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The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

Ritual Texts for the Celebrations of Free Christian Religious Education
GA 269

Translated by Steiner Online Library

Gospel Texts

The beginning of the Gospel of John

Chap. 1. 1-14

In the beginning was the Word, and the Word was with
God, and the Word was God.
This was in the beginning with God.
All things came into being through Him; and apart from
Him nothing came into being that has come into being.
In Him was life, and the life was the light of men.
And the light shines in the darkness, but the
darkness did not comprehend it.
There came a man sent from God, whose name was John.

He came for a witness, to bear witness about the Light, so that through him everyone might believe. He was not the Light, but a witness about the Light.

The true Light that gives light to every man was coming into the world.

It was in the world, and the world was made through it, but the world did not recognize it.

It came to the individual men; but the individual men did not receive it.

But those who received it, to them he revealed God's children.

Those who trusted in his name were born, not of blood, nor of the will of the flesh, nor of human will, but of God. And the Word was made flesh, and dwelt among us, and we heard his teaching; the teaching of the only Son of the Father, full of devotion and truth.

The High Priestly Prayer

Gospel of John, Chapter 17. 1-8, 24, 26

Jesus placed himself in the spirit and said:
Fatherly foundation of the world:
let the works of your son be revealed,
so that through the works of your son
You too may become manifest.

You have made him the creator
in all human bodies of flesh,
so that he may lead into the future
all who came to him through You.

They will live in the future because
their soul's eye is prepared
to behold Thee as the truly united World-Ground
and the creative Christ Jesus
whom Thou didst send to them.

Through me Thou didst become manifest again in earthly existence,
when the earth clouded over Thy Revelation.
Such was Thy will, which worked through me.

So too, Fatherly Ground of the World, You were in them,
through You they came to me,
and they have taken into themselves
the knowledge of You.

They recognized that
what I spoke to them
was spoken by You through me
to them.

Fatherly ground of the world, I implore,
that they who have come to You through me,
may always live with You,
as I am with You,
and that they may see Your revelation,
which You lovingly let shine before me,
before the earth was yet.

Through me the word was revealed,
which reveals You,
and I will carry this word into human souls,
so that the love with which You love me
may be preserved in them,
and so my eternal life
may also preserve their life eternally.

Gospel of John, Chapter 17. 1-9

When Jesus had spoken these words, he lifted up his eyes to heaven, and said, Father, the hour has come; reveal your Son, that your Son may reveal it to you, as you have given him power over all flesh, that he may give eternal life to those given to him. And this is eternal life, that they know You as the only true God, and Jesus Christ as the Messenger. I have revealed You on earth to bring to completion the work You have given me to do. And now, Father, reveal me with the revelation that was given to me through You before the world existed. I have revealed You to the people You have assigned to me from the world. They were Yours and You gave them to me, and they have remained filled with Your words.

Thus they have recognized how everything You have given me is from You. For the powers of thought that You have given me, I have brought to them. They have connected with them and seen through that I come from You and realized that You have given me to them.

For them as individual people, not for people in general, I ask of You, only for the people You have given me, because they are through You.

Evangelien-Texte

Der Anfang Des Johannes-Evangeliums

Kap. 1. 1-14

Im Urbeginne war das Wort; und das Wort war bei
Gott, und ein Gott war das Wort.
Dieses war im Urbeginne bei Gott.
Alles ist durch dasselbe geworden; und außer durch
dieses ist nichts von dem Entstandenen geworden.
In diesem war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht schien in die Finsternis, aber die
Finsternis hat es nicht begriffen.
Es ward ein Mensch, gesandt von Gott, mit seinem Namen Johannes.

Dieser kam zum Zeugnis, auf daß er Zeugnis ablege von dem Licht, auf daß durch ihn alle glauben sollten. Er war nicht das Licht, sondern ein Zeuge des Lichtes.

Denn das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.

Es war in der Welt, und die Welt ist durch es geworden, aber die Welt hat es nicht erkannt.

In die einzelnen Menschen kam es; aber die einzelnen Menschen nahmen es nicht auf.

