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Nature and Spirit Beings
Their Influence on Our Visible World
GA 98

14 June 1908, Munich

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17. Elementarwesenheiten und andere höhere geistige Wesenheiten — Geistige Wesen der Naturreiche

17. Elementarwesenheiten und andere höhere geistige Wesenheiten — Geistige Wesen der Naturreiche

[ 1 ] Wenn wir öfter schon betont haben, daß die geisteswissenschaftliche Weltanschauung nicht nur etwas Abstraktes, Begriffliches bleiben soll, nicht nur etwas bleiben soll, was wir in Feieraugenblicken des Lebens zur Befriedigung unserer inneren Seelenbedürfnisse als unsere Weltanschauung hinstellen, sondern daß sie etwas sein soll, was tief eingreift in unser ganzes Leben und Sein, in unser Wirken vom Morgen bis zum Abend, so wird uns das ganz besonders anschaulich, wenn wir die Beziehungen und Verhältnisse von geistigen Wesen und der geistigen Welt überhaupt, die immer um uns herum sind, zu uns, zu diesem unserem Leben ins Auge fassen. Sozusagen wird dem Menschen die Physiognomie des äußeren Lebens erst dann verständlich, wenn er hineinblicken kann in dasjenige, was aus der geistigen Welt heraus diese Physiognomie des Daseins bewirkt. So, wie wir einen Menschen seiner Physiognomie nach erst ganz anfangen zu verstehen, wenn wir seine Seele kennen, wie wir dann seinen Blick zu deuten wissen, seine Mienen zu erklären wissen, so wird uns auch die äußere Welt in ihren großen und kleinen Erscheinungen begreiflich, wenn wir die geistigen Untergründe kennenlernen. Wir können uns ja da schon sehr viel verständlich machen, wenn wir mit dem durch die Geisteswissenschaft geschärften Blick das Leben auf Schritt und Tritt verfolgen und betrachten.

[ 1 ] Wenn wir öfter schon betont haben, daß die geisteswissenschaftliche Weltanschauung nicht nur etwas Abstraktes, Begriffliches bleiben soll, nicht nur etwas bleiben soll, was wir in Feieraugenblicken des Lebens zur Befriedigung unserer inneren Seelenbedürfnisse als unsere Weltanschauung hinstellen, sondern daß sie etwas sein soll, was tief eingreift in unser ganzes Leben und Sein, in unser Wirken vom Morgen bis zum Abend, so wird uns das ganz besonders anschaulich, wenn wir die Beziehungen und Verhältnisse von geistigen Wesen und der geistigen Welt überhaupt, die immer um uns herum sind, zu uns, zu diesem unserem Leben ins Auge fassen. Sozusagen wird dem Menschen die Physiognomie des äußeren Lebens erst dann verständlich, wenn er hineinblicken kann in dasjenige, was aus der geistigen Welt heraus diese Physiognomie des Daseins bewirkt. So, wie wir einen Menschen seiner Physiognomie nach erst ganz anfangen zu verstehen, wenn wir seine Seele kennen, wie wir dann seinen Blick zu deuten wissen, seine Mienen zu erklären wissen, so wird uns auch die äußere Welt in ihren großen und kleinen Erscheinungen begreiflich, wenn wir die geistigen Untergründe kennenlernen. Wir können uns ja da schon sehr viel verständlich machen, wenn wir mit dem durch die Geisteswissenschaft geschärften Blick das Leben auf Schritt und Tritt verfolgen und betrachten.

[ 2 ] Wenn ich in der Einleitung von einem Apercu, das sich mir aufgedrängt hat in der letzten Zeit, ausgehen darf, so soll das nur dazu dienen, uns in die Stimmung der heutigen Betrachtung hineinzufinden.

[ 2 ] Wenn ich in der Einleitung von einem Apercu, das sich mir aufgedrängt hat in der letzten Zeit, ausgehen darf, so soll das nur dazu dienen, uns in die Stimmung der heutigen Betrachtung hineinzufinden.

[ 3 ] Öfter habe ich Sie aufmerksam gemacht darauf, wie eigenartig im Weltenschicksal, im geschichtlichen Karma, die Dinge sich verkettet haben in der europäischen Kultur. Ich habe Sie darauf hingewiesen, wie in der nordischen Mysterienwelt, in der Mysterienwelt der Druiden, der Trotten, geherrscht hat beim Unterricht ein gewisser tragischer Zug. Man hat die Schüler in der alten vorchristlichen Mysterienwelt eingeführt in hohe geistige Weisheiten, hohe geistige Wissenschaft, aber man hat sie immer auch auf etwas hingewiesen: man hat sie hingewiesen darauf, daß die Anschauung der geistigen Welt, die man übermitteln konnte, namentlich im nördlichen und nordwestlichen Europa, eine besondere Beleuchtung erfahren wird durch ein Ereignis der Zukunft. Man hat prophetisch hingewiesen auf das spätere Erscheinen des Christus. Und die ganze europäische Kultur wird uns dann verständlich, wenn wir die merkwürdigen Fäden verfolgen, wie sich das Christentum hineinschlingt in dasjenige, was geblieben war von den alten nordischen Anschauungen über die Geisterwelt, wie sich das Christentum in sie hineingezogen hat. Und manchmal erscheinen einem wirklich kleine, äußere Tatsachen wie Symptome - es sind mehr als Symptome: wirkliche Zeugnisse — für das, was im Inneren geschieht; und demjenigen, der die feinen Fäden verfolgt, dem entziffert sich dadurch die Physiognomie der äußeren Ereignisse.

[ 3 ] Öfter habe ich Sie aufmerksam gemacht darauf, wie eigenartig im Weltenschicksal, im geschichtlichen Karma, die Dinge sich verkettet haben in der europäischen Kultur. Ich habe Sie darauf hingewiesen, wie in der nordischen Mysterienwelt, in der Mysterienwelt der Druiden, der Trotten, geherrscht hat beim Unterricht ein gewisser tragischer Zug. Man hat die Schüler in der alten vorchristlichen Mysterienwelt eingeführt in hohe geistige Weisheiten, hohe geistige Wissenschaft, aber man hat sie immer auch auf etwas hingewiesen: man hat sie hingewiesen darauf, daß die Anschauung der geistigen Welt, die man übermitteln konnte, namentlich im nördlichen und nordwestlichen Europa, eine besondere Beleuchtung erfahren wird durch ein Ereignis der Zukunft. Man hat prophetisch hingewiesen auf das spätere Erscheinen des Christus. Und die ganze europäische Kultur wird uns dann verständlich, wenn wir die merkwürdigen Fäden verfolgen, wie sich das Christentum hineinschlingt in dasjenige, was geblieben war von den alten nordischen Anschauungen über die Geisterwelt, wie sich das Christentum in sie hineingezogen hat. Und manchmal erscheinen einem wirklich kleine, äußere Tatsachen wie Symptome - es sind mehr als Symptome: wirkliche Zeugnisse — für das, was im Inneren geschieht; und demjenigen, der die feinen Fäden verfolgt, dem entziffert sich dadurch die Physiognomie der äußeren Ereignisse.

[ 4 ] So war es mir wirklich auf einer meiner letzten Vortragsreisen sehr lebendig vor die Seele getreten, wie in den Gebieten des Nordens, in Schweden und Norwegen, für eine geistige Anschauung in alles, was es da zur linken und rechten Seite der Eisenbahn gibt, die Nachwirkungen der alten nordischen Geisterwelt hereinspielen, wie sie in allem Einzelnen noch wahrzunehmen sind. Und dann fühlt man so etwas ganz besonders, wenn in diese Nachklänge der alten nordischen Götterwelt so etwas mittenhinein sich stellt, was auf merkwürdige karmische Zusammenhänge in der Geschichte hindeutet. Mitten sozusagen in diesen Nachklängen der alten nordischen Geisterwelt bietet sich einem ein eindrucksvolles Bild. Wenn man nach Uppsala kommt und sozusagen mittendrinnen in den Dingen ist, die mehr Erinnerung an die alte nordische Mysterienwelt sind, begegnet einem mittendrinnen die erste germanische Bibelübersetzung des Ulfilas, dieses wunderbare Dokument vom Hereindringen des Christentums in die europäische Welt. Auch wenn wir nicht auf besondere spirituelle Zusammenhänge eingehen, werden wir etwas fühlen von karmischen Zusammenhängen, wenn wir daran denken, daß dieses Dokument zuerst in Prag war, dann im schwedischen Kriege erbeutet worden und damals durch merkwürdige Zusammenhänge an diese Stelle gebracht worden ist. Wie ein lebendiges Denkmal vom Hineindringen des Christentums in die alte nordische Geisteswelt mutet uns diese erste Bibelübersetzung ins Germanische an.

[ 4 ] So war es mir wirklich auf einer meiner letzten Vortragsreisen sehr lebendig vor die Seele getreten, wie in den Gebieten des Nordens, in Schweden und Norwegen, für eine geistige Anschauung in alles, was es da zur linken und rechten Seite der Eisenbahn gibt, die Nachwirkungen der alten nordischen Geisterwelt hereinspielen, wie sie in allem Einzelnen noch wahrzunehmen sind. Und dann fühlt man so etwas ganz besonders, wenn in diese Nachklänge der alten nordischen Götterwelt so etwas mittenhinein sich stellt, was auf merkwürdige karmische Zusammenhänge in der Geschichte hindeutet. Mitten sozusagen in diesen Nachklängen der alten nordischen Geisterwelt bietet sich einem ein eindrucksvolles Bild. Wenn man nach Uppsala kommt und sozusagen mittendrinnen in den Dingen ist, die mehr Erinnerung an die alte nordische Mysterienwelt sind, begegnet einem mittendrinnen die erste germanische Bibelübersetzung des Ulfilas, dieses wunderbare Dokument vom Hereindringen des Christentums in die europäische Welt. Auch wenn wir nicht auf besondere spirituelle Zusammenhänge eingehen, werden wir etwas fühlen von karmischen Zusammenhängen, wenn wir daran denken, daß dieses Dokument zuerst in Prag war, dann im schwedischen Kriege erbeutet worden und damals durch merkwürdige Zusammenhänge an diese Stelle gebracht worden ist. Wie ein lebendiges Denkmal vom Hineindringen des Christentums in die alte nordische Geisteswelt mutet uns diese erste Bibelübersetzung ins Germanische an.

[ 5 ] So wird alles lebendig, alles von innen heraus erklärlich, wenn man die Dinge, die einem entgegentreten, wirklich auch als äußeren Ausdruck innerer geistiger Tatsachen ansieht. Und so wollen wir denn heute mancherlei von demjenigen uns vor die Seele führen, was uns äußere Ereignisse und äußere Tatsachen zeigt als Folge, als physiognomischen Ausdruck von inneren geistigen Wesenheiten und Geschehnissen, von Tatsachen solcher geistiger Wesen und Geschehnisse.

[ 5 ] So wird alles lebendig, alles von innen heraus erklärlich, wenn man die Dinge, die einem entgegentreten, wirklich auch als äußeren Ausdruck innerer geistiger Tatsachen ansieht. Und so wollen wir denn heute mancherlei von demjenigen uns vor die Seele führen, was uns äußere Ereignisse und äußere Tatsachen zeigt als Folge, als physiognomischen Ausdruck von inneren geistigen Wesenheiten und Geschehnissen, von Tatsachen solcher geistiger Wesen und Geschehnisse.

[ 6 ] Wenn wir des Menschen Leben überblicken, so wird uns zunächst in der heutigen materiell denkenden Zeit auffallen können, daß man eigentlich nur diejenigen Zusammenhänge studiert und beachtet, welche wirklich äußerlich im Groben sichtbar sind. Man nennt irgend etwas schädlich, wenn man mit Augen den Schaden sehen kann, den es anrichtet, nützlich, wenn man mit Augen im groben Sinn den Nutzen erblicken kann. Daß zwischen den sinnlichen Ereignissen des Lebens, sozusagen zwischen unseren sinnlichen Leibern geistige Tatsachen sich abspielen, solche geistige Tatsachen, die zusammenhängen mit dem Menschenleben, wird uns insbesondere zu einer klaren Anschauung kommen, wenn wir zunächst im ersten Teil Rücksicht nehmen auf gewisse Taten von Wesenheiten, die in unsere Welt mit ihren Wirkungen hereinspielen, die der Mensch natürlich mit seinen physischen Sinnen nicht wahrnimmt, die aber tiefe Bedeutsamkeit haben für das ganze menschliche Leben.

