Nature and Spirit Beings
Their Influence on Our Visible World
GA 98
7 November 1907, Vienna
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Natur- und Geistwesen, 2nd ed.
2. Esoterische Entwickelung und übersinnliche Erkenntnis
2. Esoterische Entwickelung und übersinnliche Erkenntnis
[ 1 ] Ich möchte heute zu Ihnen sprechen über eine Erweiterung des Themas von vorgestern, über innere oder esoterische Entwickelung und übersinnliche Erkenntnis. Dabei wird es notwendig sein, daß wir durchaus dasjenige, was wir vorgestern betrachtet haben, voraussetzen und sozusagen aufbauen auf dem, was dazumal durch unsere Seele gezogen ist. Sie haben gesehen aus dem, was wir da besprochen haben, daß es sich bei der Entwickelung des Menschen nicht um etwas handelt, was man irgendwie, sagen wir, scherzweise auffassen darf; nicht um irgend etwas handelt es sich, was man leicht nehmen darf. Auf der anderen Seite aber muß immer und immer wieder betont werden, daß man auch nicht in der gewöhnlichen trivialen Weise sprechen darf von den Gefahren der okkulten Entwickelung. Die Gefahren sind groß, aber so wie gewöhnlich gesprochen wird von diesen Gefahren, ist es nicht richtig, und da wird uns vielerlei klarwerden müssen. Machen wir uns zunächst einmal für uns selbst eine genauere Vorstellung davon, was mit demjenigen geschieht, der durch irgendwelche Übungen sich entwickelt hat, sagen wir durch Übungen, die sich in der Linie bewegen, wie im letzten Vortrag angedeutet wurde, und vergleichen wir ihn mit einem Menschen, der nicht in einer solchen Schulung sich befindet und so lebt wie jeder im Alltag. Wir kommen da zu bewußtem Verständnis, wenn wir ausgehen zum Beispiel von dem, was wir wissen über den gewöhnlichen Schlafzustand.
[ 1 ] Ich möchte heute zu Ihnen sprechen über eine Erweiterung des Themas von vorgestern, über innere oder esoterische Entwickelung und übersinnliche Erkenntnis. Dabei wird es notwendig sein, daß wir durchaus dasjenige, was wir vorgestern betrachtet haben, voraussetzen und sozusagen aufbauen auf dem, was dazumal durch unsere Seele gezogen ist. Sie haben gesehen aus dem, was wir da besprochen haben, daß es sich bei der Entwickelung des Menschen nicht um etwas handelt, was man irgendwie, sagen wir, scherzweise auffassen darf; nicht um irgend etwas handelt es sich, was man leicht nehmen darf. Auf der anderen Seite aber muß immer und immer wieder betont werden, daß man auch nicht in der gewöhnlichen trivialen Weise sprechen darf von den Gefahren der okkulten Entwickelung. Die Gefahren sind groß, aber so wie gewöhnlich gesprochen wird von diesen Gefahren, ist es nicht richtig, und da wird uns vielerlei klarwerden müssen. Machen wir uns zunächst einmal für uns selbst eine genauere Vorstellung davon, was mit demjenigen geschieht, der durch irgendwelche Übungen sich entwickelt hat, sagen wir durch Übungen, die sich in der Linie bewegen, wie im letzten Vortrag angedeutet wurde, und vergleichen wir ihn mit einem Menschen, der nicht in einer solchen Schulung sich befindet und so lebt wie jeder im Alltag. Wir kommen da zu bewußtem Verständnis, wenn wir ausgehen zum Beispiel von dem, was wir wissen über den gewöhnlichen Schlafzustand.
[ 2 ] Aus dem früheren Vortrage haben Sie entnommen, was der Astralleib des Menschen im gewöhnlichen Schlafzustande während der Nacht eigentlich tut. Wenn der Mensch schläft, so liegen im Bette der physische Leib und der Ätherleib; aus diesen ist der sogenannte astralische Leib mit dem Ich heraus; er hat sich herausgehoben, hat sie verlassen. Und wenn dieser astralische Leib nicht im Innern des physischen Leibes ist, nicht durch seine Werkzeuge, die Sinnesorgane, die äußere Welt beobachtet und betrachtet, wenn er nicht durch die Bewegungen und die Arbeit des physischen Leibes beschäftigt ist, dann kann der astralische Leib eine ganz andere Aufgabe übernehmen. Er schafft beiden die Ermüdung fort. Die Fortschaffung dieser Ermüdung, das ist seine Aufgabe, und der Seher kann sehen, wie dieser astralische Leib die ganze Nacht über an dem physischen und Ätherleib arbeitet von außen, um sie wieder instandzusetzen, so daß der Mensch morgens die Aufbesserung seiner Kräfte als Erquickung fühlt. Deshalb ist der Schlaf ein so guter Arzt und verliert der Mensch so viel, der nicht einen gesunden und ausreichenden Schlaf hat. Vieles, viele Dinge, die sich wie Krankheiten ausnehmen, sind ja nur Störungen im physischen und im Ätherleibe. Diese Störungen bleiben dann, wenn der astralische Leib nicht imstande ist, sie wegzuschaffen. Er ist aber imstande, diese Störungen fortzuschaffen, wenn er nicht im Leibe ist wie im wachen Zustande, sondern wenn er außerhalb des Leibes ist.
