beginnt das Verhältnis zum astralischen Plan aufzugehen.
[ 3 ] Die Schulung geht nun dahin, ein Verhältnis, ein Empfindungsverhältnis zu den Tierseelen auf dem astralen Plan zu bekommen. Hierfür ein Beispiel: In manchen Gegenden galt den alten Deutschen das Pferd als Verehrungsgegenstand. Sie pflanzten einen Pferdeschädel als Symbol auf ihre Häuser. Die Wahl eines solchen Symbols zeigt, daß sie in einem ganz bestimmten Verhältnis zum Pferd standen. Woher kam das? Das Pferd entstand erst zu einer ganz bestimmten Zeit. In der Mitte der atlantischen Zeit trat diese Gattung Tiere, selbstverständlich nach und nach, auf. Dies fiel zusammen mit der Entwickelung der Klugheit. Wenn der Mensch sich das auch nicht in Begriffen besonders klarmachte, so hatte er vergleichsweise eine Anziehung zu dem Pferd wie der Liebende zur Geliebten. Der Araber hat noch heute ein besonderes Verhältnis zu seinem Pferd. Manche Hinweise finden sich in der Mythologie. So ersann die Klugheit des Odysseus ein hölzernes Pferd. In diesem Sinne wird der Mensch eine Empfindung für die Gattungsseele der verschiedenen Tiere bekommen. Wenn dies ins Bewußtsein übergehen wird, dann beginnt das Verhältnis zum astralischen Plan aufzugehen.
[ 4 ] Auf diese Weise kann auch ein moralisches Verhältnis zur Pflanzenwelt entstehen. Der Okkultist sieht nicht nur die Schönheit der Pflanze, sondern er empfindet etwas wie ein lächelndes oder ein trauriges Antlitz. Man hat sehr viel von diesem moralischen Empfinden. Wenn Sie ein solches moralisches Verhältnis ausbilden, dann treten Sie in Beziehung zur unteren Region des Devachanplanes.
[ 4 ] Auf diese Weise kann auch ein moralisches Verhältnis zur Pflanzenwelt entstehen. Der Okkultist sieht nicht nur die Schönheit der Pflanze, sondern er empfindet etwas wie ein lächelndes oder ein trauriges Antlitz. Man hat sehr viel von diesem moralischen Empfinden. Wenn Sie ein solches moralisches Verhältnis ausbilden, dann treten Sie in Beziehung zur unteren Region des Devachanplanes.
[ 5 ] Auch für die tote Steinwelt kann man eine feine Empfindung ausbilden. Das Gestein hat eine Gruppenseele auf dem Devachanplan, so wie das Tier eine Gruppenseele auf dem astralen Plan besitzt. Im Devachan leben die Seelen der Minerale. Deshalb sind sie für den Menschen nicht erreichbar. Wie die Fliege, wenn sie über unsere Hand läuft, nicht ahnt, daß dahinter eine Seele liegt, so wissen die Menschen nicht, daß Steine Seele haben.
[ 5 ] Auch für die tote Steinwelt kann man eine feine Empfindung ausbilden. Das Gestein hat eine Gruppenseele auf dem Devachanplan, so wie das Tier eine Gruppenseele auf dem astralen Plan besitzt. Im Devachan leben die Seelen der Minerale. Deshalb sind sie für den Menschen nicht erreichbar. Wie die Fliege, wenn sie über unsere Hand läuft, nicht ahnt, daß dahinter eine Seele liegt, so wissen die Menschen nicht, daß Steine Seele haben.
[ 6 ] Wenn nun Steine Seelen haben, dann werden Sie auch verstehen, wie ein moralisches Verhältnis zu ihnen entstehen kann. Ein menschlicher, ein tierischer Leib hat Begierden, Leidenschaften und Triebe. Der Pflanzenleib hat keine Begierden mehr, aber er hat noch Triebe. Der Steinleib hat weder Begierde noch Trieb, deshalb stellt er uns Menschen ein Ideal vor, dahingehend, daß unsere Triebe vergeistigt werden sollen. Und in ferner Menschenzukunft wird das erreicht werden: Leiber ohne Begierde und Triebe werden die Menschen haben. Einst wird der Mensch diamantgleich sein, er wird nicht mehr innerliche Triebe haben, sondern solche sind dann äußerlich beherrscht.