[ 6 ] Wenn wir des Menschen Leben überblicken, so wird uns zunächst in der heutigen materiell denkenden Zeit auffallen können, daß man eigentlich nur diejenigen Zusammenhänge studiert und beachtet, welche wirklich äußerlich im Groben sichtbar sind. Man nennt irgend etwas schädlich, wenn man mit Augen den Schaden sehen kann, den es anrichtet, nützlich, wenn man mit Augen im groben Sinn den Nutzen erblicken kann. Daß zwischen den sinnlichen Ereignissen des Lebens, sozusagen zwischen unseren sinnlichen Leibern geistige Tatsachen sich abspielen, solche geistige Tatsachen, die zusammenhängen mit dem Menschenleben, wird uns insbesondere zu einer klaren Anschauung kommen, wenn wir zunächst im ersten Teil Rücksicht nehmen auf gewisse Taten von Wesenheiten, die in unsere Welt mit ihren Wirkungen hereinspielen, die der Mensch natürlich mit seinen physischen Sinnen nicht wahrnimmt, die aber tiefe Bedeutsamkeit haben für das ganze menschliche Leben.

[ 7 ] Nur eine gewisse Sorte von solchen Wesen können wir, da es viele gibt, betrachten. Der Raum um uns herum ist nicht nur mit Luft ausgefüllt, sondern mit geistigen Wesenheiten der verschiedensten Art. Es gibt da solche, die wir Elementarwesen nennen. Sie sind dadurch zu charakterisieren, daß sie in ihrer Mehrzahl dasjeniige nicht haben, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht, nämlich moralisches Verantwortungsgefühl. Das können sie nicht haben; sie sind so organisiert, daß man sie zur Verantwortung im moralischen Sinn nicht ziehen kann. Sie dürfen nicht glauben, daß diese Wesenheiten, die durch unsere Leiber ein- und ausziehen — wenigstens eine gewisse Sorte von ihnen -, nicht Verstand, Intelligenz hätten. Manche von ihnen sind sehr schlaue Wesenheiten, Wesenheiten, die in bezug auf Klugheit und Verstand dem Menschen gar nicht besonders nachstehen. Wir wollen zuerst auf jene Wesen unseren Blick werfen, welche sich in den höheren Welten finden, aber zum Menschen selbst ein gewisses Verhältnis haben, das im Leben seine Wirkungen hat. Das wollen wir betrachten.

[ 7 ] Nur eine gewisse Sorte von solchen Wesen können wir, da es viele gibt, betrachten. Der Raum um uns herum ist nicht nur mit Luft ausgefüllt, sondern mit geistigen Wesenheiten der verschiedensten Art. Es gibt da solche, die wir Elementarwesen nennen. Sie sind dadurch zu charakterisieren, daß sie in ihrer Mehrzahl dasjeniige nicht haben, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht, nämlich moralisches Verantwortungsgefühl. Das können sie nicht haben; sie sind so organisiert, daß man sie zur Verantwortung im moralischen Sinn nicht ziehen kann. Sie dürfen nicht glauben, daß diese Wesenheiten, die durch unsere Leiber ein- und ausziehen — wenigstens eine gewisse Sorte von ihnen -, nicht Verstand, Intelligenz hätten. Manche von ihnen sind sehr schlaue Wesenheiten, Wesenheiten, die in bezug auf Klugheit und Verstand dem Menschen gar nicht besonders nachstehen. Wir wollen zuerst auf jene Wesen unseren Blick werfen, welche sich in den höheren Welten finden, aber zum Menschen selbst ein gewisses Verhältnis haben, das im Leben seine Wirkungen hat. Das wollen wir betrachten.

[ 8 ] Dabei gehen wir aus davon, daß der Mensch eigentlich in zwei Zuständen lebt. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden wechselt der normale Mensch von heute zwischen dem wachen Tageszustand und dem Schlafzustande, und wir wissen aus den früheren Betrachtungen, daß der Mensch während des Tages in regelmäßiger Weise zusammengefügt ist aus vier Gliedern: dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem astralischen Leib und dem Ich, daß in der Nacht, wenn der Mensch einschläft, der physische und der ätherische Leib im Bette liegen bleiben und der astralische Leib mit dem Ich herauszieht. Nun haben wir auch gehört, daß diese vier Glieder des menschlichen Leibes ihren Ausdruck im physischen Leib finden. Wir wissen, daß das Ich seinen Ausdruck findet im Blute. Das Blut in seinen Bewegungen ist nichts anderes als die materielle Offenbarung des Ich. Ebenso ist das Nervensystem die materielle Offenbarung des astralischen Leibes, die Drüsen sind es vom Ätherleibe und der physische Leib hat sozusagen seine eigene Offenbarung. Wenn Sie das festhalten, so werden Sie begreifen können, daß dieses menschliche Nervensystem im physischen Leib doch so gestaltet ist, daß es nur bestehen kann, wenn es vom astralischen Leib durchdrungen ist; denn es ist von ihm organisiert, hängt von ihm ab, dieser Astralleib ist sein Schöpfer und Erhalter. Es kann nur leben unter der Einwirkung des astralischen Leibes. Ebenso hängt das Blut mit dem Ich zusammen. Denken Sie, was da geschieht, wenn Sie jede Nacht schnöde verlassen Ihren physischen Leib! Sie lassen Ihr Nervensystem im physischen Leib zurück und nehmen den astralischen Leib, der sein Nährvater ist, heraus. Sie überlassen dasjenige, was dieser Astralleib zu versorgen hat, sich selbst. Ebenso tritt Ihr Ich heraus und überläßt das Blut sich selbst. Das tut der Mensch jede Nacht. Er überläßt seinen physischen Leib, beziehungsweise das Nerven- und das Blutsystem, sich selbst. Die könnten aber nicht bestehen, wenn es bloß auf sie ankäme. Sie müssen nämlich, wie sie sind, in der menschlichen Gestalt von einem Astralleib durchzogen sein, ebenso das Blut von etwas, was dem Ich gleichkommt.

[ 8 ] Dabei gehen wir aus davon, daß der Mensch eigentlich in zwei Zuständen lebt. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden wechselt der normale Mensch von heute zwischen dem wachen Tageszustand und dem Schlafzustande, und wir wissen aus den früheren Betrachtungen, daß der Mensch während des Tages in regelmäßiger Weise zusammengefügt ist aus vier Gliedern: dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem astralischen Leib und dem Ich, daß in der Nacht, wenn der Mensch einschläft, der physische und der ätherische Leib im Bette liegen bleiben und der astralische Leib mit dem Ich herauszieht. Nun haben wir auch gehört, daß diese vier Glieder des menschlichen Leibes ihren Ausdruck im physischen Leib finden. Wir wissen, daß das Ich seinen Ausdruck findet im Blute. Das Blut in seinen Bewegungen ist nichts anderes als die materielle Offenbarung des Ich. Ebenso ist das Nervensystem die materielle Offenbarung des astralischen Leibes, die Drüsen sind es vom Ätherleibe und der physische Leib hat sozusagen seine eigene Offenbarung. Wenn Sie das festhalten, so werden Sie begreifen können, daß dieses menschliche Nervensystem im physischen Leib doch so gestaltet ist, daß es nur bestehen kann, wenn es vom astralischen Leib durchdrungen ist; denn es ist von ihm organisiert, hängt von ihm ab, dieser Astralleib ist sein Schöpfer und Erhalter. Es kann nur leben unter der Einwirkung des astralischen Leibes. Ebenso hängt das Blut mit dem Ich zusammen. Denken Sie, was da geschieht, wenn Sie jede Nacht schnöde verlassen Ihren physischen Leib! Sie lassen Ihr Nervensystem im physischen Leib zurück und nehmen den astralischen Leib, der sein Nährvater ist, heraus. Sie überlassen dasjenige, was dieser Astralleib zu versorgen hat, sich selbst. Ebenso tritt Ihr Ich heraus und überläßt das Blut sich selbst. Das tut der Mensch jede Nacht. Er überläßt seinen physischen Leib, beziehungsweise das Nerven- und das Blutsystem, sich selbst. Die könnten aber nicht bestehen, wenn es bloß auf sie ankäme. Sie müssen nämlich, wie sie sind, in der menschlichen Gestalt von einem Astralleib durchzogen sein, ebenso das Blut von etwas, was dem Ich gleichkommt.

[ 9 ] Was Sie nun selbst nicht tun — Ihr Nervensystem versorgen -, das müssen andere Wesenheiten tun. Daher sehen Sie, wie in demselben Augenblick, wo astralischer Leib und Ich herausziehen aus dem physischen und Ätherleib, da hineinrücken höhere Wesenheiten aus höheren Reichen; sie senken ihre Astralität in das Nervensystem hinein und versorgen Nerven und Blut. Jede Nacht nimmt Besitz vom physischen Leib dasjenige, was aus höheren Welten herunterrückt, wenn der Mensch schnöde seinen Leib verläßt. So daß wir sagen können: Astralische Substantalitäten, die den physischen und den Ätherleib schaffen, an seiner Schöpfung beteiligt sind, die nehmen sich derer wieder an, wenn der Mensch sie verläßt. Dabei finden sie sie anders, als sie sie ursprünglich dem Menschen geliefert haben. Der Mensch war darin mit seinem Astralleib und Ich und hat darin gewirtschaftet; und da finden die geistigen Wesenheiten aus höheren Weltenregionen drinnen Wirkungen vor, die ihnen gar nicht in ihrer höheren Geistigkeit entsprechen, die die Nachwirkungen dessen sind, was der Mensch den Tag über von seiner Astralität und seinem Ich aus in seinem physischen Leib anrichtet. Nun weiß ja eine materialistische Betrachtungsweise vom Groben nur; aber wenn man auf die geheimnisvollen Tatsachen der geistigen Welt eingeht, da findet man, daß noch ganz andere Wir kungen bis in den physischen Leib hinein da sind. Man kann keinen Gedanken haben, keine Empfindung und kein Gefühl haben, ohne daß diese ihre Wirkungen bis in den physischen Leib hinein äußern. Wenn auch der Anatom das nicht nachweisen kann, jede Empfindung, jede Gefühlsform bewirkt eine gewisse Veränderung der Struktur des physischen Leibes, und die finden dann jene Wesenheiten vor, die sich hineinsenken in den Menschen.

[ 9 ] Was Sie nun selbst nicht tun — Ihr Nervensystem versorgen -, das müssen andere Wesenheiten tun. Daher sehen Sie, wie in demselben Augenblick, wo astralischer Leib und Ich herausziehen aus dem physischen und Ätherleib, da hineinrücken höhere Wesenheiten aus höheren Reichen; sie senken ihre Astralität in das Nervensystem hinein und versorgen Nerven und Blut. Jede Nacht nimmt Besitz vom physischen Leib dasjenige, was aus höheren Welten herunterrückt, wenn der Mensch schnöde seinen Leib verläßt. So daß wir sagen können: Astralische Substantalitäten, die den physischen und den Ätherleib schaffen, an seiner Schöpfung beteiligt sind, die nehmen sich derer wieder an, wenn der Mensch sie verläßt. Dabei finden sie sie anders, als sie sie ursprünglich dem Menschen geliefert haben. Der Mensch war darin mit seinem Astralleib und Ich und hat darin gewirtschaftet; und da finden die geistigen Wesenheiten aus höheren Weltenregionen drinnen Wirkungen vor, die ihnen gar nicht in ihrer höheren Geistigkeit entsprechen, die die Nachwirkungen dessen sind, was der Mensch den Tag über von seiner Astralität und seinem Ich aus in seinem physischen Leib anrichtet. Nun weiß ja eine materialistische Betrachtungsweise vom Groben nur; aber wenn man auf die geheimnisvollen Tatsachen der geistigen Welt eingeht, da findet man, daß noch ganz andere Wir kungen bis in den physischen Leib hinein da sind. Man kann keinen Gedanken haben, keine Empfindung und kein Gefühl haben, ohne daß diese ihre Wirkungen bis in den physischen Leib hinein äußern. Wenn auch der Anatom das nicht nachweisen kann, jede Empfindung, jede Gefühlsform bewirkt eine gewisse Veränderung der Struktur des physischen Leibes, und die finden dann jene Wesenheiten vor, die sich hineinsenken in den Menschen.