[ 2 ] Aus dem früheren Vortrage haben Sie entnommen, was der Astralleib des Menschen im gewöhnlichen Schlafzustande während der Nacht eigentlich tut. Wenn der Mensch schläft, so liegen im Bette der physische Leib und der Ätherleib; aus diesen ist der sogenannte astralische Leib mit dem Ich heraus; er hat sich herausgehoben, hat sie verlassen. Und wenn dieser astralische Leib nicht im Innern des physischen Leibes ist, nicht durch seine Werkzeuge, die Sinnesorgane, die äußere Welt beobachtet und betrachtet, wenn er nicht durch die Bewegungen und die Arbeit des physischen Leibes beschäftigt ist, dann kann der astralische Leib eine ganz andere Aufgabe übernehmen. Er schafft beiden die Ermüdung fort. Die Fortschaffung dieser Ermüdung, das ist seine Aufgabe, und der Seher kann sehen, wie dieser astralische Leib die ganze Nacht über an dem physischen und Ätherleib arbeitet von außen, um sie wieder instandzusetzen, so daß der Mensch morgens die Aufbesserung seiner Kräfte als Erquickung fühlt. Deshalb ist der Schlaf ein so guter Arzt und verliert der Mensch so viel, der nicht einen gesunden und ausreichenden Schlaf hat. Vieles, viele Dinge, die sich wie Krankheiten ausnehmen, sind ja nur Störungen im physischen und im Ätherleibe. Diese Störungen bleiben dann, wenn der astralische Leib nicht imstande ist, sie wegzuschaffen. Er ist aber imstande, diese Störungen fortzuschaffen, wenn er nicht im Leibe ist wie im wachen Zustande, sondern wenn er außerhalb des Leibes ist.
[ 3 ] Woher nun holt sich der astralische Leib jene Kräfte und Fähigkeiten, durch die er den physischen Leib sozusagen ausbessert? Schon im letzten öffentlichen Vortrag habe ich diesen Austritt des astralischen Leibes aus dem physischen und dem Ätherleib verglichen mit einer Wassermasse, die in einem Glase ist. Wenn Sie in diesem Glas tausend Wassertropfen haben und diese Tropfen alle eine Masse bilden, so ist das etwas anderes, als wenn Sie tausend Schwämmchen nehmen und jeden Wassertropfen einzeln aufsaugen; dann haben Sie diese Tropfen individualisiert, getrennt. So ist es mit dem astralischen Leib in der Nacht. Wenn Sie jetzt hier alle einschlafen, so würde das gleiche geschehen, wie wenn Sie die Schwämmchen ausdrücken und eine Wassermasse machen. Ihr astralischer Leib würde heraustreten und würde sich verbinden mit den anderen. Aber dadurch, daß sie sich verbinden, kommen die Menschen in Verbindung mit jenen harmonischen großen Geschehnissen, welche im Weltall sind. Unsere Seelen kehren in der Nacht zurück zur Harmonie der Sphären und aus diesen holt sich der astralische Leib mit dem Ich - und das ist die Seele - die Kraft, die zur Ausbesserung des physischen Leibes nötig ist.
[ 3 ] Woher nun holt sich der astralische Leib jene Kräfte und Fähigkeiten, durch die er den physischen Leib sozusagen ausbessert? Schon im letzten öffentlichen Vortrag habe ich diesen Austritt des astralischen Leibes aus dem physischen und dem Ätherleib verglichen mit einer Wassermasse, die in einem Glase ist. Wenn Sie in diesem Glas tausend Wassertropfen haben und diese Tropfen alle eine Masse bilden, so ist das etwas anderes, als wenn Sie tausend Schwämmchen nehmen und jeden Wassertropfen einzeln aufsaugen; dann haben Sie diese Tropfen individualisiert, getrennt. So ist es mit dem astralischen Leib in der Nacht. Wenn Sie jetzt hier alle einschlafen, so würde das gleiche geschehen, wie wenn Sie die Schwämmchen ausdrücken und eine Wassermasse machen. Ihr astralischer Leib würde heraustreten und würde sich verbinden mit den anderen. Aber dadurch, daß sie sich verbinden, kommen die Menschen in Verbindung mit jenen harmonischen großen Geschehnissen, welche im Weltall sind. Unsere Seelen kehren in der Nacht zurück zur Harmonie der Sphären und aus diesen holt sich der astralische Leib mit dem Ich - und das ist die Seele - die Kraft, die zur Ausbesserung des physischen Leibes nötig ist.