[ 6 ] Wenn nun Steine Seelen haben, dann werden Sie auch verstehen, wie ein moralisches Verhältnis zu ihnen entstehen kann. Ein menschlicher, ein tierischer Leib hat Begierden, Leidenschaften und Triebe. Der Pflanzenleib hat keine Begierden mehr, aber er hat noch Triebe. Der Steinleib hat weder Begierde noch Trieb, deshalb stellt er uns Menschen ein Ideal vor, dahingehend, daß unsere Triebe vergeistigt werden sollen. Und in ferner Menschenzukunft wird das erreicht werden: Leiber ohne Begierde und Triebe werden die Menschen haben. Einst wird der Mensch diamantgleich sein, er wird nicht mehr innerliche Triebe haben, sondern solche sind dann äußerlich beherrscht.
[ 7 ] Der Stein stellt schon heute diese Keuschheit dar, er ist begierdelose Materie. Dieses Begierdenlose muß der okkulte Schüler bereits jetzt in sich ausbilden. In diesem Sinn steht der Stein über Tier, Pflanze und Mensch. Eine alte Rosenkreuzerformel beginnt damit, daß es heißt: Ich habe das ewige Schöpferwort in den Stein gelegt. - Keusch und jungfräulich bewahrt der Stein dieses Schöpferwort in den Tiefen des physischen Daseins.
[ 7 ] Der Stein stellt schon heute diese Keuschheit dar, er ist begierdelose Materie. Dieses Begierdenlose muß der okkulte Schüler bereits jetzt in sich ausbilden. In diesem Sinn steht der Stein über Tier, Pflanze und Mensch. Eine alte Rosenkreuzerformel beginnt damit, daß es heißt: Ich habe das ewige Schöpferwort in den Stein gelegt. - Keusch und jungfräulich bewahrt der Stein dieses Schöpferwort in den Tiefen des physischen Daseins.
[ 8 ] Wenn man solches Empfinden gegenüber dem Stein zur spirituellen Erfahrung steigern kann, wird man hellsichtig in den höchsten Partien des Devachan.
[ 8 ] Wenn man solches Empfinden gegenüber dem Stein zur spirituellen Erfahrung steigern kann, wird man hellsichtig in den höchsten Partien des Devachan.
[ 9 ] Ich werde nun das Mineralreich von einer andern Seite charakterisieren. Gehen wir in der Evolution der Erde, wie wir sie kennen, bis zur atlantischen Zeit zurück. Die Atmosphäre war von Wasserdampf erfüllt. Auch der Atlantier schaute ganz anders aus als der heutige Mensch. Und noch weiter zurück, als der lemurische Kontinent bestand, als noch eine sehr hohe Temperatur herrschte, war der Mensch ein halbes Wassergeschöpf. Damals waren auch alle Mineralien in anderem Zustand. Blei konnte da unmöglich fest sein. Es gab auch eine Zeit, in der das Gold noch nicht fest war; das war der Fall, als Sonne und Erde noch vereinigt waren. Als die Erde aus der Sonne schied, zeigten sich noch Spuren von diesem feineren Stoff. Dieser gerann wie alle Metalle und bildete nun im Gestein Adern von Gold. Noch weiter zurückgehend, kommen wir zu einer Zeit, in der auch die Edelsteine geronnen sind. Damals war auch die Kohle noch durchsichtig und bildete den Diamanten. Die zu dieser frühen Zeit herrschenden physikalischen Verhältnisse ermöglichten das. Zu anderer Zeit entstand der Karneol, wieder zu anderer der Topas.
[ 9 ] Ich werde nun das Mineralreich von einer andern Seite charakterisieren. Gehen wir in der Evolution der Erde, wie wir sie kennen, bis zur atlantischen Zeit zurück. Die Atmosphäre war von Wasserdampf erfüllt. Auch der Atlantier schaute ganz anders aus als der heutige Mensch. Und noch weiter zurück, als der lemurische Kontinent bestand, als noch eine sehr hohe Temperatur herrschte, war der Mensch ein halbes Wassergeschöpf. Damals waren auch alle Mineralien in anderem Zustand. Blei konnte da unmöglich fest sein. Es gab auch eine Zeit, in der das Gold noch nicht fest war; das war der Fall, als Sonne und Erde noch vereinigt waren. Als die Erde aus der Sonne schied, zeigten sich noch Spuren von diesem feineren Stoff. Dieser gerann wie alle Metalle und bildete nun im Gestein Adern von Gold. Noch weiter zurückgehend, kommen wir zu einer Zeit, in der auch die Edelsteine geronnen sind. Damals war auch die Kohle noch durchsichtig und bildete den Diamanten. Die zu dieser frühen Zeit herrschenden physikalischen Verhältnisse ermöglichten das. Zu anderer Zeit entstand der Karneol, wieder zu anderer der Topas.
