Nature and Spirit Beings
Their Influence on Our Visible World
GA 98
7 December 1907, Munich
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Natur- und Geistwesen, 2nd ed.
9. Des menschen Verhältnis zur Natur
9. Des menschen Verhältnis zur Natur
[ 1 ] Heute werden wir einiges darüber sprechen, inwiefern der Mensch durch die Aufnahme der theosophischen Weltanschauung nicht nur etwas lernt, nicht nur imstande ist, etwas zu erkennen über die Welt und ihre Wesenheiten, sondern inwiefern die theosophischen Lehren, Anschauungen, Gedanken und Ideen auf das menschliche Empfinden und Gefühl zu wirken vermögen. Es wird ja mit Recht so oft betont, daß Theosophie nicht etwas sein soll, das uns bloß theoretisch bekanntmacht mit höheren Welten, sondern daß sie etwas sein soll, das ins Leben, tief in unser Leben eindringt. Nun ist gewöhnlich die Meinung, die man mit diesem Ausspruch verbindet, etwas Triviales, etwas Minderwertiges, und wir müssen uns vielmehr gerade über die Bedeutung einer solchen Meinung heute einmal eine Ansicht bilden. In der intimsten Weise fließen nach und nach Gedanken und Ideen, die wir aufnehmen durch die Theosophie, in unser ganzes Fühlen und Empfinden ein, so daß wir im wahren Sinn des Wortes durch die Theosophie andere Menschen werden können. Freilich besteht jene triviale Meinung oftmals darin, daß man sich von vorneherein eine bestimmte Vorstellung bildet, so oder so müsse ein Theosoph sein, und wenn er dann nicht so ist, sagt man: Ich verstehe doch etwas ganz anderes unter einem Theosophen. -— Aber ich denke, was ein Theosoph sein soll, kann nur der Theosoph beurteilen, und wenn die anderen, die es noch nicht sind, immer sagen, sie stellen sich etwas anderes unter einem Theosophen vor, so wird diese Meinung wohl in den meisten Fällen nicht sehr theosophisch ausfallen können, weil sie nicht recht sachverständig sein kann. Von einer solchen trivialen Meinung wollen wir heute nicht sprechen, sondern von der intimen Umwandlung unseres Fühlens und Empfindens, wenn wir wirklich die Theosophie in uns aufnehmen. Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen: Können solche Gedanken, die uns mitgeteilt werden, einfließen in alle Kräfte unserer Seele und uns in bezug auf alles, was wir innerlich erleben, zu einem neuen Menschen machen? — Das können sie.
[ 1 ] Heute werden wir einiges darüber sprechen, inwiefern der Mensch durch die Aufnahme der theosophischen Weltanschauung nicht nur etwas lernt, nicht nur imstande ist, etwas zu erkennen über die Welt und ihre Wesenheiten, sondern inwiefern die theosophischen Lehren, Anschauungen, Gedanken und Ideen auf das menschliche Empfinden und Gefühl zu wirken vermögen. Es wird ja mit Recht so oft betont, daß Theosophie nicht etwas sein soll, das uns bloß theoretisch bekanntmacht mit höheren Welten, sondern daß sie etwas sein soll, das ins Leben, tief in unser Leben eindringt. Nun ist gewöhnlich die Meinung, die man mit diesem Ausspruch verbindet, etwas Triviales, etwas Minderwertiges, und wir müssen uns vielmehr gerade über die Bedeutung einer solchen Meinung heute einmal eine Ansicht bilden. In der intimsten Weise fließen nach und nach Gedanken und Ideen, die wir aufnehmen durch die Theosophie, in unser ganzes Fühlen und Empfinden ein, so daß wir im wahren Sinn des Wortes durch die Theosophie andere Menschen werden können. Freilich besteht jene triviale Meinung oftmals darin, daß man sich von vorneherein eine bestimmte Vorstellung bildet, so oder so müsse ein Theosoph sein, und wenn er dann nicht so ist, sagt man: Ich verstehe doch etwas ganz anderes unter einem Theosophen. -— Aber ich denke, was ein Theosoph sein soll, kann nur der Theosoph beurteilen, und wenn die anderen, die es noch nicht sind, immer sagen, sie stellen sich etwas anderes unter einem Theosophen vor, so wird diese Meinung wohl in den meisten Fällen nicht sehr theosophisch ausfallen können, weil sie nicht recht sachverständig sein kann. Von einer solchen trivialen Meinung wollen wir heute nicht sprechen, sondern von der intimen Umwandlung unseres Fühlens und Empfindens, wenn wir wirklich die Theosophie in uns aufnehmen. Wir wollen uns mit der Frage beschäftigen: Können solche Gedanken, die uns mitgeteilt werden, einfließen in alle Kräfte unserer Seele und uns in bezug auf alles, was wir innerlich erleben, zu einem neuen Menschen machen? — Das können sie.
[ 2 ] Die Welt ringsherum, die gewöhnliche Welt, durch die wir gehen, kann für uns bei jedem Schritt und Tritt ein anderes Ansehen bekommen, wenn wir die Theosophie verstehen. Da müssen wir freilich heute einmal etwas tiefer einzudringen versuchen in ein theosophisches Verständnis der Welt.
[ 2 ] Die Welt ringsherum, die gewöhnliche Welt, durch die wir gehen, kann für uns bei jedem Schritt und Tritt ein anderes Ansehen bekommen, wenn wir die Theosophie verstehen. Da müssen wir freilich heute einmal etwas tiefer einzudringen versuchen in ein theosophisches Verständnis der Welt.
[ 3 ] Um uns herum sind leblose Wesen, die wir Mineralien nennen, Pflanzen, Tiere, andere Menschen. Wir wissen, daß hinter diesen Wesen geistige Wesenheiten stehen, daß überhaupt hinter unserer physischen Welt eine geistige Welt vorhanden ist. Wir wissen, daß wir schon von dem Menschen, der vor uns steht, mit unseren Sinnen nur einen kleinen Teil wahrnehmen können, den physischen Leib; daß dieser Mensch außer diesem physischen Leib seinen Ätherleib, seinen Astralleib, sein Ich hat. Diese drei letzteren Glieder können wir nicht mit gewöhnlichen Sinnen wahrnehmen. Wir sagen uns, wenn wir einen Stein betrachten: er unterscheidet sich von dem Menschen dadurch, daß er als Mineral, als Stein, keinen Ätherleib, keinen Astralleib, kein Ich hat in der physischen Welt, sondern nur den physischen Leib. Von der Pflanze wissen wir, daß sie einen physischen Leib und einen Ätherleib hat, von dem Tier, daß es noch einen Astralleib hat. Und erst der Mensch hat das vierte Glied, das Ich. Dadurch ist der Mensch die Krone unserer physischen Welt, daß er ein Glied, das Ich, über alle anderen Wesen hinaus hat. Nur wenn wir die Sache so aussprechen, ist sie richtig. Aber wenn wir sie nur ein klein wenig anders aussprechen, dann ist sie schon falsch. Wenn jemand sagt: Hier in der physischen Welt hat der Stein oder das Mineral nur den physischen Leib -, dann ist das richtig. Wenn aber jemand nur diese paar Wörtchen «hier in der physischen Welt» ausläßt, dann ist das schon falsch, und zwar grundfalsch. Wenn jemand sagt: Der Stein hat nur einen physischen Leib -, so ist das grundfalsch.