Die es aber aufnahmen, die konnten sich durch ihn als Gottes Kinder offenbaren.

Die seinem Namen vertrauten, sind nicht aus Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, und nicht aus menschlichem Willen, sondern aus Gott geworden. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnet, und wir haben seine Lehre gehört; die Lehre von dem einzigen Sohn des Vaters, erfüllt von Hingabe und Wahrheit.

Das Hohepriesterliche Gebet

Johannes-Evangelium, Kap. 17. 1-8, 24, 26

Jesus versetzte sich in die Geistesschau und sprach:
Väterlicher Weltengrund:
lasse offenbar werden Deines Sohnes Schaffen,
damit durch Deines Sohnes Schaffen
auch Du offenbar werdest.

Du hast ihn zum Schaffenden gemacht
in allen fleischlichen Menschenleibern,
daß er in die Zukunft lebend
führe Alle, die durch Dich zu ihm kamen.

Sie werden in der Zukunft leben dadurch,
daß ihr Seelenauge bereitet ist,
Dich zu schauen als den wahrhaft Einigen Weltengrund
und den schaffenden Christus Jesus,
den Du zu ihnen gesandt hast.

Durch mich wurdest Du im Erdensein wieder offenbar,
als die Erde Deine Offenbarung umwölkte.
Solches war Dein Wille, der durch mich wirkte.

So auch, väterlicher Weltengrund,
lasse jetzt erstrahlen die Offenbarung,
die durch mich schon ward, ehe Du in
der Erdenwelt offenbar wurdest.

Durch mich ward das Wort,
das Dich offenbart, in Menschenseelen offenbar,
die durch Dich zu mir kamen.
Du warst in ihnen,
durch Dich kamen sie zu mir,
und sie haben in sich genommen
die Erkenntnis von Dir.

Von ihnen ward erkannt,
daß, was ich zu ihnen sprach,
von Dir durch mich
zu ihnen gesprochen ward.

Väterlicher Weltengrund, das erflehe ich,
daß sie, die durch mich zu Dir gekommen sind,
immer sein mögen lebend bei Dir,
wie ich bei Dir bin,
und daß sie da schauen Deine Offenbarung,
die Du liebend vor mir erstrahlen ließest,
bevor die Erde noch war.

Durch mich ward offenbar das Wort,
das Dich offenbart,
und ich will tragen dies Wort in Menschenseelen,
auf daß die Liebe, mit der Du mich liebest,
in ihnen sich bewahre,
und so auch mein ewiges Leben
ihr Leben ewig bewahre.

Johannes-Evangelium, Kap. 17. 1-9

Nachdem Jesus dieses geredet hatte, erhob er seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen, offenbare es deinem Sohne, auf daß dein Sohn es von dir offenbare, wie du ihm Macht über alles Fleisch gegeben hast, damit er den ihm zu eigen gegebenen das dauernde Leben gebe. Das aber ist das dauernde Leben, daß sie Dich als den einzig wahren Gott erkennen und Jesus Christus als den Abgesandten. Ich habe Dich auf Erden geoffenbaret, um zum Ziele zu bringen das Werk, das Du mir zu tun auferlegt hast. Und nun offenbare mich, Vater, mit der Offenbarung, die mir durch dich ward, ehe die Welt bestand. Ich habe [Dich] zur Erscheinung gebracht für die Menschen, welche Du mir aus der Welt zugeteilt hast. Dein waren sie und du gabst sie mir, und sie sind von Deinen Worten erfüllt geblieben.

So haben sie erkannt, wie alles, was Du mir gegeben hast, aus Dir ist. Denn die Gedankenkräfte, die Du mir gegeben hast, habe ich zu ihnen gebracht. Sie haben sich mit ihnen verbunden und durchschaut, daß ich von Dir komme und eingesehen, daß Du mich ihnen gegeben hast.

Für sie als einzelne Menschen, nicht für die Menschen im Allgemeinen, bitte ich bei Dir, nur für die Menschen, die Du mir gegeben hast, weil sie durch Dich sind. —