[ 10 ] Nun müssen Sie festhalten, daß die Seele des Menschen auch damals schon vorhanden war, doch hatte sie noch keinen physischen Leib. Die Erde befand sich einstmals in einem Zustand, in dem es vollständig unmöglich gewesen wäre, daß ein physischer Leib sie bewohnte. Der Mensch hatte da nur den Ätherleib. In diesem Ätherleib entstand zu einer bestimmten Zeit die Anlage zu den Augen. Das physische Auge ist erst später durch den Ätherleib herausgebildet worden. Alle andern Organe sind zuerst aus dem Ätherleib heraus gegliedert und gebildet worden. Jedesmal, wenn ein solches Ätherorgan sich bildete, war die Veranlassung die Begierde. Der Astralleib hatte die Begierde, etwas wahrzunehmen, zu sehen, da wirkte er auf den Ätherleib und formte aus diesem heraus das Ätherauge; später erst wurde das physische Auge herausgegliedert. Das ätherische Gegenbild entstand im Mineralreich, und dieses begierdelose Gegenbild ist der Chrysolith. So ist tatsächlich ein intimer Zusammenhang zwischen dem menschlichen Sehen und dem Chrysolith. Daher verwendet der Okkultist zu besonderen Zwecken Steine. Er empfindet eine Sympathie zwischen dem Sehen und dem Chrysolith und weiß, wie auf gewisse Augenkrankheiten damit zu wirken ist.
[ 10 ] Nun müssen Sie festhalten, daß die Seele des Menschen auch damals schon vorhanden war, doch hatte sie noch keinen physischen Leib. Die Erde befand sich einstmals in einem Zustand, in dem es vollständig unmöglich gewesen wäre, daß ein physischer Leib sie bewohnte. Der Mensch hatte da nur den Ätherleib. In diesem Ätherleib entstand zu einer bestimmten Zeit die Anlage zu den Augen. Das physische Auge ist erst später durch den Ätherleib herausgebildet worden. Alle andern Organe sind zuerst aus dem Ätherleib heraus gegliedert und gebildet worden. Jedesmal, wenn ein solches Ätherorgan sich bildete, war die Veranlassung die Begierde. Der Astralleib hatte die Begierde, etwas wahrzunehmen, zu sehen, da wirkte er auf den Ätherleib und formte aus diesem heraus das Ätherauge; später erst wurde das physische Auge herausgegliedert. Das ätherische Gegenbild entstand im Mineralreich, und dieses begierdelose Gegenbild ist der Chrysolith. So ist tatsächlich ein intimer Zusammenhang zwischen dem menschlichen Sehen und dem Chrysolith. Daher verwendet der Okkultist zu besonderen Zwecken Steine. Er empfindet eine Sympathie zwischen dem Sehen und dem Chrysolith und weiß, wie auf gewisse Augenkrankheiten damit zu wirken ist.
[ 11 ] Früher als die Gesichtsanlage entstand die Anlage zum Hören. Da wurde im keuschen Steinreich das Hören als Onyx vorgebildet. Nun hängt der Sinn des Gehörs am nächsten mit der reinsten Materie zusammen. Wo Tonwellen den Raum durchfluten, da ist der feinste Klangäther, auch Zahlenäther oder chemischer Äther genannt. Es gibt noch den Wärme-, Licht- und Lebensäther. Der feine Klangäther war die Veranlassung zum Gehör und zur Bildung der Anlage zum Onyx. Ich erinnere Sie hierbei an den Alten mit der Lampe in Goethes «Märchen von der grünen Schlange». Seine Lampe verwandelte alles Holz in Silber, tote Tiere in Edelsteine, den Mops, den toten Hund, in Onyx.
[ 11 ] Früher als die Gesichtsanlage entstand die Anlage zum Hören. Da wurde im keuschen Steinreich das Hören als Onyx vorgebildet. Nun hängt der Sinn des Gehörs am nächsten mit der reinsten Materie zusammen. Wo Tonwellen den Raum durchfluten, da ist der feinste Klangäther, auch Zahlenäther oder chemischer Äther genannt. Es gibt noch den Wärme-, Licht- und Lebensäther. Der feine Klangäther war die Veranlassung zum Gehör und zur Bildung der Anlage zum Onyx. Ich erinnere Sie hierbei an den Alten mit der Lampe in Goethes «Märchen von der grünen Schlange». Seine Lampe verwandelte alles Holz in Silber, tote Tiere in Edelsteine, den Mops, den toten Hund, in Onyx.