[ 3 ] Um uns herum sind leblose Wesen, die wir Mineralien nennen, Pflanzen, Tiere, andere Menschen. Wir wissen, daß hinter diesen Wesen geistige Wesenheiten stehen, daß überhaupt hinter unserer physischen Welt eine geistige Welt vorhanden ist. Wir wissen, daß wir schon von dem Menschen, der vor uns steht, mit unseren Sinnen nur einen kleinen Teil wahrnehmen können, den physischen Leib; daß dieser Mensch außer diesem physischen Leib seinen Ätherleib, seinen Astralleib, sein Ich hat. Diese drei letzteren Glieder können wir nicht mit gewöhnlichen Sinnen wahrnehmen. Wir sagen uns, wenn wir einen Stein betrachten: er unterscheidet sich von dem Menschen dadurch, daß er als Mineral, als Stein, keinen Ätherleib, keinen Astralleib, kein Ich hat in der physischen Welt, sondern nur den physischen Leib. Von der Pflanze wissen wir, daß sie einen physischen Leib und einen Ätherleib hat, von dem Tier, daß es noch einen Astralleib hat. Und erst der Mensch hat das vierte Glied, das Ich. Dadurch ist der Mensch die Krone unserer physischen Welt, daß er ein Glied, das Ich, über alle anderen Wesen hinaus hat. Nur wenn wir die Sache so aussprechen, ist sie richtig. Aber wenn wir sie nur ein klein wenig anders aussprechen, dann ist sie schon falsch. Wenn jemand sagt: Hier in der physischen Welt hat der Stein oder das Mineral nur den physischen Leib -, dann ist das richtig. Wenn aber jemand nur diese paar Wörtchen «hier in der physischen Welt» ausläßt, dann ist das schon falsch, und zwar grundfalsch. Wenn jemand sagt: Der Stein hat nur einen physischen Leib -, so ist das grundfalsch.
[ 4 ] Was so pedantisch aussieht, einmal muß es gesagt werden, damit ein Gefühl verbreitet wird dafür, wie genau man in bezug auf diese subtilen Dinge reden muß. Auch der Stein hat seinen Ätherleib, seinen Astralleib und sein Ich, nur nicht in der physischen Welt, ebenso die Pflanze und das Tier. Und es ist sehr gut, wenn man sich einmal das genau vor die Seele rückt, daß wir den Stein von einem höheren Gesichtspunkte aus betrachten sollen: als ein Wesen, das noch zu etwas anderem gehört als zu dem, als was es uns entgegentritt. Sehen Sie sich einmal Ihre Fingernägel an. Denken Sie sich, irgendein ganz kleines Wesen würde diese Nägel betrachten und könnte, weil es keine Sinnesorgane hätte, nichts sehen von den Fingern; da würde es glauben, diese Nägel seien etwas für sich, und das ist doch nicht wahr. Diese Nägel haben nur einen Sinn, wenn sie an Fingern sind. So ist es mit allen unseren Mineralien. Die Menschen sehen sich die Mineralien an. Sie sehen davon den physischen Leib. Aber geradeso wie die Nägel zu den Fingern gehören, so gehört der physische Leib des Minerals zu einem Ätherleib, nur ist dieser Ätherleib nicht mehr in der physischen Welt zu finden. Der physische Leib des Minerals ist in der physischen Welt, der Ätherleib des Minerals ist in der astralischen Welt, und für ein Wesen, das hineinsieht in die astralische Welt, ist es geradeso, wie wenn Sie die Nägel bis zu den Fingern verfolgten. Denn dieser Ätherleib in der astralen Welt gehört zum Mineral. Ebenso hat das Mineral einen astralen Leib, nur ist dieser Astralleib des Minerals in dem, was wir Devachan nennen. Und endlich hat das Mineral auch ein Ich, und dieses Ich ist in der höheren devachanischen Welt, in der arupischen Welt.
[ 4 ] Was so pedantisch aussieht, einmal muß es gesagt werden, damit ein Gefühl verbreitet wird dafür, wie genau man in bezug auf diese subtilen Dinge reden muß. Auch der Stein hat seinen Ätherleib, seinen Astralleib und sein Ich, nur nicht in der physischen Welt, ebenso die Pflanze und das Tier. Und es ist sehr gut, wenn man sich einmal das genau vor die Seele rückt, daß wir den Stein von einem höheren Gesichtspunkte aus betrachten sollen: als ein Wesen, das noch zu etwas anderem gehört als zu dem, als was es uns entgegentritt. Sehen Sie sich einmal Ihre Fingernägel an. Denken Sie sich, irgendein ganz kleines Wesen würde diese Nägel betrachten und könnte, weil es keine Sinnesorgane hätte, nichts sehen von den Fingern; da würde es glauben, diese Nägel seien etwas für sich, und das ist doch nicht wahr. Diese Nägel haben nur einen Sinn, wenn sie an Fingern sind. So ist es mit allen unseren Mineralien. Die Menschen sehen sich die Mineralien an. Sie sehen davon den physischen Leib. Aber geradeso wie die Nägel zu den Fingern gehören, so gehört der physische Leib des Minerals zu einem Ätherleib, nur ist dieser Ätherleib nicht mehr in der physischen Welt zu finden. Der physische Leib des Minerals ist in der physischen Welt, der Ätherleib des Minerals ist in der astralischen Welt, und für ein Wesen, das hineinsieht in die astralische Welt, ist es geradeso, wie wenn Sie die Nägel bis zu den Fingern verfolgten. Denn dieser Ätherleib in der astralen Welt gehört zum Mineral. Ebenso hat das Mineral einen astralen Leib, nur ist dieser Astralleib des Minerals in dem, was wir Devachan nennen. Und endlich hat das Mineral auch ein Ich, und dieses Ich ist in der höheren devachanischen Welt, in der arupischen Welt.