[ 10 ] Von besonderer Bedeutung sind jene Wirkungen, die ausgeübt werden auf unseren physischen Leib durch alles dasjenige, was der Mensch in seiner Seele hat an Lüge, Verleumdung, Heuchelei. Der materialistische Sinn glaubt, daß Lüge, Verleumdung, Heuchelei etwas sind, was nur so schädlich wirkt, wie man es äußerlich beobachten kann. Das ist nicht so, sondern ganz feine, allerdings für einen mikroskopischen Apparat nicht wahrnehmbare Wirkungen gehen bis auf den physischen Leib. Geht dann die Seele im Schlaf heraus, so bleiben die Wirkungen im physischen Leib drinnen, und die werden von den Wesenheiten vorgefunden. Und dabei kommen nicht nur in Betracht diejenigen Seelenerlebnisse, die man im Grobsinnlichen als Lüge, Verleumdung, Heuchelei bezeichnet, sondern auch die feinen, konventionellen Lügen, zum Beispiel die, welche die Gesellschaftsordnung heute nötig macht. Lügen aus Höflichkeit oder Sitte und die ganze Skala, die angeführt werden kann von Unaufrichtigkeit und Heuchelei und kleinen Verleumdungen selbst nur in Gedanken -, all das drückt sich aus in den Wirkungen auf den physischen Leib, und das wird vorgefunden von diesen herabrückenden Wesenheiten. Und dadurch, daß das drinnen ist in der Nacht im physischen Leibe, wird etwas besonderes bewirkt. Dadurch werden immer Stücke abgerissen von der Substanz dieser in den Leib sich hineinsenkenden Wesenheiten. Abschnüren müssen sich dadurch gewisse Teile der höheren Wesenheiten. Die Folge von Lüge und Heuchelei und Verleumdung am Tag ist die Abschnürung gewisser Wesenheiten in der Nacht, die dadurch eine gewisse Verwandtschaft haben zum physischen Menschenleib. Diese Wesenheiten gewinnen dadurch ein selbständiges Dasein in der uns umgebenden geistigen Welt; es sind Wesenheiten, die wir rechnen zur Klasse der Phantome. Phantome sind solche geistige Wesenheiten, die also in ihrem Äußeren physiognomische Ausdrücke sind, in einer gewissen Weise Nachbildungen der menschlichen Leibesglieder und Gestalt. Sie sind von so dünner Materialität, daß das physische Auge sie nicht sehen kann, sie sind aber sozusagen von physischer Form. Da sieht der Hellseher durch die Luft schwirren Stücke von menschlichen Köpfen, menschlichen Händen, ganze Gestalten, ja das Innere von menschlichen Leibern sieht er herumschwirren, den Magen, das Herz, er sieht all die Phantome, die auf diese Weise sich losgeschnürt haben, daß der Mensch dasjenige seinem physischen Leib übergeben hat, was die Folge ist von Lüge, Heuchelei und Verleumdung.

[ 10 ] Von besonderer Bedeutung sind jene Wirkungen, die ausgeübt werden auf unseren physischen Leib durch alles dasjenige, was der Mensch in seiner Seele hat an Lüge, Verleumdung, Heuchelei. Der materialistische Sinn glaubt, daß Lüge, Verleumdung, Heuchelei etwas sind, was nur so schädlich wirkt, wie man es äußerlich beobachten kann. Das ist nicht so, sondern ganz feine, allerdings für einen mikroskopischen Apparat nicht wahrnehmbare Wirkungen gehen bis auf den physischen Leib. Geht dann die Seele im Schlaf heraus, so bleiben die Wirkungen im physischen Leib drinnen, und die werden von den Wesenheiten vorgefunden. Und dabei kommen nicht nur in Betracht diejenigen Seelenerlebnisse, die man im Grobsinnlichen als Lüge, Verleumdung, Heuchelei bezeichnet, sondern auch die feinen, konventionellen Lügen, zum Beispiel die, welche die Gesellschaftsordnung heute nötig macht. Lügen aus Höflichkeit oder Sitte und die ganze Skala, die angeführt werden kann von Unaufrichtigkeit und Heuchelei und kleinen Verleumdungen selbst nur in Gedanken -, all das drückt sich aus in den Wirkungen auf den physischen Leib, und das wird vorgefunden von diesen herabrückenden Wesenheiten. Und dadurch, daß das drinnen ist in der Nacht im physischen Leibe, wird etwas besonderes bewirkt. Dadurch werden immer Stücke abgerissen von der Substanz dieser in den Leib sich hineinsenkenden Wesenheiten. Abschnüren müssen sich dadurch gewisse Teile der höheren Wesenheiten. Die Folge von Lüge und Heuchelei und Verleumdung am Tag ist die Abschnürung gewisser Wesenheiten in der Nacht, die dadurch eine gewisse Verwandtschaft haben zum physischen Menschenleib. Diese Wesenheiten gewinnen dadurch ein selbständiges Dasein in der uns umgebenden geistigen Welt; es sind Wesenheiten, die wir rechnen zur Klasse der Phantome. Phantome sind solche geistige Wesenheiten, die also in ihrem Äußeren physiognomische Ausdrücke sind, in einer gewissen Weise Nachbildungen der menschlichen Leibesglieder und Gestalt. Sie sind von so dünner Materialität, daß das physische Auge sie nicht sehen kann, sie sind aber sozusagen von physischer Form. Da sieht der Hellseher durch die Luft schwirren Stücke von menschlichen Köpfen, menschlichen Händen, ganze Gestalten, ja das Innere von menschlichen Leibern sieht er herumschwirren, den Magen, das Herz, er sieht all die Phantome, die auf diese Weise sich losgeschnürt haben, daß der Mensch dasjenige seinem physischen Leib übergeben hat, was die Folge ist von Lüge, Heuchelei und Verleumdung.

[ 11 ] Solche Phantome, die fortwährend unseren geistigen Raum durchschwirren, werden Ihnen ein Beweis sein dafür, daß das Menschenleben selbst die Ursache ist von Wesenheiten, die nun keineswegs in besonders günstiger Weise auf den Menschen einwirken; denn sie haben in gewisser Beziehung intelligente Eigenschaften und keine moralische Verantwortlichkeit. Sie fristen ihr Dasein damit, daß sie den Menschen in ihrem Leben Hindernisse in den Weg legen, viel mehr Hindernisse als dasjenige ist, was man Bakterien nennt. Es findet sogar noch etwas anderes statt. In solchen Wesen sind wichtige Krankheitserreger zu suchen; denn wenn diese Phantome geschaffen sind durch den Menschen, dann finden sie in Bazillen und Bakterien eine sehr gute Gelegenheit zu ihrem Dasein, sie finden sozusagen Nahrung darinnen. Sie würden mehr oder weniger in ihrer geistigen Wesenheit vertrocknen, wenn diese Nahrung nicht da wäre. Aber diese Bakterien werden von ihnen in gewisser Weise wiederum geschaffen. Dadurch, daß sie da sind, sind diese Wesenheiten der physischen Welt etwas, das zu etwas dienen kann. Es ist somit dasjenige, was in einer gewissen Weise gebraucht wird, durch geheimnisvolle Ursachen auch da.

[ 11 ] Solche Phantome, die fortwährend unseren geistigen Raum durchschwirren, werden Ihnen ein Beweis sein dafür, daß das Menschenleben selbst die Ursache ist von Wesenheiten, die nun keineswegs in besonders günstiger Weise auf den Menschen einwirken; denn sie haben in gewisser Beziehung intelligente Eigenschaften und keine moralische Verantwortlichkeit. Sie fristen ihr Dasein damit, daß sie den Menschen in ihrem Leben Hindernisse in den Weg legen, viel mehr Hindernisse als dasjenige ist, was man Bakterien nennt. Es findet sogar noch etwas anderes statt. In solchen Wesen sind wichtige Krankheitserreger zu suchen; denn wenn diese Phantome geschaffen sind durch den Menschen, dann finden sie in Bazillen und Bakterien eine sehr gute Gelegenheit zu ihrem Dasein, sie finden sozusagen Nahrung darinnen. Sie würden mehr oder weniger in ihrer geistigen Wesenheit vertrocknen, wenn diese Nahrung nicht da wäre. Aber diese Bakterien werden von ihnen in gewisser Weise wiederum geschaffen. Dadurch, daß sie da sind, sind diese Wesenheiten der physischen Welt etwas, das zu etwas dienen kann. Es ist somit dasjenige, was in einer gewissen Weise gebraucht wird, durch geheimnisvolle Ursachen auch da.

[ 12 ] Es schafft also der Mensch sozusagen durch Lüge, Verleumdung, Heuchelei ein Heer von geistigen Wesenheiten der Klasse der Phantome.

[ 12 ] Es schafft also der Mensch sozusagen durch Lüge, Verleumdung, Heuchelei ein Heer von geistigen Wesenheiten der Klasse der Phantome.

[ 13 ] Auch mit dem Ätherleib ist es ähnlich, den der Mensch in der Nacht verläßt. Den hat er für sein Leben auch so eingerichtet, daß dieser Ätherleib als menschlicher Ätherleib nur bestehen kann, wenn er durchzogen ist von höheren Wesenheiten; wenn die eigene Astralität draußen ist, so tauchen jene Wesenheiten auch in den Ätherleib hinein. Das muß man festhalten! Dann aber wird es uns begreiflich erscheinen, daß durch gewisse Vorgänge unseres Seelenlebens Wirkungen erzielt werden im Ätherleib, die in der Nacht bleiben und Veranlassung geben, nach dem Muster des Ätherleibes, Wesen abzuschnüren von demjenigen, was sich hereinsenkt. Die Seelenvorgänge, die zu solchen Wesenheiten führen, sind Vorgänge, die bewirkt werden im menschlichen Zusammenleben durch dasjenige, was wir nennen können: schlechte Gesetze, verkehrte Maßregeln. Allerlei von dem, was durch gesetzmäßige Wirkungen Verkehrtes im Verkehr von Mensch zu Mensch die Seele erlebt, das wirkt auf die Seele so, daß in der Nacht im Ätherleib die Nachwirkung bleibt, die abschnürt diejenigen Wesenheiten, die wir Gespenster nennen. Das ist die zweite Art der Wesenheiten, die zu der Sorte gehört, die der Mensch schafft.

[ 13 ] Auch mit dem Ätherleib ist es ähnlich, den der Mensch in der Nacht verläßt. Den hat er für sein Leben auch so eingerichtet, daß dieser Ätherleib als menschlicher Ätherleib nur bestehen kann, wenn er durchzogen ist von höheren Wesenheiten; wenn die eigene Astralität draußen ist, so tauchen jene Wesenheiten auch in den Ätherleib hinein. Das muß man festhalten! Dann aber wird es uns begreiflich erscheinen, daß durch gewisse Vorgänge unseres Seelenlebens Wirkungen erzielt werden im Ätherleib, die in der Nacht bleiben und Veranlassung geben, nach dem Muster des Ätherleibes, Wesen abzuschnüren von demjenigen, was sich hereinsenkt. Die Seelenvorgänge, die zu solchen Wesenheiten führen, sind Vorgänge, die bewirkt werden im menschlichen Zusammenleben durch dasjenige, was wir nennen können: schlechte Gesetze, verkehrte Maßregeln. Allerlei von dem, was durch gesetzmäßige Wirkungen Verkehrtes im Verkehr von Mensch zu Mensch die Seele erlebt, das wirkt auf die Seele so, daß in der Nacht im Ätherleib die Nachwirkung bleibt, die abschnürt diejenigen Wesenheiten, die wir Gespenster nennen. Das ist die zweite Art der Wesenheiten, die zu der Sorte gehört, die der Mensch schafft.

[ 14 ] Dann müssen wir bedenken, daß die Sache auch umgekehrt ist. Dasjenige, was herausgerückt ist in der Nacht, der astralische Leib, ist so organisiert, daß er darauf angewiesen ist, in dem Nervensystem drinnenzustecken; wenn er außerhalb ist, dann ist er nicht an seinem richtigen Ort. Dann muß auch er von höheren Welten aus versorgt werden, müssen sich mit ihm höhere, behütende Geister vereinigen. Und auch von diesen kann wiederum durch des Menschen Seelentätigkeit etwas abgeschnürt werden, durch eigentümliche Seelenvorgänge, dadurch, daß auf des Menschen Wesenheit dasjenige wirkt, was wir bezeichnen können etwa mit «einen falschen Ratschlag geben», falschen Ratschlag dem anderen aufzwingen, Vorurteile fassen, die nicht genügend begründet sind, den Menschen überreden, so daß man seine Seele so behandelt, daß man ihm nicht die Zustimmung überläßt, sondern ihn sozusagen zwangsmäßig zu einer Überzeugung treibt, der man selbst fanatisch zugetan ist.

[ 14 ] Dann müssen wir bedenken, daß die Sache auch umgekehrt ist. Dasjenige, was herausgerückt ist in der Nacht, der astralische Leib, ist so organisiert, daß er darauf angewiesen ist, in dem Nervensystem drinnenzustecken; wenn er außerhalb ist, dann ist er nicht an seinem richtigen Ort. Dann muß auch er von höheren Welten aus versorgt werden, müssen sich mit ihm höhere, behütende Geister vereinigen. Und auch von diesen kann wiederum durch des Menschen Seelentätigkeit etwas abgeschnürt werden, durch eigentümliche Seelenvorgänge, dadurch, daß auf des Menschen Wesenheit dasjenige wirkt, was wir bezeichnen können etwa mit «einen falschen Ratschlag geben», falschen Ratschlag dem anderen aufzwingen, Vorurteile fassen, die nicht genügend begründet sind, den Menschen überreden, so daß man seine Seele so behandelt, daß man ihm nicht die Zustimmung überläßt, sondern ihn sozusagen zwangsmäßig zu einer Überzeugung treibt, der man selbst fanatisch zugetan ist.