[ 12 ] Mit dem Tastsinn entstand der Karneol, mit dem Geschmackssinn der Topas, mit dem Geruchssinn der Jaspis, mit der Ausbildung des Verstandes der Beryll und mit der Entstehung des bildlichen Vorstellungsvermögens der Karfunkel. Wie eine schöne Legende berichtet, verlor Luzifer, als er aus den himmlischen Bereichen herabgestürzt wurde, einen Stein aus seinem Diadem — das war der Karfunkel. In der Tat entstand dieser Edelstein zur selben Zeit, als das menschliche Vorstellungsvermögen, zunächst bildhaft, zu erwachen begann.
[ 12 ] Mit dem Tastsinn entstand der Karneol, mit dem Geschmackssinn der Topas, mit dem Geruchssinn der Jaspis, mit der Ausbildung des Verstandes der Beryll und mit der Entstehung des bildlichen Vorstellungsvermögens der Karfunkel. Wie eine schöne Legende berichtet, verlor Luzifer, als er aus den himmlischen Bereichen herabgestürzt wurde, einen Stein aus seinem Diadem — das war der Karfunkel. In der Tat entstand dieser Edelstein zur selben Zeit, als das menschliche Vorstellungsvermögen, zunächst bildhaft, zu erwachen begann.
[ 13 ] Mit dem Sonnengeflecht, das mit den unwillkürlichen, unbewußten Bewegungen im menschlichen Leibe zusammenhängt, entstand der Smaragd. Zur Zeit der ältesten Bildung, als der erste Ansatz zum menschlichen physischen Leib entstand, bildete sich die Anlage zum Diamanten. Sie schen, wie tief die Zusammenhänge in der Welt sind. Das ist nicht Aberglaube, sondern Weisheit.
[ 13 ] Mit dem Sonnengeflecht, das mit den unwillkürlichen, unbewußten Bewegungen im menschlichen Leibe zusammenhängt, entstand der Smaragd. Zur Zeit der ältesten Bildung, als der erste Ansatz zum menschlichen physischen Leib entstand, bildete sich die Anlage zum Diamanten. Sie schen, wie tief die Zusammenhänge in der Welt sind. Das ist nicht Aberglaube, sondern Weisheit.
[ 14 ] Hier will ich Ihnen zwei Tatsachen aus dem reichen Feld des Okkultismus nennen. Sie wissen, daß es unter den Arbeitergewerkschaften auch gemäfßigte Richtungen gibt. Eine besonders gemäRigte Gruppe umfaßt eine bestimmte Berufsgenossenschaft, das sind die Buchdrucker. Der Redakteur ihrer Zeitung wurde sogar hinausgeworfen, weil er so gemäßigt eingestellt war. Bei den Buchdruckern begegneten sich zuerst Arbeiter und Prinzipale. Der Mensch ahnt gar nicht, wie abhängig er von seiner Umgebung ist. Weil der Buchdrucker mit Blei zu tun hat — es greift das nicht nur die Lunge an -, entsteht ein seelischer Effekt: Eine gewisse nüchterne Gesinnung wird herbeigeführt.
[ 14 ] Hier will ich Ihnen zwei Tatsachen aus dem reichen Feld des Okkultismus nennen. Sie wissen, daß es unter den Arbeitergewerkschaften auch gemäfßigte Richtungen gibt. Eine besonders gemäRigte Gruppe umfaßt eine bestimmte Berufsgenossenschaft, das sind die Buchdrucker. Der Redakteur ihrer Zeitung wurde sogar hinausgeworfen, weil er so gemäßigt eingestellt war. Bei den Buchdruckern begegneten sich zuerst Arbeiter und Prinzipale. Der Mensch ahnt gar nicht, wie abhängig er von seiner Umgebung ist. Weil der Buchdrucker mit Blei zu tun hat — es greift das nicht nur die Lunge an -, entsteht ein seelischer Effekt: Eine gewisse nüchterne Gesinnung wird herbeigeführt.