[ 5 ] Also wenn wir die Minerale um uns herum anschauen, so sind das vorgeschobene Wesenheiten, die wie unsere Nägel herausragen aus dem Organismus, also von den Wesenheiten herausragen, zu denen sie gehören und die in bezug auf ihr Ich in höheren Welten sind. Wie Sie hier Ihre Nägel haben, so haben diese Wesenheiten ihre Glieder, die sie ausstrecken, zuerst in die untere devachanische Welt, dann in die astralische Welt und dann wachsen ihnen noch unten Nägel: die Mineralien auf der Erde. Wenn Sie also ein Mineral ansehen, müssen Sie nicht glauben, daß dieses eine Mineral ein Ich hat, sondern da gehören viele verwandte Mineralien zusammen zu einem gemeinschaftlichen Ich. Es sind wenige solche Mineralpersönlichkeiten oben auf dem devachanischen Plan. - Die Pflanze unterscheidet sich von dem Mineral dadurch, daß sie auf dem physischen Plan ihren physischen Leib hat und auch noch ihren Ätherleib. In der astralischen Welt hat sie ihren astralischen Leib und auf dem Devachanplan hat sie ihr Ich. Das Ich ist also bei der Pflanze um eine Stufe tiefer als beim Mineral, so daß man auf dem unteren Devachanplan Wesenheiten begegnet, die wieder als ihr niederstes Glied die Pflanze haben. - Beim Tier ist das so, daß es seinen physischen Leib, seinen Ätherleib und seinen astralischen Leib, alles auf dem physischen Plan hat, hier in der physischen Welt, und sein Ich in der astralischen Welt. Alle Tiere, die zu einer Gattung gehören, alle Löwen, haben nicht jeder für sich ein Ich, sondern ein gemeinschaftliches Ich. Man nennt dieses Ich auch Gruppen-Ich der Tiere. Der Mensch unterscheidet sich von den Tieren dadurch, daß er auch noch sein Ich auf dem physischen Plan hat.
[ 5 ] Also wenn wir die Minerale um uns herum anschauen, so sind das vorgeschobene Wesenheiten, die wie unsere Nägel herausragen aus dem Organismus, also von den Wesenheiten herausragen, zu denen sie gehören und die in bezug auf ihr Ich in höheren Welten sind. Wie Sie hier Ihre Nägel haben, so haben diese Wesenheiten ihre Glieder, die sie ausstrecken, zuerst in die untere devachanische Welt, dann in die astralische Welt und dann wachsen ihnen noch unten Nägel: die Mineralien auf der Erde. Wenn Sie also ein Mineral ansehen, müssen Sie nicht glauben, daß dieses eine Mineral ein Ich hat, sondern da gehören viele verwandte Mineralien zusammen zu einem gemeinschaftlichen Ich. Es sind wenige solche Mineralpersönlichkeiten oben auf dem devachanischen Plan. - Die Pflanze unterscheidet sich von dem Mineral dadurch, daß sie auf dem physischen Plan ihren physischen Leib hat und auch noch ihren Ätherleib. In der astralischen Welt hat sie ihren astralischen Leib und auf dem Devachanplan hat sie ihr Ich. Das Ich ist also bei der Pflanze um eine Stufe tiefer als beim Mineral, so daß man auf dem unteren Devachanplan Wesenheiten begegnet, die wieder als ihr niederstes Glied die Pflanze haben. - Beim Tier ist das so, daß es seinen physischen Leib, seinen Ätherleib und seinen astralischen Leib, alles auf dem physischen Plan hat, hier in der physischen Welt, und sein Ich in der astralischen Welt. Alle Tiere, die zu einer Gattung gehören, alle Löwen, haben nicht jeder für sich ein Ich, sondern ein gemeinschaftliches Ich. Man nennt dieses Ich auch Gruppen-Ich der Tiere. Der Mensch unterscheidet sich von den Tieren dadurch, daß er auch noch sein Ich auf dem physischen Plan hat.
[ 6 ] Wenn Sie also ein Tier anschauen, so muß in uns, wenn wir dieses Tier mit dem Blick des Theosophen betrachten, das Gefühl aufsteigen: Du findest in jedem Menschen ein Ich, in jedem einzelnen Menschen; beim Tier kannst du auf dem physischen Plan kein Ich finden, da mußt du schon auf den astralischen Plan hiinaufsteigen, so daß der astralische Plan bevölkert ist von diesen Tiergruppen-Ichen. Das Löwen-Ich auf dem astralischen Plan ist ein ganz anderes Wesen als der einzelne Löwe, so wie die Finger ein anderes Wesen sind als Sie selbst. Es gibt Gruppen-Iche der Tiere, die viel gescheiter sind als die gescheitesten Menschen auf dem physischen Plan. Diese Gruppen-Iche sind die Lenker und Förderer und Ausgestalter dessen, was das Tier hier auf dem physischen Plan erlebt, und nie kommt jemand zu einem wahren Verständnis des Tierlebens, der nicht weiß, daß das, was die Tiere hier tun, nur der Ausdruck ist von Maßnahmen, die droben getroffen werden von den tierischen Gruppen-Ichen. Nehmen Sie jene merkwürdige Erscheinung, daß in einer gewissen Jahreszeit die Vogelwelt des Nordostens anfängt, in der Linie nach Südwesten zu ziehen, daß sie im Frühling wiederum zurückzieht. Jede Art zieht in einer gewissen Höhe, und Sie können sich denken, daß diese Vogelzüge mit wichtigen Trieben in dieser tierischen Welt zusammenhängen. Der Frühlingszug ist ein Hochzeitsflug. Wenn Sie nach den weisen Einrichtungen fragen, die zugrunde liegen, können Sie sie nicht verstehen, wenn Sie sich nicht klarmachen, daß dem die Gruppen-Iche zugrunde liegen, die das alles dirigieren und lenken. Alles was in der tierischen Welt geschieht, bekommt für uns ein anderes Gesicht, wenn wir von dieser Anwesenheit der Gruppen-Iche wissen. Denken Sie sich, Sie hätten eine Wand mit verschiedenen Löchern: Da streckt ein Mensch seine Hände durch. Welchem Irrtum würde man verfallen, wenn man glaubte, diese Hände seien Wesen für sich. Solchem Irrtum gibt sich der hin, der das Tier als Wesen für sich ansieht. Es sind weise Wesenheiten, die diesen Vogelflug lenken. So wird uns die tierische Welt der Ausdruck einer hinter ihr stehenden Welt weiser Wesenheiten. Wir lernen eine wunderbare Welt von Wesenheiten kennen und gehen nicht mehr so gedankenlos an den Ereignissen vorbei, die uns unmittelbar begegnen. Tatsächlich sind diese tierischen Gruppen-Iche in dem Umkreis unserer Erde immer anzutreffen. Fortwährend umkreisen diese tierischen Gruppen-Iche geistig die Erde, wie die Passatwinde oder die ziehenden Vögel oder die um die Erde gehenden elektrischen und magnetischen Strömungen. So sind geistige Strömungen und Bewegungen vorhanden, die nichts anderes darstellen als jene Taten der tierischen Gruppen-Iche.