[ 15 ] Wenn so von Mensch zu Mensch gewirkt wird, dann bleibt in der Nacht im astralischen Leib eine Wirkung zurück, die von höheren Wesen abschnürt gewisse Wesenheiten, die wir zählen zu der Klasse der Dämonen. Sie werden erzeugt in der geschilderten Weise dadurch, daß die Menschen nicht einander gegenüberstehen mit der Gesinnung, die sich ausdrücken läßt mit den Worten: Ich will dem anderen sagen, was ich meine - ob er zustimmt, das ist seine Sache! - Hunderterlei Dämonen werden erzeugt am Spieltisch, bei dem Zusammensein, das man in deutschen Landen bezeichnet als Herrenabende, bei Kaffeeklatsch, wo tatsächlich die Gesinnung sehr selten herrscht, die aus innerer Toleranz kommt, wo jene Gesinnung herrscht, bei der sich der Einzelne sagt: Willst du nicht meiner Meinung sein, so bist du ein Dummkopf. - Dieses Wirken von Seele zu Seele ist dämonenerzeugend im höchsten Grade. So entspringen förmlich aus dem menschlichen Leben geistige Wesenheiten; die beleben die geistige Welt. Und alle diese Wesenheiten, Phantome, Gespenster und Dämonen wirken wiederum zurück auf den Menschen. Wenn in unserer Umgebung auftritt epidemisch dieses oder jenes Vorurteil, diese oder jene törichte Mode, dann sind es die Dämonen, die von Menschen geschaffen worden sind und die alle die gerade Fortschrittslinie aufhalten. Immer ist der Mensch umsponnen und umschwirrt von den Wesen, die er geschaffen hat.

[ 15 ] Wenn so von Mensch zu Mensch gewirkt wird, dann bleibt in der Nacht im astralischen Leib eine Wirkung zurück, die von höheren Wesen abschnürt gewisse Wesenheiten, die wir zählen zu der Klasse der Dämonen. Sie werden erzeugt in der geschilderten Weise dadurch, daß die Menschen nicht einander gegenüberstehen mit der Gesinnung, die sich ausdrücken läßt mit den Worten: Ich will dem anderen sagen, was ich meine - ob er zustimmt, das ist seine Sache! - Hunderterlei Dämonen werden erzeugt am Spieltisch, bei dem Zusammensein, das man in deutschen Landen bezeichnet als Herrenabende, bei Kaffeeklatsch, wo tatsächlich die Gesinnung sehr selten herrscht, die aus innerer Toleranz kommt, wo jene Gesinnung herrscht, bei der sich der Einzelne sagt: Willst du nicht meiner Meinung sein, so bist du ein Dummkopf. - Dieses Wirken von Seele zu Seele ist dämonenerzeugend im höchsten Grade. So entspringen förmlich aus dem menschlichen Leben geistige Wesenheiten; die beleben die geistige Welt. Und alle diese Wesenheiten, Phantome, Gespenster und Dämonen wirken wiederum zurück auf den Menschen. Wenn in unserer Umgebung auftritt epidemisch dieses oder jenes Vorurteil, diese oder jene törichte Mode, dann sind es die Dämonen, die von Menschen geschaffen worden sind und die alle die gerade Fortschrittslinie aufhalten. Immer ist der Mensch umsponnen und umschwirrt von den Wesen, die er geschaffen hat.

[ 16 ] So sehen wir, wie der Mensch seinen eigenen Fortschritt aufhält dadurch, daß er in der geistigen Welt schöpferisch sein kann. Wir müssen uns dessen bewußt werden, daß alles, was wir denken, fühlen und empfinden, ebenso, und zwar im großen Zusammenhange bedeutungsvollere Wirkungen hat als dasjenige, was dadurch bewirkt wird, daß wir eine Kugel abschießen. Letzteres mag schlimm sein, wird aber nur für gefährlicher als jenes gehalten, weil es der Mensch mit groben Sinnen wahrnehmen kann, während er das andere nicht beobachtet.

[ 16 ] So sehen wir, wie der Mensch seinen eigenen Fortschritt aufhält dadurch, daß er in der geistigen Welt schöpferisch sein kann. Wir müssen uns dessen bewußt werden, daß alles, was wir denken, fühlen und empfinden, ebenso, und zwar im großen Zusammenhange bedeutungsvollere Wirkungen hat als dasjenige, was dadurch bewirkt wird, daß wir eine Kugel abschießen. Letzteres mag schlimm sein, wird aber nur für gefährlicher als jenes gehalten, weil es der Mensch mit groben Sinnen wahrnehmen kann, während er das andere nicht beobachtet.

[ 17 ] Das ist ein solcher Teil des geistigen Lebens, den der Mensch sozusagen selbst entfaltet. Ein anderer Teil, wie der Mensch mitwirkt in dem Zusammenspiel der geistigen Welt, mag sich uns aus gewissen menschlichen Kulturbetätigungen ergeben, die auch nicht bloß das sind, als was sie den äußeren Sinnen erscheinen. Um das zu verstehen, müssen Sie sich vergegenwärtigen, daß es noch andere Wesen gibt als die Menschen.

[ 17 ] Das ist ein solcher Teil des geistigen Lebens, den der Mensch sozusagen selbst entfaltet. Ein anderer Teil, wie der Mensch mitwirkt in dem Zusammenspiel der geistigen Welt, mag sich uns aus gewissen menschlichen Kulturbetätigungen ergeben, die auch nicht bloß das sind, als was sie den äußeren Sinnen erscheinen. Um das zu verstehen, müssen Sie sich vergegenwärtigen, daß es noch andere Wesen gibt als die Menschen.

[ 18 ] Der Mensch stellt sich so dar, daß wir sagen: Er hat den physischen Leib als unterstes Glied seiner Wesenheit. Nun gibt es Wesenheiten, die einen solch groben physischen Leib in ihrer gegenwärtigen Entwickelungsstufe nicht haben, sondern den Ätherleib als unterstes Glied ihrer Wesenheit aufweisen, die aber tatsächlich vorhanden sind. Solche Wesenheiten kann nun der Mensch, mehr als es ohne sein Zutun geschieht, in seine Kreise hereinbannen. In der Tat besteht ein Teil der Kulturentwickelung darin, daß ein Verkehr gesucht wird mit diesen Wesenheiten, die zum untersten Gliede den Ätherleib haben. Ein solcher Verkehr wird geschaffen dadurch, daß der Mensch in gewisser Weise physische Leiblichkeiten schafft, welche diese Wesenheiten benützen können, um sich förmlich an sie anzulegen, sich durch sie zu ergänzen; auf diese Weise werden Verbindungsbrücken geschaffen zu diesen Wesenheiten. Denken Sie sich, wir würden uns in diesem Blumenkorb, der hier auf dem Pulte steht, eine Leiblichkeit vorstellen, die so wäre, daß sie in ihren Formen entsprechen würde gewissen Formen des Ätherleibes der genannten höheren Wesenheiten, so würden diese die Neigung haben, sich da niederzulassen, den Blumenkorb zu umspielen, sich mit ihm zu verbinden. Wir würden sehen, wie dieser Korb Veranlassung gibt, daß da geistige Wesen sich niedersenken, die ihn liebevoll umklammern und sich wohl fühlen, in dieser Weise in die Gemeinschaft der Menschen heruntersteigen zu können. Wir brauchen nur die geeigneten Formen zu schaffen, dann schaffen wir solche Brücken zwischen uns und solchen Wesenheiten. Und immer haben das die Menschen getan in gewissen Zeiten durch dieses oder jenes. So haben die Menschen tatsächlich in der Zeit der griechischen Kultur in hohem Maße die Gabe gehabt, Verkehr mit den geistigen Wesenheiten, die sie ihre Götter genannt haben, zu schaffen. Denn diese griechischen Götter sind nicht Erdichtungen der Volksphantasie, sondern diese griechischen Götter sind wahre Wesenheiten, sind vorhanden und zu nehmen als solche Wesenheiten — dieser Zeus, diese Pallas Athene und so weiter —, die zum untersten Glied den Ätherleib haben.

[ 18 ] Der Mensch stellt sich so dar, daß wir sagen: Er hat den physischen Leib als unterstes Glied seiner Wesenheit. Nun gibt es Wesenheiten, die einen solch groben physischen Leib in ihrer gegenwärtigen Entwickelungsstufe nicht haben, sondern den Ätherleib als unterstes Glied ihrer Wesenheit aufweisen, die aber tatsächlich vorhanden sind. Solche Wesenheiten kann nun der Mensch, mehr als es ohne sein Zutun geschieht, in seine Kreise hereinbannen. In der Tat besteht ein Teil der Kulturentwickelung darin, daß ein Verkehr gesucht wird mit diesen Wesenheiten, die zum untersten Gliede den Ätherleib haben. Ein solcher Verkehr wird geschaffen dadurch, daß der Mensch in gewisser Weise physische Leiblichkeiten schafft, welche diese Wesenheiten benützen können, um sich förmlich an sie anzulegen, sich durch sie zu ergänzen; auf diese Weise werden Verbindungsbrücken geschaffen zu diesen Wesenheiten. Denken Sie sich, wir würden uns in diesem Blumenkorb, der hier auf dem Pulte steht, eine Leiblichkeit vorstellen, die so wäre, daß sie in ihren Formen entsprechen würde gewissen Formen des Ätherleibes der genannten höheren Wesenheiten, so würden diese die Neigung haben, sich da niederzulassen, den Blumenkorb zu umspielen, sich mit ihm zu verbinden. Wir würden sehen, wie dieser Korb Veranlassung gibt, daß da geistige Wesen sich niedersenken, die ihn liebevoll umklammern und sich wohl fühlen, in dieser Weise in die Gemeinschaft der Menschen heruntersteigen zu können. Wir brauchen nur die geeigneten Formen zu schaffen, dann schaffen wir solche Brücken zwischen uns und solchen Wesenheiten. Und immer haben das die Menschen getan in gewissen Zeiten durch dieses oder jenes. So haben die Menschen tatsächlich in der Zeit der griechischen Kultur in hohem Maße die Gabe gehabt, Verkehr mit den geistigen Wesenheiten, die sie ihre Götter genannt haben, zu schaffen. Denn diese griechischen Götter sind nicht Erdichtungen der Volksphantasie, sondern diese griechischen Götter sind wahre Wesenheiten, sind vorhanden und zu nehmen als solche Wesenheiten — dieser Zeus, diese Pallas Athene und so weiter —, die zum untersten Glied den Ätherleib haben.

[ 19 ] Und wie haben die Griechen diese Götter in ihren Kreis hereingebannt? — Dadurch, daß sie, diese Griechen, sich im hohen Maße angeeignet haben, was wir nennen können: architektonisches Raumgefühl. Der Mensch, der vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus den Raum studiert, weiß, daß dieser Raum nicht jene abstrakte Leere ist, von der unsere gewöhnlichen Mathematiker träumen, unsere Physiker und Mechaniker träumen, sondern etwas sehr Differenziertes. Er ist etwas, was in sich selber Linien hierhin und dorthin, Linien nach allen Richtungen, Kräftelinien von oben nach unten, von rechts nach links, von vorne nach hinten, gerade und rund, in allen Richtungen hat. Es sind Druckwirkungen im Raum geistiger Art, Zugwirkungen, kurz, man kann den Raum fühlen, ihn gefühlsmäßig durchdringen. Dabei habe ich schon öfter das Beispiel gebraucht, daß derjenige, der ein Raumgefühl hat, weiß, warum gewisse alte Maler so wunderbar naturgetreu drei Engel schwebend malen, so daß derjenige, der ein Raumgefühl hat, weiß, daß sich diese drei Engel gegenseitig halten wie drei Weltkörper im Raum durch ihre Anziehung. Wenn das dem unentwickelten Menschen erzählt wird, so kommt er zu dem Begriff: die müßten herunterfallen. Er kann nicht fassen, daß sie sich gegenseitig tragen und halten. Solche gegenseitig sich haltenden, dynamischen Maße sind es, deren sich die Alten bewußt wurden, die noch ein lebendiges Gefühl von jenem alten Hellsehertum hatten, das vorhanden war. Ganz anders ist es, wenn Sie solch einen Zusammenhang ansehen, wie Sie ihn zum Beispiel bei einem Böcklin-Bilde finden. Gegenüber der sonstigen Vortrefflichkeit desselben, gegen die gar nichts eingewendet werden soll, finden Sie da jene merkwürdige Engelsgestalt, von der Sie das Gefühl haben, wenn Sie sich das lebendige Raumgefühl bewahrt haben, daß sie jeden Augenblick herunterplumpsen muß.