[ 15 ] Ein anderes Beispiel. Ich kam mit einem Menschen zusammen, der nach und nach ein guter Theosoph wurde. Eine ganz unerklärliche Fähigkeit machte ihm Sorge. Er gibt eine Zeitschrift heraus und ist imstande, rasch Analogien zu finden. Würde ein Gelehrter nach solchen Analogien suchen, so würde er vielleicht unter Umständen monatelang ratlos dasitzen. Der Betreffende fand mit einem Griff nach dem Bücherbord das Gewünschte. Sein Denken wurde so frei, daß es nicht mehr durch das physische Gehirn beengt wurde. Das hat aber auch seine großen Gefahren. «Woher kommt das bei mir?» fragte er mich. Da sagte ich ihm, möglicherweise hätte er viel mit Kupfer zu tun. So war es wirklich: Er blies das Waldhorn, das auch Kupfer enthält. Dies genügte, um eine so starke Wirkung hervorzurufen. Daraus ersehen Sie, wie alles draußen in der Welt einen tiefen Einfluß auf den Menschen hat, und so stehen Metalle und Edelsteine in Beziehung zu der Natur des Menschen.
[ 15 ] Ein anderes Beispiel. Ich kam mit einem Menschen zusammen, der nach und nach ein guter Theosoph wurde. Eine ganz unerklärliche Fähigkeit machte ihm Sorge. Er gibt eine Zeitschrift heraus und ist imstande, rasch Analogien zu finden. Würde ein Gelehrter nach solchen Analogien suchen, so würde er vielleicht unter Umständen monatelang ratlos dasitzen. Der Betreffende fand mit einem Griff nach dem Bücherbord das Gewünschte. Sein Denken wurde so frei, daß es nicht mehr durch das physische Gehirn beengt wurde. Das hat aber auch seine großen Gefahren. «Woher kommt das bei mir?» fragte er mich. Da sagte ich ihm, möglicherweise hätte er viel mit Kupfer zu tun. So war es wirklich: Er blies das Waldhorn, das auch Kupfer enthält. Dies genügte, um eine so starke Wirkung hervorzurufen. Daraus ersehen Sie, wie alles draußen in der Welt einen tiefen Einfluß auf den Menschen hat, und so stehen Metalle und Edelsteine in Beziehung zu der Natur des Menschen.
Fragenbeantwortung
Fragenbeantwortung
Frage nicht notiert.
Frage nicht notiert.
[ 16 ] Mit dem künstlerischen Anschauen der Pflanzen verhält es sich so, daß dieses allerdings zunächst auf den astralischen Leib wirkt, während das okkulte Schauen in den Ätherleib hineinwirkt. Der Künstler mag zu manchen seiner Werke, sei es Skulptur, Bild oder Melodie, den Urbildern begegnen, bewußt findet man sie auf dem Devachanplan.
[ 16 ] Mit dem künstlerischen Anschauen der Pflanzen verhält es sich so, daß dieses allerdings zunächst auf den astralischen Leib wirkt, während das okkulte Schauen in den Ätherleib hineinwirkt. Der Künstler mag zu manchen seiner Werke, sei es Skulptur, Bild oder Melodie, den Urbildern begegnen, bewußt findet man sie auf dem Devachanplan.
Was ist Gold?
Was ist Gold?
[ 17 ] Als Erde und Sonne noch eine Masse bildeten und alles noch reiner Äther war, da war alles aufgelöst, und zwar in eine Feinheit wie das Sonnenlicht. Da konnten die Minerale nicht gerinnen. Erst nachdem die Sonne sich abgetrennt hatte und als etwas vom reinen Sonnenlicht bei der Erde verblieben war, verdichtete sich dieses in den Adern der Erde zum Gold. Das Gold ist verdichteter Sonnenstrahl und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Sonne.
[ 17 ] Als Erde und Sonne noch eine Masse bildeten und alles noch reiner Äther war, da war alles aufgelöst, und zwar in eine Feinheit wie das Sonnenlicht. Da konnten die Minerale nicht gerinnen. Erst nachdem die Sonne sich abgetrennt hatte und als etwas vom reinen Sonnenlicht bei der Erde verblieben war, verdichtete sich dieses in den Adern der Erde zum Gold. Das Gold ist verdichteter Sonnenstrahl und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Sonne.
[ 18 ] Saphir entspricht am Menschen den Füßen. Die Füße sind ein viel wichtigeres Glied, als man gewöhnlich annimmt. Einstmals hatten die Füße noch die Fähigkeit, sich wie ansaugend festzuhalten, ähnlich wie die Fliege es tut.