[ 6 ] Wenn Sie also ein Tier anschauen, so muß in uns, wenn wir dieses Tier mit dem Blick des Theosophen betrachten, das Gefühl aufsteigen: Du findest in jedem Menschen ein Ich, in jedem einzelnen Menschen; beim Tier kannst du auf dem physischen Plan kein Ich finden, da mußt du schon auf den astralischen Plan hiinaufsteigen, so daß der astralische Plan bevölkert ist von diesen Tiergruppen-Ichen. Das Löwen-Ich auf dem astralischen Plan ist ein ganz anderes Wesen als der einzelne Löwe, so wie die Finger ein anderes Wesen sind als Sie selbst. Es gibt Gruppen-Iche der Tiere, die viel gescheiter sind als die gescheitesten Menschen auf dem physischen Plan. Diese Gruppen-Iche sind die Lenker und Förderer und Ausgestalter dessen, was das Tier hier auf dem physischen Plan erlebt, und nie kommt jemand zu einem wahren Verständnis des Tierlebens, der nicht weiß, daß das, was die Tiere hier tun, nur der Ausdruck ist von Maßnahmen, die droben getroffen werden von den tierischen Gruppen-Ichen. Nehmen Sie jene merkwürdige Erscheinung, daß in einer gewissen Jahreszeit die Vogelwelt des Nordostens anfängt, in der Linie nach Südwesten zu ziehen, daß sie im Frühling wiederum zurückzieht. Jede Art zieht in einer gewissen Höhe, und Sie können sich denken, daß diese Vogelzüge mit wichtigen Trieben in dieser tierischen Welt zusammenhängen. Der Frühlingszug ist ein Hochzeitsflug. Wenn Sie nach den weisen Einrichtungen fragen, die zugrunde liegen, können Sie sie nicht verstehen, wenn Sie sich nicht klarmachen, daß dem die Gruppen-Iche zugrunde liegen, die das alles dirigieren und lenken. Alles was in der tierischen Welt geschieht, bekommt für uns ein anderes Gesicht, wenn wir von dieser Anwesenheit der Gruppen-Iche wissen. Denken Sie sich, Sie hätten eine Wand mit verschiedenen Löchern: Da streckt ein Mensch seine Hände durch. Welchem Irrtum würde man verfallen, wenn man glaubte, diese Hände seien Wesen für sich. Solchem Irrtum gibt sich der hin, der das Tier als Wesen für sich ansieht. Es sind weise Wesenheiten, die diesen Vogelflug lenken. So wird uns die tierische Welt der Ausdruck einer hinter ihr stehenden Welt weiser Wesenheiten. Wir lernen eine wunderbare Welt von Wesenheiten kennen und gehen nicht mehr so gedankenlos an den Ereignissen vorbei, die uns unmittelbar begegnen. Tatsächlich sind diese tierischen Gruppen-Iche in dem Umkreis unserer Erde immer anzutreffen. Fortwährend umkreisen diese tierischen Gruppen-Iche geistig die Erde, wie die Passatwinde oder die ziehenden Vögel oder die um die Erde gehenden elektrischen und magnetischen Strömungen. So sind geistige Strömungen und Bewegungen vorhanden, die nichts anderes darstellen als jene Taten der tierischen Gruppen-Iche.
[ 7 ] Wenn wir nun die Pflanzenwelt betrachten, so stellt sie uns etwas Ähnliches dar. Wir sehen die äußere Pflanze. Das, was wir als Pflanze vor uns haben, ist physischer Leib und Ätherleib. Wenn wir uns aber zum astralischen Plan erheben, so haben wir die Astralleiber der Pflanzen, und im Devachanplan haben wir die Pflanzen-Iche. Für unsere irdische Pflanzenwelt gibt es eine größere Anzahl solcher Pflanzen-Iche. Aber alle diese Pflanzen-Iche haben einen gemeinschaftlichen Ort, wo sie beisammen sind; das ist der Mittelpunkt der Erde. Alle Pflanzen sind so, daß sie mit ihrer Wesenheit zusammenstreben nach dem Mittelpunkt der Erde.
[ 7 ] Wenn wir nun die Pflanzenwelt betrachten, so stellt sie uns etwas Ähnliches dar. Wir sehen die äußere Pflanze. Das, was wir als Pflanze vor uns haben, ist physischer Leib und Ätherleib. Wenn wir uns aber zum astralischen Plan erheben, so haben wir die Astralleiber der Pflanzen, und im Devachanplan haben wir die Pflanzen-Iche. Für unsere irdische Pflanzenwelt gibt es eine größere Anzahl solcher Pflanzen-Iche. Aber alle diese Pflanzen-Iche haben einen gemeinschaftlichen Ort, wo sie beisammen sind; das ist der Mittelpunkt der Erde. Alle Pflanzen sind so, daß sie mit ihrer Wesenheit zusammenstreben nach dem Mittelpunkt der Erde.
[ 8 ] Sehen Sie nun, was aus der Erde selber wird, wenn wir sie von diesem Gesichtspunkt aus betrachten. Sie wird nicht jener Körper, als den die Geologie die Erde darstellt, sondern die Erde wird dadurch selbst ein lebendiges Wesen mit einem Ich. Die einzelne Pflanze hat keinen Astralleib, alle Pflanzen aber sind in einen Astralleib eingetaucht und eingehüllt, so daß wir uns die ganze Pflanzenwelt der Erde etwa so vorstellen können: Dem Astralleib der Erde gehören alle Pflanzen an und im Mittelpunkt der Erde ist das Ich der Pflanzen. Dadurch wird uns die Erde ein bewußtes Wesen. Wie Ihr Ich in Ihrem Leibe ist und seine Strahlen aussendet nach den Fingern, so hat die Erde ihr Ich in ihrem Mittelpunkt und sendet die Strahlen aus nach den einzelnen Pflanzen. Wie unsere Haare sind die Pflanzen Organe des Erdenorganismus. Jede Pflanze strebt nach dem Mittelpunkt der Erde als zu ihrem Ich. In der geistigen Welt können unzählige Wesenheiten an einem Orte ineinanderstecken, an demselben Orte sein. Die Raumverhältnisse sind in der geistigen Welt andere als in der physischen Welt. Die Pflanzen-Iche können sich alle im Mittelpunkt der Erde begegnen. Das Unkraut hat ein anderes Ich als der Weizen. Die beiden Iche stehen nicht gut miteinander, aber sie haben beide ihr Ich im Mittelpunkt der Erde. Solch eine Wahrheit muß man nicht nur mit dem Verstand auffassen, man muß sie fühlen bei jedem Schritt und Tritt im Leben. Etwas anderes wird uns die Pflanzendecke der Erde, wenn wir mit dem Gefühl dahinschreiten, diese Pflanzen sind der äußere, physische Ausdruck eines geistigen Inhalts, der in einer Verbindung mit der Erde steht. Die Erde hat ihr Ich, aber das alles lebt sich in den Pflanzen aus.