[ 19 ] Und wie haben die Griechen diese Götter in ihren Kreis hereingebannt? — Dadurch, daß sie, diese Griechen, sich im hohen Maße angeeignet haben, was wir nennen können: architektonisches Raumgefühl. Der Mensch, der vom Standpunkt der Geisteswissenschaft aus den Raum studiert, weiß, daß dieser Raum nicht jene abstrakte Leere ist, von der unsere gewöhnlichen Mathematiker träumen, unsere Physiker und Mechaniker träumen, sondern etwas sehr Differenziertes. Er ist etwas, was in sich selber Linien hierhin und dorthin, Linien nach allen Richtungen, Kräftelinien von oben nach unten, von rechts nach links, von vorne nach hinten, gerade und rund, in allen Richtungen hat. Es sind Druckwirkungen im Raum geistiger Art, Zugwirkungen, kurz, man kann den Raum fühlen, ihn gefühlsmäßig durchdringen. Dabei habe ich schon öfter das Beispiel gebraucht, daß derjenige, der ein Raumgefühl hat, weiß, warum gewisse alte Maler so wunderbar naturgetreu drei Engel schwebend malen, so daß derjenige, der ein Raumgefühl hat, weiß, daß sich diese drei Engel gegenseitig halten wie drei Weltkörper im Raum durch ihre Anziehung. Wenn das dem unentwickelten Menschen erzählt wird, so kommt er zu dem Begriff: die müßten herunterfallen. Er kann nicht fassen, daß sie sich gegenseitig tragen und halten. Solche gegenseitig sich haltenden, dynamischen Maße sind es, deren sich die Alten bewußt wurden, die noch ein lebendiges Gefühl von jenem alten Hellsehertum hatten, das vorhanden war. Ganz anders ist es, wenn Sie solch einen Zusammenhang ansehen, wie Sie ihn zum Beispiel bei einem Böcklin-Bilde finden. Gegenüber der sonstigen Vortrefflichkeit desselben, gegen die gar nichts eingewendet werden soll, finden Sie da jene merkwürdige Engelsgestalt, von der Sie das Gefühl haben, wenn Sie sich das lebendige Raumgefühl bewahrt haben, daß sie jeden Augenblick herunterplumpsen muß.

[ 20 ] In neuerer Zeit ist das lebendige Raumgefühl verlorengegangen. Als architektonischen, als baukünstlerischen Gedanken hatten das die Griechen. Ein griechischer Tempel ist ein kristallisierter Raumgedanke im reinsten Sinne des Wortes. Die Säule, die da trägt, was horizontal oder geneigt aufliegt, ist nichts Ausgedachtes, sondern etwas, was für denjenigen, der Raumgefühl hat, im Raume schon darinnenliegt und was gar nicht anders sein darf. Der ganze Tempel ist aus dem konkreten Raum herausgeboren; das sieht derjenige, der die Raumliinten sieht. Und der braucht gar nichts anderes zu machen, als da, wo er die Linien sieht, hineinzufügen das Steinmaterial, um das, was ideal vorgezeichnet ist, lediglich auszufüllen mit dem physischen Material. Im griechischen Tempel ist die Geistigkeit des Raumes gänzlich verwandelt in eine sichtbare Gestalt. Dadurch, daß man auf diese Weise den kristallisierten Raumgedanken geschaffen hat, hat man solche Formen geschaffen, daß jene geistigen Wesenheiten, die den Ätherleib zum untersten Glied haben, in den dadurch geschaffenen abgeschlossenen Raum sich hineinsenken können und an den Formen des Raumes Gelegenheit finden, da zu sein.

[ 20 ] In neuerer Zeit ist das lebendige Raumgefühl verlorengegangen. Als architektonischen, als baukünstlerischen Gedanken hatten das die Griechen. Ein griechischer Tempel ist ein kristallisierter Raumgedanke im reinsten Sinne des Wortes. Die Säule, die da trägt, was horizontal oder geneigt aufliegt, ist nichts Ausgedachtes, sondern etwas, was für denjenigen, der Raumgefühl hat, im Raume schon darinnenliegt und was gar nicht anders sein darf. Der ganze Tempel ist aus dem konkreten Raum herausgeboren; das sieht derjenige, der die Raumliinten sieht. Und der braucht gar nichts anderes zu machen, als da, wo er die Linien sieht, hineinzufügen das Steinmaterial, um das, was ideal vorgezeichnet ist, lediglich auszufüllen mit dem physischen Material. Im griechischen Tempel ist die Geistigkeit des Raumes gänzlich verwandelt in eine sichtbare Gestalt. Dadurch, daß man auf diese Weise den kristallisierten Raumgedanken geschaffen hat, hat man solche Formen geschaffen, daß jene geistigen Wesenheiten, die den Ätherleib zum untersten Glied haben, in den dadurch geschaffenen abgeschlossenen Raum sich hineinsenken können und an den Formen des Raumes Gelegenheit finden, da zu sein.

[ 21 ] Es ist daher nicht eine bloße Phantasie, sondern volle Wahrheit, richtige Wahrheit, daß der griechische Tempel das Wohnhaus des Gottes war. Ja, der Gott wohnte dariinnen! Durch die Formen des Raumes wohnte er darinnen. Und es ist das Eigentümliche des griechischen Tempels, daß der unsichtbare Gott herniedersteigt und von den Formen Besitz ergreift. Sie können beim griechischen Tempel alle Menschen sich fortdenken, können weit und breit nichts von Menschen sehen, ganz verlassen von Menschen kann sie sein, die Stätte, und dennoch ist der Tempel nicht verlassen! Der Gott ist darinnen! Das ist das Eigentümliche des griechischen Tempels, nicht aber des gotischen Domes. Es ist etwas ganz anderes, wenn Sie sich beim gotischen Dom die Menschen fortdenken und ihn leer sich denken. Da ist er kein Ganzes. Der griechische Tempel ist ein Ganzes ohne die Menschen, der gotische Dom nur, wenn er die Gemeinde in sich birgt und wenn zu den Spitzbogen die gefalteten Hände dazu kommen, wenn die Gedanken und die Gefühle sich vereinigen mit den architektonischen Formen. Denken Sie sich diese weg, so ist der gotische Dom kein Ganzes. Dadurch unterscheidet er sich vom griechischen Tempel. Er ist ein anderer architektonischer Gedanke, herausgeboren aus dem geistigen Raum in grandioser Weise, aber ohne Menschen ist er kein Ganzes. Und dann wiederum: ist er geistig bevölkert, so können sich geistige Wesenheiten der beschriebenen Art heruntersenken dann, wenn er angefüllt ist mit der gläubigen Gemeinde. Und so ist jeder architektonische Gedanke ganz genau konkret auf irgend etwas Bestimmtes hin angelegt.

[ 21 ] Es ist daher nicht eine bloße Phantasie, sondern volle Wahrheit, richtige Wahrheit, daß der griechische Tempel das Wohnhaus des Gottes war. Ja, der Gott wohnte dariinnen! Durch die Formen des Raumes wohnte er darinnen. Und es ist das Eigentümliche des griechischen Tempels, daß der unsichtbare Gott herniedersteigt und von den Formen Besitz ergreift. Sie können beim griechischen Tempel alle Menschen sich fortdenken, können weit und breit nichts von Menschen sehen, ganz verlassen von Menschen kann sie sein, die Stätte, und dennoch ist der Tempel nicht verlassen! Der Gott ist darinnen! Das ist das Eigentümliche des griechischen Tempels, nicht aber des gotischen Domes. Es ist etwas ganz anderes, wenn Sie sich beim gotischen Dom die Menschen fortdenken und ihn leer sich denken. Da ist er kein Ganzes. Der griechische Tempel ist ein Ganzes ohne die Menschen, der gotische Dom nur, wenn er die Gemeinde in sich birgt und wenn zu den Spitzbogen die gefalteten Hände dazu kommen, wenn die Gedanken und die Gefühle sich vereinigen mit den architektonischen Formen. Denken Sie sich diese weg, so ist der gotische Dom kein Ganzes. Dadurch unterscheidet er sich vom griechischen Tempel. Er ist ein anderer architektonischer Gedanke, herausgeboren aus dem geistigen Raum in grandioser Weise, aber ohne Menschen ist er kein Ganzes. Und dann wiederum: ist er geistig bevölkert, so können sich geistige Wesenheiten der beschriebenen Art heruntersenken dann, wenn er angefüllt ist mit der gläubigen Gemeinde. Und so ist jeder architektonische Gedanke ganz genau konkret auf irgend etwas Bestimmtes hin angelegt.

[ 22 ] Die ägyptische Pyramide ist auch so angelegt, daß die Seele, die den Leib verläßt, diesen Weg nehmen mag, der in den inneren Gängen einer solchen Pyramide vorgezeichnet ist; es ist der Gang der Seele aus dem Leib in die geistige Welt da ausgedrückt. Im romanischen Bau ist architektonisch ausgedrückt der Gedanke des Grabes. Eine romanische Kirche ohne Krypta, wenn sie nicht durchgedacht werden kann als ein Gewölbe, das sich erhebt über Leichnamen, ist nicht ganz. Das gehört dazu. Sie ist dadurch herausgeboren aus dem Gedanken des auferstandenen Erlösers, sie ist der verehrende Bau für das Grab des Christus Jesus.

[ 22 ] Die ägyptische Pyramide ist auch so angelegt, daß die Seele, die den Leib verläßt, diesen Weg nehmen mag, der in den inneren Gängen einer solchen Pyramide vorgezeichnet ist; es ist der Gang der Seele aus dem Leib in die geistige Welt da ausgedrückt. Im romanischen Bau ist architektonisch ausgedrückt der Gedanke des Grabes. Eine romanische Kirche ohne Krypta, wenn sie nicht durchgedacht werden kann als ein Gewölbe, das sich erhebt über Leichnamen, ist nicht ganz. Das gehört dazu. Sie ist dadurch herausgeboren aus dem Gedanken des auferstandenen Erlösers, sie ist der verehrende Bau für das Grab des Christus Jesus.

[ 23 ] Auf diese Weise sehen Sie, daß der Mensch durch dasjenige, was er schafft in seinen Formen, die Brücke schlägt aus der physischen in die geistige Welt. Mag es wenig tröstlich stimmen, daß der Mensch ein Heer von geistigen Wesen schafft, das da aufhält seine Entwickelung, so mag das versöhnen, wenn wir sehen, daß der Mensch durch dasjenige, was er hineinstellt in die Welt an solchen architektonischen Formen, sich die Wege bahnt zu höheren geistigen Wesenheiten hinauf.

[ 23 ] Auf diese Weise sehen Sie, daß der Mensch durch dasjenige, was er schafft in seinen Formen, die Brücke schlägt aus der physischen in die geistige Welt. Mag es wenig tröstlich stimmen, daß der Mensch ein Heer von geistigen Wesen schafft, das da aufhält seine Entwickelung, so mag das versöhnen, wenn wir sehen, daß der Mensch durch dasjenige, was er hineinstellt in die Welt an solchen architektonischen Formen, sich die Wege bahnt zu höheren geistigen Wesenheiten hinauf.

[ 24 ] Und so ist es nicht minder mit anderen Werken der bildenden Kunst. Es ist ebenso bei den Werken der Bildhauerkunst, der Malerei, daß sie in ihren Formen Gelegenheit geben denjenigen Wesenheiten, welche sich in ihren Ätherformen sozusagen anzupassen vermögen dem, was ausgestaltet wird, um es um sich herumzulegen. Bei den Bildhauerwerken ist es mehr ein Von-außen-Anlegen, ein diese plastischen Werke Umgeben, bei den Werken der Architektonik mehr eine innere Ausfüllung. Bei der Malerei kommen wir zu anderen Wesenheiten, zu Wesenheiten, die in sehr feiner ätherischer Materie ihr niederstes Leibesglied haben. Der Mensch, der so etwas versteht, weiß, wie sich astralisch-ätherische Wesenheiten heimisch fühlen da, wo der Maler in seiner Farbenharmonie, in seinen Linienformen ihnen Gelegenheit gibt, aus der geistigen Welt hereinzukommen in die unsrige.

[ 24 ] Und so ist es nicht minder mit anderen Werken der bildenden Kunst. Es ist ebenso bei den Werken der Bildhauerkunst, der Malerei, daß sie in ihren Formen Gelegenheit geben denjenigen Wesenheiten, welche sich in ihren Ätherformen sozusagen anzupassen vermögen dem, was ausgestaltet wird, um es um sich herumzulegen. Bei den Bildhauerwerken ist es mehr ein Von-außen-Anlegen, ein diese plastischen Werke Umgeben, bei den Werken der Architektonik mehr eine innere Ausfüllung. Bei der Malerei kommen wir zu anderen Wesenheiten, zu Wesenheiten, die in sehr feiner ätherischer Materie ihr niederstes Leibesglied haben. Der Mensch, der so etwas versteht, weiß, wie sich astralisch-ätherische Wesenheiten heimisch fühlen da, wo der Maler in seiner Farbenharmonie, in seinen Linienformen ihnen Gelegenheit gibt, aus der geistigen Welt hereinzukommen in die unsrige.