[ 18 ] Saphir entspricht am Menschen den Füßen. Die Füße sind ein viel wichtigeres Glied, als man gewöhnlich annimmt. Einstmals hatten die Füße noch die Fähigkeit, sich wie ansaugend festzuhalten, ähnlich wie die Fliege es tut.
[ 19 ] Opal entspricht mehr einer Region, der auch die Lunge entsprossen ist.
[ 19 ] Opal entspricht mehr einer Region, der auch die Lunge entsprossen ist.
[ 20 ] Rubin hängt zusammen mit dem, was man das höhere Organ des Gehirns nennt, mit dem Intuitionsorgan.
[ 20 ] Rubin hängt zusammen mit dem, was man das höhere Organ des Gehirns nennt, mit dem Intuitionsorgan.
[ 21 ] Eisen ruft im Menschen eine gewisse Erregung der sinnlichen Natur hervor. Als die Erde sich mit dem Mars begegnete, wurde auch jene Eigenschaft im Blut erzeugt. Der Okkultist greift nicht gerne rein eiserne Gegenstände an.
[ 21 ] Eisen ruft im Menschen eine gewisse Erregung der sinnlichen Natur hervor. Als die Erde sich mit dem Mars begegnete, wurde auch jene Eigenschaft im Blut erzeugt. Der Okkultist greift nicht gerne rein eiserne Gegenstände an.
Frage nach der Bedeutung des Romans «Vril» von Edward Bulwer.
Frage nach der Bedeutung des Romans «Vril» von Edward Bulwer.
[ 22 ] Alles, was es früher in der Welt gab, kommt wieder. Der VrilKraft liegt etwas Besonderes zugrunde. Jetzt kann der Mensch eigentlich nur die Kräfte der mineralischen Natur benutzen. Schwerkraft ist mineralisch, Elektrizität ist ebenfalls mineralisch. Den Betrieb von Eisenbahnen verdanken wir der Steinkohle. Was aber der Mensch noch nicht zu benützen versteht, das ist die pflanzliche Kraft. Die Kraft, die in einem Getreidefeld die Halme herauswachsen läßt, ist noch eine latente Kraft, und diese wird der Mensch ebenso in seinen Dienst zwingen wie die Kraft der Steinkohle. Das ist Vril. Es ist dieselbe Kraft, die die Fakire noch benützen. Sie leben im Atavismus -— Ahnenzustandsmerkmal.
[ 22 ] Alles, was es früher in der Welt gab, kommt wieder. Der VrilKraft liegt etwas Besonderes zugrunde. Jetzt kann der Mensch eigentlich nur die Kräfte der mineralischen Natur benutzen. Schwerkraft ist mineralisch, Elektrizität ist ebenfalls mineralisch. Den Betrieb von Eisenbahnen verdanken wir der Steinkohle. Was aber der Mensch noch nicht zu benützen versteht, das ist die pflanzliche Kraft. Die Kraft, die in einem Getreidefeld die Halme herauswachsen läßt, ist noch eine latente Kraft, und diese wird der Mensch ebenso in seinen Dienst zwingen wie die Kraft der Steinkohle. Das ist Vril. Es ist dieselbe Kraft, die die Fakire noch benützen. Sie leben im Atavismus -— Ahnenzustandsmerkmal.
War Goethe ein Eingeweihter?
War Goethe ein Eingeweihter?
[ 23 ] Die Initiation Goethes fand statt zwischen seinem Leipziger und Straßburger Aufenthalt, wo er dem Tode nahe war. Es kam ihm aber damals nicht zum Bewußtsein. Dies geschah erst 1795. Schon 1784 tauchte es wieder neu in ihm auf, aber noch undeutlich. Damals schrieb er das Fragment gebliebene Gedicht «Die Geheimnisse» in einem erleuchteten Augenblick. Erst im «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» legte er sein Bekenntnis nieder. Seine Einweihung auf dem physischen Plan geschah durch eine ganz bestimmte Persönlichkeit.
[ 23 ] Die Initiation Goethes fand statt zwischen seinem Leipziger und Straßburger Aufenthalt, wo er dem Tode nahe war. Es kam ihm aber damals nicht zum Bewußtsein. Dies geschah erst 1795. Schon 1784 tauchte es wieder neu in ihm auf, aber noch undeutlich. Damals schrieb er das Fragment gebliebene Gedicht «Die Geheimnisse» in einem erleuchteten Augenblick. Erst im «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» legte er sein Bekenntnis nieder. Seine Einweihung auf dem physischen Plan geschah durch eine ganz bestimmte Persönlichkeit.