[ 8 ] Sehen Sie nun, was aus der Erde selber wird, wenn wir sie von diesem Gesichtspunkt aus betrachten. Sie wird nicht jener Körper, als den die Geologie die Erde darstellt, sondern die Erde wird dadurch selbst ein lebendiges Wesen mit einem Ich. Die einzelne Pflanze hat keinen Astralleib, alle Pflanzen aber sind in einen Astralleib eingetaucht und eingehüllt, so daß wir uns die ganze Pflanzenwelt der Erde etwa so vorstellen können: Dem Astralleib der Erde gehören alle Pflanzen an und im Mittelpunkt der Erde ist das Ich der Pflanzen. Dadurch wird uns die Erde ein bewußtes Wesen. Wie Ihr Ich in Ihrem Leibe ist und seine Strahlen aussendet nach den Fingern, so hat die Erde ihr Ich in ihrem Mittelpunkt und sendet die Strahlen aus nach den einzelnen Pflanzen. Wie unsere Haare sind die Pflanzen Organe des Erdenorganismus. Jede Pflanze strebt nach dem Mittelpunkt der Erde als zu ihrem Ich. In der geistigen Welt können unzählige Wesenheiten an einem Orte ineinanderstecken, an demselben Orte sein. Die Raumverhältnisse sind in der geistigen Welt andere als in der physischen Welt. Die Pflanzen-Iche können sich alle im Mittelpunkt der Erde begegnen. Das Unkraut hat ein anderes Ich als der Weizen. Die beiden Iche stehen nicht gut miteinander, aber sie haben beide ihr Ich im Mittelpunkt der Erde. Solch eine Wahrheit muß man nicht nur mit dem Verstand auffassen, man muß sie fühlen bei jedem Schritt und Tritt im Leben. Etwas anderes wird uns die Pflanzendecke der Erde, wenn wir mit dem Gefühl dahinschreiten, diese Pflanzen sind der äußere, physische Ausdruck eines geistigen Inhalts, der in einer Verbindung mit der Erde steht. Die Erde hat ihr Ich, aber das alles lebt sich in den Pflanzen aus.
[ 9 ] Wenn wir jetzt die Sache so betrachten und nicht beim bloßen Begriff bleiben, dann erst bekommt sie Leben, dann erst haben wir sie in der richtigen Weise erfaßt, denn dann wissen wir, daß, was wir an der Pflanze tun, etwas Ähnliches hervorbringt wie das, was wir am Menschen tun. Wenn wir einem Menschen einen Schlag versetzen, tut ihm das weh, weil er einen Astralleib hat. Der Ätherleib kann nicht Freude und Schmerz empfinden. Der einzelnen Pflanze, weil nicht alle einzelnen Pflanzen einen Astralleib haben, tut es nicht weh, wenn man sie drückt. Aber die Erde hat den gemeinschaftlichen Astralleib der Pflanzen, der tut das weh, was man mit der Pflanze tut. Und im Mittelpunkt der Erde sind die Iche der Pflanzen. Dort kommt es zum Bewußtsein, was man an der Pflanze tut. Wenn wir diese Lehre als dasjenige erfassen, was wir mit allen Kräften unserer Seele aufnehmen, so gehen wir anders über die Oberfläche der Erde hin. Dadurch wird ein jeder Schritt in unserem Leben ein Verkehr mit der Erde als mit einem bewußten Wesen und wir wissen, daß diese Erde Lust und Leid und Freude und Schmerz empfindet als Ganzes. Nur müssen wir das in der richtigen Weise empfinden. Man könnte glauben, wenn wir eine Pflanze abschneiden, tue das der Erde weh. Das ist nicht der Fall. Über die Einzelheiten kann nur derjenige, der hineinschauen kann in die Art und Weise, wie der Astralleib der Erde wirkt, Auskunft geben. Wenn Sie eine Blüte abreißen, ist das ein Gefühl, wie wenn ein Kalb an der Mutterkuh Milch saugt, was der Kuh eine Art von Wohlgefühl bereitet. Was die Erde an Pflanzen hervorsprießen läßt, ist zu vergleichen mit dem Hervorgehen der Milch aus dem Tier, so daß Sie Blumen pflücken können, und das verursacht der Erde ein Wohlgefühl. Reißen Sie sie aber mit der Wurzel aus, so tut das der Erde weh, wie wenn Sie in das Fleisch hineinschneiden. Nehmen Sie das lebensvoll, dann merken Sie, welches seelische Verhältnis Sie zur Erde gewinnen. Wenn die Sense durch die Halme fährt, dann sieht der Hellseher über die Erde, über die Äcker Wohlgefühle dahinstreichen. Indem ein Acker gemäht wird, streichen über den Acker Fluten von Wohlgefühlen über die Erde dahin. Wunderbar vertieft sich unser Verhältnis zur Welt, wenn wir uns in diese Wahrheiten hineinleben. Und wir fühlen, wenn wir der Erde entreißen ihre Pflanzen, wie das der Erde weh tut, wie wenn uns ein Haar ausgerissen wird.
[ 9 ] Wenn wir jetzt die Sache so betrachten und nicht beim bloßen Begriff bleiben, dann erst bekommt sie Leben, dann erst haben wir sie in der richtigen Weise erfaßt, denn dann wissen wir, daß, was wir an der Pflanze tun, etwas Ähnliches hervorbringt wie das, was wir am Menschen tun. Wenn wir einem Menschen einen Schlag versetzen, tut ihm das weh, weil er einen Astralleib hat. Der Ätherleib kann nicht Freude und Schmerz empfinden. Der einzelnen Pflanze, weil nicht alle einzelnen Pflanzen einen Astralleib haben, tut es nicht weh, wenn man sie drückt. Aber die Erde hat den gemeinschaftlichen Astralleib der Pflanzen, der tut das weh, was man mit der Pflanze tut. Und im Mittelpunkt der Erde sind die Iche der Pflanzen. Dort kommt es zum Bewußtsein, was man an der Pflanze tut. Wenn wir diese Lehre als dasjenige erfassen, was wir mit allen Kräften unserer Seele aufnehmen, so gehen wir anders über die Oberfläche der Erde hin. Dadurch wird ein jeder Schritt in unserem Leben ein Verkehr mit der Erde als mit einem bewußten Wesen und wir wissen, daß diese Erde Lust und Leid und Freude und Schmerz empfindet als Ganzes. Nur müssen wir das in der richtigen Weise empfinden. Man könnte glauben, wenn wir eine Pflanze abschneiden, tue das der Erde weh. Das ist nicht der Fall. Über die Einzelheiten kann nur derjenige, der hineinschauen kann in die Art und Weise, wie der Astralleib der Erde wirkt, Auskunft geben. Wenn Sie eine Blüte abreißen, ist das ein Gefühl, wie wenn ein Kalb an der Mutterkuh Milch saugt, was der Kuh eine Art von Wohlgefühl bereitet. Was die Erde an Pflanzen hervorsprießen läßt, ist zu vergleichen mit dem Hervorgehen der Milch aus dem Tier, so daß Sie Blumen pflücken können, und das verursacht der Erde ein Wohlgefühl. Reißen Sie sie aber mit der Wurzel aus, so tut das der Erde weh, wie wenn Sie in das Fleisch hineinschneiden. Nehmen Sie das lebensvoll, dann merken Sie, welches seelische Verhältnis Sie zur Erde gewinnen. Wenn die Sense durch die Halme fährt, dann sieht der Hellseher über die Erde, über die Äcker Wohlgefühle dahinstreichen. Indem ein Acker gemäht wird, streichen über den Acker Fluten von Wohlgefühlen über die Erde dahin. Wunderbar vertieft sich unser Verhältnis zur Welt, wenn wir uns in diese Wahrheiten hineinleben. Und wir fühlen, wenn wir der Erde entreißen ihre Pflanzen, wie das der Erde weh tut, wie wenn uns ein Haar ausgerissen wird.