[ 25 ] Dann gibt es geistige Wesenheiten, die den Astralleib zum untersten Gliede haben, die also aus noch feinerer Substanz bestehen. Diese Wesenheiten finden wieder die Möglichkeit, mit den Menschen Gemeinschaft zu haben in denjenigen Künsten, die in der bewegten Form sich ausdrücken, in der Musik. Ein Raum, der ausgefüllt ist mit den Klängen der Musik, ist eine Gelegenheit des Hereinsteigens geistiger Wesenheiten mit dem Astralleib als unterstem Glied. So ist die Ausfüllung eines Raumes mit musikalischen Tönen durchaus etwas, wodurch der Mensch die Zusammenwirkung schafft zwischen sich und anderen geistigen Wesenheiten. Wie der Mensch durch hohe, bedeutsame Musik sozusagen gute Wesenheiten in seinen Kreis zieht, so wahr ist es auch, daß abstoßende Musik schlimme astralische Wesenheiten in den Bannkreis der Menschen zieht, und Sie würden wenig erbaut sein, wenn ich Ihnen von manchen modernen musikalischen Leistungen beschreiben würde, was für gräßliche astralische Gestalten da herumtanzen, wenn das Orchester spielt. Diese Dinge sind ernst zu nehmen! Wir haben auf diese Weise gesehen, wie zusammenwirken unsere sichtbare Welt und eine unsichtbare Welt von geistigen Wesenheiten, die dahinterstehen.

[ 25 ] Dann gibt es geistige Wesenheiten, die den Astralleib zum untersten Gliede haben, die also aus noch feinerer Substanz bestehen. Diese Wesenheiten finden wieder die Möglichkeit, mit den Menschen Gemeinschaft zu haben in denjenigen Künsten, die in der bewegten Form sich ausdrücken, in der Musik. Ein Raum, der ausgefüllt ist mit den Klängen der Musik, ist eine Gelegenheit des Hereinsteigens geistiger Wesenheiten mit dem Astralleib als unterstem Glied. So ist die Ausfüllung eines Raumes mit musikalischen Tönen durchaus etwas, wodurch der Mensch die Zusammenwirkung schafft zwischen sich und anderen geistigen Wesenheiten. Wie der Mensch durch hohe, bedeutsame Musik sozusagen gute Wesenheiten in seinen Kreis zieht, so wahr ist es auch, daß abstoßende Musik schlimme astralische Wesenheiten in den Bannkreis der Menschen zieht, und Sie würden wenig erbaut sein, wenn ich Ihnen von manchen modernen musikalischen Leistungen beschreiben würde, was für gräßliche astralische Gestalten da herumtanzen, wenn das Orchester spielt. Diese Dinge sind ernst zu nehmen! Wir haben auf diese Weise gesehen, wie zusammenwirken unsere sichtbare Welt und eine unsichtbare Welt von geistigen Wesenheiten, die dahinterstehen.

[ 26 ] Auch in mancher anderen Art von Wesenheiten leben sich die geistigen Welten noch dar. So können wir namentlich finden, daß da, wo verschiedene Naturreiche sich berühren, auch Veranlassung gegeben ist zu dem Auftreten von geistigen Wesenheiten. Da können wir auf Elementarwesenheiten hindeuten, welche uns das Leben erst recht verständlich machen. So ist Veranlassung, daß sich gewisse Wesenheiten manifestieren, wenn sich das Metall an das gewöhnliche Erdreich anlegt, anschmiegt. Überall da, wo das gewöhnliche Erdreich durchzogen wird von Metalladern, sind zu finden solche Elementarwesenheiten, die sehr klug sind, aber ihre Klugheit ausnützen zum Schabernackspielen gegenüber den Menschen, die aber auch manchmal wohltätig wirken, die wir Gnomen nennen. Gnomenartige Wesen finden wir im Inneren der Erde, und sie sind an gewissen Stellen zusammengekauert, solange das Erdreich fest ist; zu Hunderten sind sie da beisammen. Wird die Ader bloßgelegt, dann sprühen sie auseinander. Es lebt und webt dann alles von solcherlei Gestalten, die da zusammengekauert waren. Das ist der Fall, wie gesagt, wenn die Erde mit dem Metallischen in Berührung kommt. Da, wo wiederum das Reich der Pflanzen sich mit dem Steinreich berührt an einer Quelle, in dem, was sich da so moosig um die Steine brüderlich herumschlingt, wo Dinge zusammen sind, die sonst sozusagen nicht zusammengehören, die in absonderlicher Weise zusammenkommen, da finden wir solche Wesenheiten, die wir nennen Undinen, Nymphen. Das sind auch wirkliche Wesenheiten.

[ 26 ] Auch in mancher anderen Art von Wesenheiten leben sich die geistigen Welten noch dar. So können wir namentlich finden, daß da, wo verschiedene Naturreiche sich berühren, auch Veranlassung gegeben ist zu dem Auftreten von geistigen Wesenheiten. Da können wir auf Elementarwesenheiten hindeuten, welche uns das Leben erst recht verständlich machen. So ist Veranlassung, daß sich gewisse Wesenheiten manifestieren, wenn sich das Metall an das gewöhnliche Erdreich anlegt, anschmiegt. Überall da, wo das gewöhnliche Erdreich durchzogen wird von Metalladern, sind zu finden solche Elementarwesenheiten, die sehr klug sind, aber ihre Klugheit ausnützen zum Schabernackspielen gegenüber den Menschen, die aber auch manchmal wohltätig wirken, die wir Gnomen nennen. Gnomenartige Wesen finden wir im Inneren der Erde, und sie sind an gewissen Stellen zusammengekauert, solange das Erdreich fest ist; zu Hunderten sind sie da beisammen. Wird die Ader bloßgelegt, dann sprühen sie auseinander. Es lebt und webt dann alles von solcherlei Gestalten, die da zusammengekauert waren. Das ist der Fall, wie gesagt, wenn die Erde mit dem Metallischen in Berührung kommt. Da, wo wiederum das Reich der Pflanzen sich mit dem Steinreich berührt an einer Quelle, in dem, was sich da so moosig um die Steine brüderlich herumschlingt, wo Dinge zusammen sind, die sonst sozusagen nicht zusammengehören, die in absonderlicher Weise zusammenkommen, da finden wir solche Wesenheiten, die wir nennen Undinen, Nymphen. Das sind auch wirkliche Wesenheiten.

[ 27 ] Und endlich finden wir solche Wesenheiten, solche Elementarwesen, wo das Geistige mit dem Physischen zusammenspielt, wenn das Tierreich mit dem Pflanzenreich in solcher Weise sich berührt, daß die Wesen vorerst voneinander entfernt sind und sich später berühren, zum Beispiel, wenn die Biene saugt an der Blume. Da ist ja an dem Raum, wo Biene und Blume zusammen sind, eine Geschmacksentfaltung, da wird aufgenommen der Blumensaft, da ist eine Geschmackswirkung vorhanden. Diese Wirkung ist für den Geistesforscher so wahrnehmbar, daß er um die Blumenkrone herum etwas wie eine Aura entstehen sieht. Diese ist der Ausdruck des Geschmacksvorganges. Und das Ganze gibt Veranlassung, daß sich hier Wesen manifestieren, die wir Sylphen nennen. Diese Sylphen haben eine besondere Aufgabe im Bienenleben, denn sie treten nicht nur auf, wenn das Bienlein saugt, sondern auch im Schwarm; da weisen sie den Weg, sie sind die Führer der Biene.

[ 27 ] Und endlich finden wir solche Wesenheiten, solche Elementarwesen, wo das Geistige mit dem Physischen zusammenspielt, wenn das Tierreich mit dem Pflanzenreich in solcher Weise sich berührt, daß die Wesen vorerst voneinander entfernt sind und sich später berühren, zum Beispiel, wenn die Biene saugt an der Blume. Da ist ja an dem Raum, wo Biene und Blume zusammen sind, eine Geschmacksentfaltung, da wird aufgenommen der Blumensaft, da ist eine Geschmackswirkung vorhanden. Diese Wirkung ist für den Geistesforscher so wahrnehmbar, daß er um die Blumenkrone herum etwas wie eine Aura entstehen sieht. Diese ist der Ausdruck des Geschmacksvorganges. Und das Ganze gibt Veranlassung, daß sich hier Wesen manifestieren, die wir Sylphen nennen. Diese Sylphen haben eine besondere Aufgabe im Bienenleben, denn sie treten nicht nur auf, wenn das Bienlein saugt, sondern auch im Schwarm; da weisen sie den Weg, sie sind die Führer der Biene.

[ 28 ] Hier haben wir ein Beispiel, wie einmal die Geisteswissenschaft nützlich werden wird. Die Bienenweisheit des Imkers ist aus dem Hellsehen hervorgegangen. Was in der Bienenzüchterei gemacht wird, hat sich aus alten Zeiten vererbt; das sind instinktive Handgriffe. Früher gab es wohl noch ein dämmerhaftes Hellsehen; da haben die Bienenzüchter die Regsamkeit der Sylphen benützen können, um sie zu verwenden bei der Einrichtung des Bienenlebens. Die moderne Bienenzüchterei weiß nichts mehr davon, macht deshalb manches Verkehrte mit ihren Neuerungen. Der modernen Wissenschaft fehlen die erforderlichen Einblicke. Die Menschen werden solche Naturvorgänge, bei denen sie selbst mitwirken müssen, viel fruchtbarer gestalten können, wenn sie in bewußter Weise das Wirken der geistigen Wesenheiten wiederum kennen. Wer einmal sich das Leben auf diesem Gebiete anschaut, wird sehen, daß in bezug auf Bienenwissenschaft dasjenige gut ist, was aus alten Zeiten stammt, während die Naturforscher von heute da zum Teil schauderhaftes Zeug machen. Das ist ganz und gar nicht anwendbar, führt die Leute irre. Die meisten Imker sind durch sichere Instinkte geleitet und merken zum Glück nicht auf die moderne Wissenschaft. Sogar dasjenige, was zum Beispiel eine große Rolle spielt, ‚was als Theorie über den Befruchtungsvorgang existiert, ist falsch, kann nicht bestehen vor der in die Wirklichkeit eindringenden Erkenntnis.

[ 28 ] Hier haben wir ein Beispiel, wie einmal die Geisteswissenschaft nützlich werden wird. Die Bienenweisheit des Imkers ist aus dem Hellsehen hervorgegangen. Was in der Bienenzüchterei gemacht wird, hat sich aus alten Zeiten vererbt; das sind instinktive Handgriffe. Früher gab es wohl noch ein dämmerhaftes Hellsehen; da haben die Bienenzüchter die Regsamkeit der Sylphen benützen können, um sie zu verwenden bei der Einrichtung des Bienenlebens. Die moderne Bienenzüchterei weiß nichts mehr davon, macht deshalb manches Verkehrte mit ihren Neuerungen. Der modernen Wissenschaft fehlen die erforderlichen Einblicke. Die Menschen werden solche Naturvorgänge, bei denen sie selbst mitwirken müssen, viel fruchtbarer gestalten können, wenn sie in bewußter Weise das Wirken der geistigen Wesenheiten wiederum kennen. Wer einmal sich das Leben auf diesem Gebiete anschaut, wird sehen, daß in bezug auf Bienenwissenschaft dasjenige gut ist, was aus alten Zeiten stammt, während die Naturforscher von heute da zum Teil schauderhaftes Zeug machen. Das ist ganz und gar nicht anwendbar, führt die Leute irre. Die meisten Imker sind durch sichere Instinkte geleitet und merken zum Glück nicht auf die moderne Wissenschaft. Sogar dasjenige, was zum Beispiel eine große Rolle spielt, ‚was als Theorie über den Befruchtungsvorgang existiert, ist falsch, kann nicht bestehen vor der in die Wirklichkeit eindringenden Erkenntnis.

[ 29 ] Dann gibt Veranlassung zum Entstehen solcher Arten von Elementarwesen der Mensch, wenn er nicht etwa wie im Sportverein, sondern zum Beispiel so zusammenlebt mit dem Tierreich wie der Araber mit seinem Pferd oder der Schäfer mit seiner Schafherde. Die Seelenwirkung zwischen Schäfer und Schafherde ist ähnlich wie das Zusammenwirken zwischen Biene und Blume, und daher sind die Gefühle zwischen Schäfer und Schafherde Veranlassung zum Entstehen ganz besonderer Wesenheiten, der Salamander. Diese sind Wesenheiten feiner Substantialität, die sehr gescheit sind, sehr weise sind, wenn sie auch keine moralische Verantwortlichkeit haben. Und ihre Weisheit kommt zum Ausdruck in demjenigen, was sie sich zuraunen von der Schäferweisheit. Das ist keine Dummheit, was den Schäfern, die nicht Schwindler sind, zugeschrieben wird, darinnen liegt sehr viel von dem, was den Schäfern zuraunen solche Wesenheiten, die durch das Zusammenleben des Schäfers mit der Schafherde entstehen.