[ 10 ] Da kann man einwenden: ja, aber es ist doch manchmal etwas sehr Gutes, wenn man nicht abreißt alle Blüten, sondern sie in der Natur läßt und manchmal ist es gut, die Pflanzen zu versetzen und mit der Wurzel auszureißen. Das ändert nicht die Tatsache, daß das Ausreißen Schmerz und das Pflücken Wohlgefühl bereitet. Die moralische Seite ist etwas anderes als die Tatsache an sich. Eine moralische Anschauungsweise, die im Menschenleben ihre Berechtigung hat, darf man nicht auf den Kosmos anwenden. Denken Sie, wenn jemand anfängt, die ersten weißen Haare zu bekommen, so kann es vom ästhetischen Standpunkt aus begehrenswert sein, sie auszureißen. Er mag schöner werden, weh tut es ihm aber. So mag es begehrenswert sein, daß man Pflanzen verpflanzt, weh tut es aber der Erde. Nun ist die Frage, ob es nicht notwendig ist, solchen Schmerz zu bereiten? Oder: darf oder soll man diesen Schmerz bereiten? Schmerz ist in vieler Beziehung nicht trennbar vom Dasein. Der Mensch tritt durch den Schmerz der Mutter in die Welt. Was geboren wird, wird unter Schmerzen geboren. Wenn es auch notwendig sein mag, Pflanzen auszureißen, immer liegt Schmerz der Erde vor. So gehen unsere Begriffe und Ideen ins intime Fühlen und Empfinden über. Wir merken allmählich, was wir alles nicht wahrnehmen in unserer Umgebung, wenn wir von allen diesen Dingen nichts wissen. In unserer Umgebung wird immer gefühlt und empfunden und gelebt; es ist nicht nur ein mechanischer Vorgang, wenn die Sense durch die Halme fährt, sondern Fluten von Empfindungen strömen über den Acker im Herbst. So lernen wir, uns in die Wesen um uns hineinzuleben.
[ 10 ] Da kann man einwenden: ja, aber es ist doch manchmal etwas sehr Gutes, wenn man nicht abreißt alle Blüten, sondern sie in der Natur läßt und manchmal ist es gut, die Pflanzen zu versetzen und mit der Wurzel auszureißen. Das ändert nicht die Tatsache, daß das Ausreißen Schmerz und das Pflücken Wohlgefühl bereitet. Die moralische Seite ist etwas anderes als die Tatsache an sich. Eine moralische Anschauungsweise, die im Menschenleben ihre Berechtigung hat, darf man nicht auf den Kosmos anwenden. Denken Sie, wenn jemand anfängt, die ersten weißen Haare zu bekommen, so kann es vom ästhetischen Standpunkt aus begehrenswert sein, sie auszureißen. Er mag schöner werden, weh tut es ihm aber. So mag es begehrenswert sein, daß man Pflanzen verpflanzt, weh tut es aber der Erde. Nun ist die Frage, ob es nicht notwendig ist, solchen Schmerz zu bereiten? Oder: darf oder soll man diesen Schmerz bereiten? Schmerz ist in vieler Beziehung nicht trennbar vom Dasein. Der Mensch tritt durch den Schmerz der Mutter in die Welt. Was geboren wird, wird unter Schmerzen geboren. Wenn es auch notwendig sein mag, Pflanzen auszureißen, immer liegt Schmerz der Erde vor. So gehen unsere Begriffe und Ideen ins intime Fühlen und Empfinden über. Wir merken allmählich, was wir alles nicht wahrnehmen in unserer Umgebung, wenn wir von allen diesen Dingen nichts wissen. In unserer Umgebung wird immer gefühlt und empfunden und gelebt; es ist nicht nur ein mechanischer Vorgang, wenn die Sense durch die Halme fährt, sondern Fluten von Empfindungen strömen über den Acker im Herbst. So lernen wir, uns in die Wesen um uns hineinzuleben.
[ 11 ] Und das Gestein? Wir haben vom Gestein gesagt, daß es sein Ich ebenso hat wie der Mensch, nur in einer viel höheren Welt. Dieses Gesteins-Ich und dieser Gesteins-Astralleib fühlen und empfinden ebenso wie die Erde, wenn Sie Pflanzen ausreißen oder pflücken. Und es ist nicht nur ein mechanischer Vorgang, wenn die Steinhauer im Steinbruch Stein um Stein herausschlagen. Was da an Steinen losgesprengt wird, sieht der Mensch, der nur seine Sinne gebraucht, an als Vorgang der äußeren Welt. Daß da in einer Seele etwas ähnliches vorgeht, erlebt wird, lernen wir kennen, wenn wir uns in die Theosophie vertiefen. Da dürfen Sie aber auch nicht nach Analogien urteilen, sondern man muß im Konkreten vorgehen. Man könnte meinen, das Klopfen im Steinbruch verursache Schmerzen. So ist es nicht. Sie können dem Mineralreich keinen größeren Gefallen erweisen, als wenn Sie einen Stein zerschlagen: das ist seine wahre Wollust. Und es ist ein Erguß von Wollust, wenn Sie in einem Steinbruch sprengen und die Steine nach allen Seiten geschleudert werden. Eine wahre Sehnsucht und Leidenschaft hat der Stein, gespalten, zersprengt, auseinandergerissen zu werden.
[ 11 ] Und das Gestein? Wir haben vom Gestein gesagt, daß es sein Ich ebenso hat wie der Mensch, nur in einer viel höheren Welt. Dieses Gesteins-Ich und dieser Gesteins-Astralleib fühlen und empfinden ebenso wie die Erde, wenn Sie Pflanzen ausreißen oder pflücken. Und es ist nicht nur ein mechanischer Vorgang, wenn die Steinhauer im Steinbruch Stein um Stein herausschlagen. Was da an Steinen losgesprengt wird, sieht der Mensch, der nur seine Sinne gebraucht, an als Vorgang der äußeren Welt. Daß da in einer Seele etwas ähnliches vorgeht, erlebt wird, lernen wir kennen, wenn wir uns in die Theosophie vertiefen. Da dürfen Sie aber auch nicht nach Analogien urteilen, sondern man muß im Konkreten vorgehen. Man könnte meinen, das Klopfen im Steinbruch verursache Schmerzen. So ist es nicht. Sie können dem Mineralreich keinen größeren Gefallen erweisen, als wenn Sie einen Stein zerschlagen: das ist seine wahre Wollust. Und es ist ein Erguß von Wollust, wenn Sie in einem Steinbruch sprengen und die Steine nach allen Seiten geschleudert werden. Eine wahre Sehnsucht und Leidenschaft hat der Stein, gespalten, zersprengt, auseinandergerissen zu werden.
[ 12 ] Dagegen verursacht etwas anderes der Wesenheit, die unserer Gesteinswelt zugrunde liegt, Schmerz und Leiden. Wenn Sie in einem Glas aufgelöstes Kochsalz haben und dieses Kochsalz sich anfängt herauszulösen, so daß es als festes Salz sich herauslöst, absetzt, wenn sich das Aufgelöste zum festen Körper zusammenballt, dann erleidet das betreffende Wesen Schmerzen. Wenn Sie das Zusammengefügte wieder auflösen, dann erlebt es Lust. Wenn Sie die auseinandergesprengten Gesteinsglieder wieder zusammenfügen würden zum ursprünglichen Gestein, so würde das der Gesteinsseele gewaltig wehtun. Bedenken Sie, daß im Grunde genommen unsere Erde so aufgebaut worden ist: Sie war ein feuerflüssiger Körper. Und damit Sie einen festen Boden unter die Füße bekommen konnten, mußten sich aus den verschiedensten Lösungen und Wasserformen feste Körper zusammengruppieren.
[ 12 ] Dagegen verursacht etwas anderes der Wesenheit, die unserer Gesteinswelt zugrunde liegt, Schmerz und Leiden. Wenn Sie in einem Glas aufgelöstes Kochsalz haben und dieses Kochsalz sich anfängt herauszulösen, so daß es als festes Salz sich herauslöst, absetzt, wenn sich das Aufgelöste zum festen Körper zusammenballt, dann erleidet das betreffende Wesen Schmerzen. Wenn Sie das Zusammengefügte wieder auflösen, dann erlebt es Lust. Wenn Sie die auseinandergesprengten Gesteinsglieder wieder zusammenfügen würden zum ursprünglichen Gestein, so würde das der Gesteinsseele gewaltig wehtun. Bedenken Sie, daß im Grunde genommen unsere Erde so aufgebaut worden ist: Sie war ein feuerflüssiger Körper. Und damit Sie einen festen Boden unter die Füße bekommen konnten, mußten sich aus den verschiedensten Lösungen und Wasserformen feste Körper zusammengruppieren.
[ 13 ] Einmal war unsere Erde so, daß alle Metalle glutflüssig waren. Dann entstanden die ersten Inselbildungen. Das war mit gewaltigen Schmerzen verbunden. Daß die Erde unser Wohnplatz werden konnte, das ging unter Schmerzen vor sich und das, was in der Naturwissenschaft geschildert wird — nach und nach diese Verfestigung der Erde -, bedeutet zugleich seelische Prozesse. Wenn derjenige, der die Dinge durchschaut, zum Beispiel einen Vulkanausbruch erlebt, wie die gelösten Massen herausfluten und sich verfestigen, dann sieht er Ströme von Leiden der Lavaseele über den Berg herunterfließen. So durchseelt sich für uns die ganze Natur, wenn wir diese Dinge wissen. Das ist es aber auch immer, was die Eingeweihten der Menschheit vorgehalten haben. Die Aussprüche der Eingeweihten haben in der Regel tiefe Bedeutung und tiefen Wert und manchmal nicht nur eine Bedeutung. Verstehen Sie, daß die Erde einst ein feuerflüssiiger Körper war, daß dieses Gesteinsreich sich verfestigt und zusammengeballt hat. Unter Leiden hat sich die Erde zu unserem Wohnplatz herausgebildet. Nur durch Leiden des Gesteinsreiches konnten wir zu einem gewissen Entwickelungszustand kommen. Diese Leiden des Gesteins werden erst aufhören, wenn der Endzustand der Erde kommen wird, wenn die Erde wieder weicher, wenn sie wieder geistig werden wird. Versetzen Sie sich in diesen Gang der Erde: feurig-flüssige Erde, die Menschen noch geistig darin. Die Gesteinsmassen verfestigen sich. Fortwährende Schmerzen und Leiden zum Fortschritt des Menschengeschlechts im leblosen Gesteinsreich. Wie kann man das besser sagen als: «Denn alle Kreatur seufzt unter Schmerzen, harrend der Annahme an Kindesstatt.» Man kann nicht tief genug gehen, wenn man wirklich Aussprüche der Eingeweihten verstehen will.
[ 13 ] Einmal war unsere Erde so, daß alle Metalle glutflüssig waren. Dann entstanden die ersten Inselbildungen. Das war mit gewaltigen Schmerzen verbunden. Daß die Erde unser Wohnplatz werden konnte, das ging unter Schmerzen vor sich und das, was in der Naturwissenschaft geschildert wird — nach und nach diese Verfestigung der Erde -, bedeutet zugleich seelische Prozesse. Wenn derjenige, der die Dinge durchschaut, zum Beispiel einen Vulkanausbruch erlebt, wie die gelösten Massen herausfluten und sich verfestigen, dann sieht er Ströme von Leiden der Lavaseele über den Berg herunterfließen. So durchseelt sich für uns die ganze Natur, wenn wir diese Dinge wissen. Das ist es aber auch immer, was die Eingeweihten der Menschheit vorgehalten haben. Die Aussprüche der Eingeweihten haben in der Regel tiefe Bedeutung und tiefen Wert und manchmal nicht nur eine Bedeutung. Verstehen Sie, daß die Erde einst ein feuerflüssiiger Körper war, daß dieses Gesteinsreich sich verfestigt und zusammengeballt hat. Unter Leiden hat sich die Erde zu unserem Wohnplatz herausgebildet. Nur durch Leiden des Gesteinsreiches konnten wir zu einem gewissen Entwickelungszustand kommen. Diese Leiden des Gesteins werden erst aufhören, wenn der Endzustand der Erde kommen wird, wenn die Erde wieder weicher, wenn sie wieder geistig werden wird. Versetzen Sie sich in diesen Gang der Erde: feurig-flüssige Erde, die Menschen noch geistig darin. Die Gesteinsmassen verfestigen sich. Fortwährende Schmerzen und Leiden zum Fortschritt des Menschengeschlechts im leblosen Gesteinsreich. Wie kann man das besser sagen als: «Denn alle Kreatur seufzt unter Schmerzen, harrend der Annahme an Kindesstatt.» Man kann nicht tief genug gehen, wenn man wirklich Aussprüche der Eingeweihten verstehen will.