[ 29 ] Dann gibt Veranlassung zum Entstehen solcher Arten von Elementarwesen der Mensch, wenn er nicht etwa wie im Sportverein, sondern zum Beispiel so zusammenlebt mit dem Tierreich wie der Araber mit seinem Pferd oder der Schäfer mit seiner Schafherde. Die Seelenwirkung zwischen Schäfer und Schafherde ist ähnlich wie das Zusammenwirken zwischen Biene und Blume, und daher sind die Gefühle zwischen Schäfer und Schafherde Veranlassung zum Entstehen ganz besonderer Wesenheiten, der Salamander. Diese sind Wesenheiten feiner Substantialität, die sehr gescheit sind, sehr weise sind, wenn sie auch keine moralische Verantwortlichkeit haben. Und ihre Weisheit kommt zum Ausdruck in demjenigen, was sie sich zuraunen von der Schäferweisheit. Das ist keine Dummheit, was den Schäfern, die nicht Schwindler sind, zugeschrieben wird, darinnen liegt sehr viel von dem, was den Schäfern zuraunen solche Wesenheiten, die durch das Zusammenleben des Schäfers mit der Schafherde entstehen.

[ 30 ] Wer aber diese Studien machen will, hat nimmer lang Gelegenheit dazu, denn solche Dinge sterben aus. Aber man konnte vor einiger Zeit noch recht gut solche Studien machen, wenn man so selbstlose Leute fand auf dem Lande, die allerlei wußten über Gesundheits- und Heilregeln. Sehr Wichtiges wußten sie. So daß Paracelsus sagen konnte, er habe im Umgang mit solchen Leuten mehr gelernt als an allen Universitäten. -— Das war nicht ohne Grund. So sehen wir also, wie es auch noch ein solches Gebiet gibt, wo geistige Wesenheiten in unserer Umgebung sind, die auf eigentümliche Weise hereinkommen in unsere Sphäre. Man darf nicht fragen: Ja, woher kommen diese Wesenheiten? — Die Welt hat in ihren Untiefen alle möglichen geistigen Wesenheiten. Es handelt sich nur um die Gelegenheit, sie irgendwie an den richtigen Ort zu bringen. Wenn auch der Vergleich nicht schön ist, richtig ist er: In einem reinen Zimmer gibt es keine Fliegen; wenn aber schlechte Wirtschaft im Hause herrscht, wenn alle möglichen Speisereste liegenbleiben, dann sind die Fliegen bald da. Ebenso ist es in der unsichtbaren Welt um uns herum: solange der Mensch nicht Gelegenheit gibt, sind allerdings geistige Wesen nicht da, aber wenn wir Gelegenheit bieten, dann sind sie immer da, dann treten sie herein in unseren Kreis, dann treten sie mit uns in Verkehr.

[ 30 ] Wer aber diese Studien machen will, hat nimmer lang Gelegenheit dazu, denn solche Dinge sterben aus. Aber man konnte vor einiger Zeit noch recht gut solche Studien machen, wenn man so selbstlose Leute fand auf dem Lande, die allerlei wußten über Gesundheits- und Heilregeln. Sehr Wichtiges wußten sie. So daß Paracelsus sagen konnte, er habe im Umgang mit solchen Leuten mehr gelernt als an allen Universitäten. -— Das war nicht ohne Grund. So sehen wir also, wie es auch noch ein solches Gebiet gibt, wo geistige Wesenheiten in unserer Umgebung sind, die auf eigentümliche Weise hereinkommen in unsere Sphäre. Man darf nicht fragen: Ja, woher kommen diese Wesenheiten? — Die Welt hat in ihren Untiefen alle möglichen geistigen Wesenheiten. Es handelt sich nur um die Gelegenheit, sie irgendwie an den richtigen Ort zu bringen. Wenn auch der Vergleich nicht schön ist, richtig ist er: In einem reinen Zimmer gibt es keine Fliegen; wenn aber schlechte Wirtschaft im Hause herrscht, wenn alle möglichen Speisereste liegenbleiben, dann sind die Fliegen bald da. Ebenso ist es in der unsichtbaren Welt um uns herum: solange der Mensch nicht Gelegenheit gibt, sind allerdings geistige Wesen nicht da, aber wenn wir Gelegenheit bieten, dann sind sie immer da, dann treten sie herein in unseren Kreis, dann treten sie mit uns in Verkehr.

[ 31 ] Das ist etwas, was uns zeigt, wie der Blick des Menschen sich erweitern kann hinaus über die Physiognomie der äußeren Welt. Wie die Seele sich ihr Antlitz schafft, so schaffen die geistigen Wesenheiten herein, wirken herein in unsere Welt. Und es wird ein Zeitalter kommen für die Menschen, wo der Mensch notwendigerweise darauf angewiesen sein wird, aus der Kenntnis dieser geistigen Welt heraus sein Leben zu gestalten. Heute kann er die Welt nur grob-sinnlich angreifen; aber wir werden sehen, wie wir wiederum vorrücken dazu, daß der Mensch aus dem Geistigen heraus schafft, wie wir vorrücken zu einem Zeitalter, wo unsere ganze Umgebung ein Ausdruck sein wird des Geistes, wenn auch dieses Zeitalter nicht so wird sein können, wie alte Zeitalter, wenn das auch nicht zunächst ein Zeitalter wird sein können, wie das der gotischen Dome oder der griechischen Tempel.

[ 31 ] Das ist etwas, was uns zeigt, wie der Blick des Menschen sich erweitern kann hinaus über die Physiognomie der äußeren Welt. Wie die Seele sich ihr Antlitz schafft, so schaffen die geistigen Wesenheiten herein, wirken herein in unsere Welt. Und es wird ein Zeitalter kommen für die Menschen, wo der Mensch notwendigerweise darauf angewiesen sein wird, aus der Kenntnis dieser geistigen Welt heraus sein Leben zu gestalten. Heute kann er die Welt nur grob-sinnlich angreifen; aber wir werden sehen, wie wir wiederum vorrücken dazu, daß der Mensch aus dem Geistigen heraus schafft, wie wir vorrücken zu einem Zeitalter, wo unsere ganze Umgebung ein Ausdruck sein wird des Geistes, wenn auch dieses Zeitalter nicht so wird sein können, wie alte Zeitalter, wenn das auch nicht zunächst ein Zeitalter wird sein können, wie das der gotischen Dome oder der griechischen Tempel.

[ 32 ] Aber schon in unserer Zeit der Technik und Nützlichkeit ist es möglich, daß mehr geschieht als heute geschieht. Die Menschen haben verloren die Fähigkeit, Geister zu fühlen, zu empfinden, zu erleben, deshalb haben wir auch die Sehnsucht verloren, in den äußeren Formen geistige Gestalten auszuprägen. Aber selbst in unseren Nützlichkeitsbauten kann, wenn der Mensch das Geistige wieder fühlt, dies wiederum ausgeführt werden. Es tritt mir dabei vor die Seele, was ich als junger Mensch einmal erlebt habe. Als der Erbauer der Wiener Votivkirche, Ferstel, seine Rektoratsrede hielt über die Baustile, da sprach er: Baustile werden nicht erfunden, Baustile werden geboren aus der ganzen Kultur der Zeiten. — Das kann man belegen, wenn man den Baustil der ägyptischen Pyramiden im Zusammenhang mit dem ganzen Geistesleben der damaligen Zeit studiert. In unserer Zeit, da findet nur der materialistische Nützlichkeitsgedanke seinen Ausdruck; unsere Zeit kann keinen Baustil ähnlich dem gotischen oder griechischen haben. Das ist etwas, worauf der Anthroposoph hinhorchen soll.

[ 32 ] Aber schon in unserer Zeit der Technik und Nützlichkeit ist es möglich, daß mehr geschieht als heute geschieht. Die Menschen haben verloren die Fähigkeit, Geister zu fühlen, zu empfinden, zu erleben, deshalb haben wir auch die Sehnsucht verloren, in den äußeren Formen geistige Gestalten auszuprägen. Aber selbst in unseren Nützlichkeitsbauten kann, wenn der Mensch das Geistige wieder fühlt, dies wiederum ausgeführt werden. Es tritt mir dabei vor die Seele, was ich als junger Mensch einmal erlebt habe. Als der Erbauer der Wiener Votivkirche, Ferstel, seine Rektoratsrede hielt über die Baustile, da sprach er: Baustile werden nicht erfunden, Baustile werden geboren aus der ganzen Kultur der Zeiten. — Das kann man belegen, wenn man den Baustil der ägyptischen Pyramiden im Zusammenhang mit dem ganzen Geistesleben der damaligen Zeit studiert. In unserer Zeit, da findet nur der materialistische Nützlichkeitsgedanke seinen Ausdruck; unsere Zeit kann keinen Baustil ähnlich dem gotischen oder griechischen haben. Das ist etwas, worauf der Anthroposoph hinhorchen soll.

[ 33 ] Aus dem geistigen Leben der anthroposophischen Bewegung muß ein solches Kulturmeer geschaffen werden, aus dem sich wieder herauskristallisieren Formen, die einen neuen Baustil bedeuten. Ein Ausdruck der Menschheit ist nur da möglich, wo eine gemeinschaftliche geistige Kultur ist. Einen Stil, der wirklich neu ist, hat ja unsere Zeit, das ist der Baustil des Warenhauses. Es ist die Möglichkeit vorhanden, daß der Mensch, aus einer späteren Zeit in eine frühere blickend, die Zeiten nach ihren Stilen charakterisiert. Man kann das Zeitalter des Mittelalters charakterisieren lediglich anhand der gotischen Dome. Alle anderen Dokumente könnte man unberücksichtigt lassen, aber man könnte die Natur des mittleren Mittelalters ganz allein aus den gotischen Domen ersehen. Ebenso ist es mit der Zeit zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert; diese kann man später aus dem Stil des Warenhauses zeichnen; es entspricht das Warenhaus ganz dem materialistischen Nützlichkeitsgedanken. Der zeigt sich in ihm genau so, wie in den gotischen Domen dasjenige zum Ausdruck kommt, was in Tauler oder Eckhart geistig lebte.

[ 33 ] Aus dem geistigen Leben der anthroposophischen Bewegung muß ein solches Kulturmeer geschaffen werden, aus dem sich wieder herauskristallisieren Formen, die einen neuen Baustil bedeuten. Ein Ausdruck der Menschheit ist nur da möglich, wo eine gemeinschaftliche geistige Kultur ist. Einen Stil, der wirklich neu ist, hat ja unsere Zeit, das ist der Baustil des Warenhauses. Es ist die Möglichkeit vorhanden, daß der Mensch, aus einer späteren Zeit in eine frühere blickend, die Zeiten nach ihren Stilen charakterisiert. Man kann das Zeitalter des Mittelalters charakterisieren lediglich anhand der gotischen Dome. Alle anderen Dokumente könnte man unberücksichtigt lassen, aber man könnte die Natur des mittleren Mittelalters ganz allein aus den gotischen Domen ersehen. Ebenso ist es mit der Zeit zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert; diese kann man später aus dem Stil des Warenhauses zeichnen; es entspricht das Warenhaus ganz dem materialistischen Nützlichkeitsgedanken. Der zeigt sich in ihm genau so, wie in den gotischen Domen dasjenige zum Ausdruck kommt, was in Tauler oder Eckhart geistig lebte.