[ 14 ] Das alles zeigt, daß Verstehen der Welt etwas ganz anderes ist als eine Abstraktion. Wenn die Begriffe vertieft werden, dann kommen uns die Gefühlserlebnisse, durch die wir hineinschauen in die durch die Welt strömenden Seelenhaftigkeiten. Alles wird uns Ausdruck der Seele in irgendeiner Form. Dann wird jeder Schritt in unserem Leben etwas anderes, weil wir in Beziehung treten nicht bloß zu den Wesenheiten vor unseren Sinnen, sondern zu den unbekannten Wesen auf immer höheren Planen der Welt. Nur müssen wir uns in die durchaus verschiedene Art finden, wie das gelebt wird.
[ 14 ] Das alles zeigt, daß Verstehen der Welt etwas ganz anderes ist als eine Abstraktion. Wenn die Begriffe vertieft werden, dann kommen uns die Gefühlserlebnisse, durch die wir hineinschauen in die durch die Welt strömenden Seelenhaftigkeiten. Alles wird uns Ausdruck der Seele in irgendeiner Form. Dann wird jeder Schritt in unserem Leben etwas anderes, weil wir in Beziehung treten nicht bloß zu den Wesenheiten vor unseren Sinnen, sondern zu den unbekannten Wesen auf immer höheren Planen der Welt. Nur müssen wir uns in die durchaus verschiedene Art finden, wie das gelebt wird.
[ 15 ] So lernen wir denn auch, wie wir in der Pflanze, im Tier, im Mineral die Seele finden. So lernen wir kennen die Seele eines ganzen Volkes. Auch ein ganzes Volk hat eine gemeinschaftliche Seele und was man Volksseele nennt, ist nicht ein toter Begriff, es ist etwas Reales. Wenn ein Volk entsteht, sagen wir die Goten, und wieder vergeht, so ist das ein Entstehen und Vergehen wie beim einzelnen Menschen. Aber es lebt im ganzen Volk etwas Seelenhaftes und die einzelnen Menschen sind die Glieder dieser Volksseele, eingebettet in die Volksseelensubstanz, die ihrerseits wieder ihre Schicksale, ihre Leiden und Freuden hat. Wir erringen zuerst eine Ahnung, dann immer mehr ein Wissen davon, daß rings um uns die Welt von Lust und Leid überall durchflutet ist, überall ist Altes und Junges in der Natur um uns herum, wie in uns selbst. Das ist es, was uns durch die theosophischen Lehren zu anderen Menschen macht. Das heißt theosophisches Verständnis sich aneignen, Theosophie ins Leben umsetzen in intimer Weise. Es ist, wie wenn der theosophische Begriff ein Keim wäre, den wir in sein geeignetes Erdreich setzen, dann sprießt er auf und wird Blüte und Frucht, wenn er Gefühl und Empfindung wird und wir uns durch Gefühl und Empfindung hineinleben tief, tief in unsere Umwelt. Wenn durch die Theosophie Pflanzen und Steine nicht nur unsere Beobachtungsobjekte, sondern unsere Freunde und Mitwesen werden, die warm werden für uns durch die theosophische Betrachtung, die wir lieben lernen, wie wir Menschen lieben lernen, dann wird uns nach und nach das Verständnis aufgehen, die Perspektive sich eröffnen, welch gewaltigen erzieherischen Wert für alle Zukunft die Theosophie haben wird. Stellen Sie sich Menschen in zwei, drei, vier, fünf Jahrhunderten vor, die nicht nur die Begriffe von Karma und Reinkarnation denken werden, sondern mit solchen Gefühlen durch die Welt schreiten werden, wie wir sie angedeutet haben. Und wie das ganze Menschenleben, alle Bildung dann eine andere sein wird, wenn der Mensch überall den Pulsschlag von Wesen wird vernehmen können. Wenn er seine Hand an den Baum legt und den Pulsschlag der Erde fühlt, wenn er den Stein zerschlägt und das Wohlgefühl miterlebt, das durch die Steinseele geht, und er sich bewußt wird, daß die Erde Schmerzen erdulden mußte, dann wird der Mensch anders über diese Erde hinschreiten, dann wird das Leben ein anderes sein und das rechte Mitgefühl, durch die Menschen selber, walten und lebendig sein.
[ 15 ] So lernen wir denn auch, wie wir in der Pflanze, im Tier, im Mineral die Seele finden. So lernen wir kennen die Seele eines ganzen Volkes. Auch ein ganzes Volk hat eine gemeinschaftliche Seele und was man Volksseele nennt, ist nicht ein toter Begriff, es ist etwas Reales. Wenn ein Volk entsteht, sagen wir die Goten, und wieder vergeht, so ist das ein Entstehen und Vergehen wie beim einzelnen Menschen. Aber es lebt im ganzen Volk etwas Seelenhaftes und die einzelnen Menschen sind die Glieder dieser Volksseele, eingebettet in die Volksseelensubstanz, die ihrerseits wieder ihre Schicksale, ihre Leiden und Freuden hat. Wir erringen zuerst eine Ahnung, dann immer mehr ein Wissen davon, daß rings um uns die Welt von Lust und Leid überall durchflutet ist, überall ist Altes und Junges in der Natur um uns herum, wie in uns selbst. Das ist es, was uns durch die theosophischen Lehren zu anderen Menschen macht. Das heißt theosophisches Verständnis sich aneignen, Theosophie ins Leben umsetzen in intimer Weise. Es ist, wie wenn der theosophische Begriff ein Keim wäre, den wir in sein geeignetes Erdreich setzen, dann sprießt er auf und wird Blüte und Frucht, wenn er Gefühl und Empfindung wird und wir uns durch Gefühl und Empfindung hineinleben tief, tief in unsere Umwelt. Wenn durch die Theosophie Pflanzen und Steine nicht nur unsere Beobachtungsobjekte, sondern unsere Freunde und Mitwesen werden, die warm werden für uns durch die theosophische Betrachtung, die wir lieben lernen, wie wir Menschen lieben lernen, dann wird uns nach und nach das Verständnis aufgehen, die Perspektive sich eröffnen, welch gewaltigen erzieherischen Wert für alle Zukunft die Theosophie haben wird. Stellen Sie sich Menschen in zwei, drei, vier, fünf Jahrhunderten vor, die nicht nur die Begriffe von Karma und Reinkarnation denken werden, sondern mit solchen Gefühlen durch die Welt schreiten werden, wie wir sie angedeutet haben. Und wie das ganze Menschenleben, alle Bildung dann eine andere sein wird, wenn der Mensch überall den Pulsschlag von Wesen wird vernehmen können. Wenn er seine Hand an den Baum legt und den Pulsschlag der Erde fühlt, wenn er den Stein zerschlägt und das Wohlgefühl miterlebt, das durch die Steinseele geht, und er sich bewußt wird, daß die Erde Schmerzen erdulden mußte, dann wird der Mensch anders über diese Erde hinschreiten, dann wird das Leben ein anderes sein und das rechte Mitgefühl, durch die Menschen selber, walten und lebendig sein.