[ 34 ] Aber selbst in unserer Zeit ist es möglich, in anderer Beziehung stilistisch zu wirken. Unsere Kulturmittel sind so fähig einer Formprägung, daß sie doch noch viel erzieherischer wirken können auf das Seelenleben des Menschen, als sie das heute tun. Wir haben zum Beispiel heute das Zeitalter der Eisenbahnen, aber noch keinen Baustil für die Bahnhöfe, weil der Mensch nicht empfindet, was geschieht, wenn die Eisenbahn ankommt und abfährt, weil der Mensch nicht empfindet, daß das, was da geschieht, wenn die Eisenbahn fährt, zum äußeren Ausdruck kommen kann. Ankommende und abfahrende Lokomotiven, das, was hineinfahren muß, kann in den Hohlformen der Bauten zum Ausdruck kommen. Hoffentlich wird die Menschheit, wenn sie die Luftschiffahrt beherrscht, so weit sein, daß sie auch den Gedanken verbinden kann der Abfahrt mit der Abfahrtsstelle, daß man empfindet in der Form derselben, daß da nur ein Luftschiff abfliegen kann. In allem kann das geistige Leben formaliistisch zum Ausdruck kommen. Nur wenn wir fühlen, daß wir überall umgeben sind vom Ausdruck der Seele, wie es im Mittelalter der Fall war, dann ist das Richtige erreicht. Das kann nur geschehen, wenn eine solche Kultur die Menschenleben durchflutet, wie sie von den Anschauungen der Geisteswissenschaft ausgeht. Geisteswissenschaft ist nicht eine unpraktische Sache, sie ist so recht etwas, was die Kultur der Welt durchsetzen und ergreifen muß. Sie besteht nicht in abstrakten Gedanken, sondern soll nach der Intention derer, die sie ins Leben gerufen haben, einfließen in alle Kulturströmungen. In allem soll sie sich ausprägen. Alles sollen wir mit diesen Gedanken, die die Geisteswissenschaft uns bietet, durchdringen,

[ 34 ] Aber selbst in unserer Zeit ist es möglich, in anderer Beziehung stilistisch zu wirken. Unsere Kulturmittel sind so fähig einer Formprägung, daß sie doch noch viel erzieherischer wirken können auf das Seelenleben des Menschen, als sie das heute tun. Wir haben zum Beispiel heute das Zeitalter der Eisenbahnen, aber noch keinen Baustil für die Bahnhöfe, weil der Mensch nicht empfindet, was geschieht, wenn die Eisenbahn ankommt und abfährt, weil der Mensch nicht empfindet, daß das, was da geschieht, wenn die Eisenbahn fährt, zum äußeren Ausdruck kommen kann. Ankommende und abfahrende Lokomotiven, das, was hineinfahren muß, kann in den Hohlformen der Bauten zum Ausdruck kommen. Hoffentlich wird die Menschheit, wenn sie die Luftschiffahrt beherrscht, so weit sein, daß sie auch den Gedanken verbinden kann der Abfahrt mit der Abfahrtsstelle, daß man empfindet in der Form derselben, daß da nur ein Luftschiff abfliegen kann. In allem kann das geistige Leben formaliistisch zum Ausdruck kommen. Nur wenn wir fühlen, daß wir überall umgeben sind vom Ausdruck der Seele, wie es im Mittelalter der Fall war, dann ist das Richtige erreicht. Das kann nur geschehen, wenn eine solche Kultur die Menschenleben durchflutet, wie sie von den Anschauungen der Geisteswissenschaft ausgeht. Geisteswissenschaft ist nicht eine unpraktische Sache, sie ist so recht etwas, was die Kultur der Welt durchsetzen und ergreifen muß. Sie besteht nicht in abstrakten Gedanken, sondern soll nach der Intention derer, die sie ins Leben gerufen haben, einfließen in alle Kulturströmungen. In allem soll sie sich ausprägen. Alles sollen wir mit diesen Gedanken, die die Geisteswissenschaft uns bietet, durchdringen,

[ 35 ] Noch einen anderen Gedanken wollen wir uns vor die Seele stellen, jenen Gedanken, der uns ein gewisses Bewußtsein davon geben kann, wie die geisteswissenschaftlichen Impulse wirken müssen, wenn sie das werden sollen, was sie bestimmt sind zu werden. Und es ist gut, wenn wir insbesondere dann, wenn wir eine Wintersaison abschließen und auseinandergehen, solche Gefühls- und Gemütsstärkung mitnehmen; wenn wir etwas von dem in unsere Herzen einströmen lassen und hinaustragen und uns immer fühlen als Glieder der geisteswissenschaftlichen Weltenströmung. Mag sein, daß heute noch viele draußen nichts wissen können von Geisteswissenschaft. Seht Euch diese kleinen Zusammenkünfte an, und seht Euch an alles, was draußen gemacht wird: das weiß nichts, spürt nichts von geisteswissenschaftlichem Wesen!

[ 35 ] Noch einen anderen Gedanken wollen wir uns vor die Seele stellen, jenen Gedanken, der uns ein gewisses Bewußtsein davon geben kann, wie die geisteswissenschaftlichen Impulse wirken müssen, wenn sie das werden sollen, was sie bestimmt sind zu werden. Und es ist gut, wenn wir insbesondere dann, wenn wir eine Wintersaison abschließen und auseinandergehen, solche Gefühls- und Gemütsstärkung mitnehmen; wenn wir etwas von dem in unsere Herzen einströmen lassen und hinaustragen und uns immer fühlen als Glieder der geisteswissenschaftlichen Weltenströmung. Mag sein, daß heute noch viele draußen nichts wissen können von Geisteswissenschaft. Seht Euch diese kleinen Zusammenkünfte an, und seht Euch an alles, was draußen gemacht wird: das weiß nichts, spürt nichts von geisteswissenschaftlichem Wesen!

[ 36 ] Wenn so etwas vor unsere Seele hingestellt wird, möge nur ein anderes Bild auftauchen, ein Bild zur Seelen- und Herzstärkung, das Bild, das wir haben können, wenn wir hinblicken auf die allerersten christlichen Zeiten, wenn wir sehen, was da tonangebend war, was als Kultur lebte in der Zeit des alten kaiserlichen Rom. Vergegenwärtigen wir uns, was es dem Leben nach war, dieses alte kaiserliche Rom, wie sich die tonangebenden Kreise hingesetzt haben Stockwerk über Stockwerk, und wie gleichzeitig ein kleines Häuflein unten in Kellergewölben verbannt lebte; wie man Weihrauchfässer hat aufstellen müssen, damit der Leichengeruch, der von den verwesenden Leibern der Verfolgten und Getöteten aus der Reihe dieses Häufleins ausströmte, nicht so sehr bemerkt würde. Verfolgen wir, wie in den Zwingern die wilden Tiere herausstürzten, zerfleischend diejenigen, die aus der Reihe jenes kleinen Häufleins ihnen vorgeworfen worden waren, steigen wir hinunter von den Palästen der Tonangebenden des kaiserlichen Roms in die Gänge, wo die ersten Christen, eben jenes Häuflein, gehaust haben, wo sie über den Gebeinen ihrer Toten ihre ersten Altäre errichtet haben und ihren Kultus entfaltet haben, unsichtbar für das tonangebende kaiserliche Rom, unsichtbar wie die heutigen Anhänger einer neuen Geist-Erkenntnis, die da tagen unsichtbar, geistig unsichtbar für die offizielle, tonangebende Kultur! Verfolgen wir da unten jene, die nicht einmal dem Tageslicht sich haben zeigen dürfen, wie sie nach Tausenden da begraben lagen, verborgen, sie, die eine neue, spirituelle Kultur unter der Erdoberfläche in die Menschheit pflanzten, als oben das kaiserliche Rom so wirkte, wie es bekannt ist, und betrachten wir dann die Verhältnisse einige Jahrhunderte später: Was das damals tonangebende kaiserliche Rom hervorgebracht hat, ist wie weggeblasen, wie weggefegt. Und was übriggeblieben ist, das ist dasjenige, was unsichtbar vor den Blicken der Tonangebenden unten in den Gewölben sein Leben fristen mußte. Das ist geblieben.

[ 36 ] Wenn so etwas vor unsere Seele hingestellt wird, möge nur ein anderes Bild auftauchen, ein Bild zur Seelen- und Herzstärkung, das Bild, das wir haben können, wenn wir hinblicken auf die allerersten christlichen Zeiten, wenn wir sehen, was da tonangebend war, was als Kultur lebte in der Zeit des alten kaiserlichen Rom. Vergegenwärtigen wir uns, was es dem Leben nach war, dieses alte kaiserliche Rom, wie sich die tonangebenden Kreise hingesetzt haben Stockwerk über Stockwerk, und wie gleichzeitig ein kleines Häuflein unten in Kellergewölben verbannt lebte; wie man Weihrauchfässer hat aufstellen müssen, damit der Leichengeruch, der von den verwesenden Leibern der Verfolgten und Getöteten aus der Reihe dieses Häufleins ausströmte, nicht so sehr bemerkt würde. Verfolgen wir, wie in den Zwingern die wilden Tiere herausstürzten, zerfleischend diejenigen, die aus der Reihe jenes kleinen Häufleins ihnen vorgeworfen worden waren, steigen wir hinunter von den Palästen der Tonangebenden des kaiserlichen Roms in die Gänge, wo die ersten Christen, eben jenes Häuflein, gehaust haben, wo sie über den Gebeinen ihrer Toten ihre ersten Altäre errichtet haben und ihren Kultus entfaltet haben, unsichtbar für das tonangebende kaiserliche Rom, unsichtbar wie die heutigen Anhänger einer neuen Geist-Erkenntnis, die da tagen unsichtbar, geistig unsichtbar für die offizielle, tonangebende Kultur! Verfolgen wir da unten jene, die nicht einmal dem Tageslicht sich haben zeigen dürfen, wie sie nach Tausenden da begraben lagen, verborgen, sie, die eine neue, spirituelle Kultur unter der Erdoberfläche in die Menschheit pflanzten, als oben das kaiserliche Rom so wirkte, wie es bekannt ist, und betrachten wir dann die Verhältnisse einige Jahrhunderte später: Was das damals tonangebende kaiserliche Rom hervorgebracht hat, ist wie weggeblasen, wie weggefegt. Und was übriggeblieben ist, das ist dasjenige, was unsichtbar vor den Blicken der Tonangebenden unten in den Gewölben sein Leben fristen mußte. Das ist geblieben.

[ 37 ] So entstehen die Kulturen im Dunkel der Verborgenheit, so bilden sie sich, so treten sie dann aus der Finsternis hervor. Und dieses Bewußtsein können wir in unser Gefühl aufnehmen, daß diese geisteswissenschaftliche Bewegung wirklich zu etwas Ähnlichem berufen ist wie die erste christliche Bewegung. Mag sie zunächst ein noch so unterirdisches Dasein führen, mögen diejenigen, die in oberirdischen Welten ganz andere Gedanken haben, sich noch so sehr als die Maßgebenden betrachten, in einigen Jahrhunderten wird die Sache sich geändert haben. Da wird der Anthroposoph das Gefühl haben, daß er das hinauftragen wird ins Licht, was heute im Unterirdischen waltet; daß er die geisteswissenschaftlichen Gedanken tragen wird, wie die ersten Christen ihre Kultur getragen haben aus den Katakomben hinauf nach oben. Solches Bewußtsein gibt uns die Kraft und die Möglichkeit, Geist-Erkenntnis in unser Seelenleben aufzunehmen. In solchen Gefühlen wollen wir hinausgehen, um uns wieder in solchen Gefühlen zusammenzufinden. Wir wollen nicht Abstraktionen treiben, sondern etwas, was der Nerv unseres Lebens werden kann. So wollen wir dasjenige, was wir hören aus höheren Welten, in unsere Seelen gießen. Wir wollen uns mit Kraft ausstatten und ein wenig gedenken, daß der geisteswissenschaftliche Gedanke uns so ans Herz gewachsen sein soll, daß, wenn wir auch eine Weile getrennt sind, wir doch im Geistigen zusammen sind. Und dieses Gefühl soll uns wiederum zusammenführen!

[ 37 ] So entstehen die Kulturen im Dunkel der Verborgenheit, so bilden sie sich, so treten sie dann aus der Finsternis hervor. Und dieses Bewußtsein können wir in unser Gefühl aufnehmen, daß diese geisteswissenschaftliche Bewegung wirklich zu etwas Ähnlichem berufen ist wie die erste christliche Bewegung. Mag sie zunächst ein noch so unterirdisches Dasein führen, mögen diejenigen, die in oberirdischen Welten ganz andere Gedanken haben, sich noch so sehr als die Maßgebenden betrachten, in einigen Jahrhunderten wird die Sache sich geändert haben. Da wird der Anthroposoph das Gefühl haben, daß er das hinauftragen wird ins Licht, was heute im Unterirdischen waltet; daß er die geisteswissenschaftlichen Gedanken tragen wird, wie die ersten Christen ihre Kultur getragen haben aus den Katakomben hinauf nach oben. Solches Bewußtsein gibt uns die Kraft und die Möglichkeit, Geist-Erkenntnis in unser Seelenleben aufzunehmen. In solchen Gefühlen wollen wir hinausgehen, um uns wieder in solchen Gefühlen zusammenzufinden. Wir wollen nicht Abstraktionen treiben, sondern etwas, was der Nerv unseres Lebens werden kann. So wollen wir dasjenige, was wir hören aus höheren Welten, in unsere Seelen gießen. Wir wollen uns mit Kraft ausstatten und ein wenig gedenken, daß der geisteswissenschaftliche Gedanke uns so ans Herz gewachsen sein soll, daß, wenn wir auch eine Weile getrennt sind, wir doch im Geistigen zusammen sind. Und dieses Gefühl soll uns wiederum zusammenführen!