[ 4 ] Was geschieht nun mit einem Menschen, der einen okkulten Lehrer erhält und eine okkulte Schulung durchmacht? Er bekommt gewisse Aufgaben. Über diese kann man nur annähernd sprechen. Er bekommt Aufgaben zum Meditieren, zum Konzentrieren und so weiter. Was hat die Aufgabe, die der Lehrer dem Schüler gibt, für einen Zweck? - Sie hat den Zweck, allmählich den astralischen Leib, wenn er in der Nacht außerhalb des physischen Leibes ist, sehend zu machen. Beim gewöhnlichen Menschen ist der astralische Leib, wenn er außerhalb ist, unbewußt in der astralischen Welt, so wie Sie unbewußt in der physischen Welt wären, wenn Sie keine Sinne hätten. Haben Sie keine Sinne, dann ist die Welt für Sie nicht da. In dem Augenblick, wo dem Menschen die Anweisungen gegeben werden, die in seiner Seele schlummernden Kräfte zu erwekken, bekommt sein astralischer Leib geistige oder seelische Sinnesorgane, jene Organe, die man Lotusblumen nennt. — Das sind keine Blumen, ebensowenig wie die Lungenflügel Flügel sind; jeder weiß, daß der Habicht Flügel hat, die anders aussehen als die Lungenflügel. - Lotusblumen sind Organe, die eine Art kreisender Bewegung haben. Ein solches Organ ist unter der Stirn, einen Zentimeter unter dem Zusammenstoß der Augenbrauen, im Gehirn. Wenn an diesen Punkt intensiv gedacht wird mit gleichzeitigem Aussprechen eines bestimmten Wortes, findet eine Art Aufblitzen statt, ein Lichtwerden, und dies ist für den Seher von außen sichtbar. Das Sinnesorgan gerät in eine Art kreisender Bewegung. Man sagt, das Rad drehe sich, es wird lebendig. Beim gewöhnlichen Durchschnittsmenschen ist an dieser Stelle ein solches Organ nicht vorhanden oder höchstens in Andeutung; durch die Schulung entsteht dieses Aufblitzen, wenn der astralische Leib aus dem physischen Leib heraus ist. Es macht den Eindruck, wie wenn ein Rad sich dreht, was man als Seher von außen beobachten kann. Dieses Rad heißt Swastika. - Man kann dieses Zeichen, wie überhaupt echte Symbole, nicht spekulativ erklären. Sie sind nicht beliebig erfunden, sondern man sieht sie tatsächlich auf dem geistigen oder astralen Plan. Die Swastika ist ein Abbild dieses Sinnesorgans, und alle mehr oder weniger geistreichen Erklärungen in den theosophischen Schriften sind Unsinn. Man soll nicht allegorisch oder symbolisch in der Theosophie erklären. Das wäre das, was man sich zunächst abgewöhnen soll: alle Spekulation. Alles Herumdenken, wie die Sachen sein können, muß man sich abgewöhnen; es kommt allein nur darauf an, in die Tatsachenwelt selbst einzudringen. In der Nähe des Kehlkopfes ist die sechzehnblättrige Lotusblume, ein Organ, an dem sehr, sehr viel hängt in der menschlichen Entwickelung. In der Nähe des Herzens ist die zwölfblättrige, weiter unten die zehnblättrige und so weiter.
[ 4 ] Was geschieht nun mit einem Menschen, der einen okkulten Lehrer erhält und eine okkulte Schulung durchmacht? Er bekommt gewisse Aufgaben. Über diese kann man nur annähernd sprechen. Er bekommt Aufgaben zum Meditieren, zum Konzentrieren und so weiter. Was hat die Aufgabe, die der Lehrer dem Schüler gibt, für einen Zweck? - Sie hat den Zweck, allmählich den astralischen Leib, wenn er in der Nacht außerhalb des physischen Leibes ist, sehend zu machen. Beim gewöhnlichen Menschen ist der astralische Leib, wenn er außerhalb ist, unbewußt in der astralischen Welt, so wie Sie unbewußt in der physischen Welt wären, wenn Sie keine Sinne hätten. Haben Sie keine Sinne, dann ist die Welt für Sie nicht da. In dem Augenblick, wo dem Menschen die Anweisungen gegeben werden, die in seiner Seele schlummernden Kräfte zu erwekken, bekommt sein astralischer Leib geistige oder seelische Sinnesorgane, jene Organe, die man Lotusblumen nennt. — Das sind keine Blumen, ebensowenig wie die Lungenflügel Flügel sind; jeder weiß, daß der Habicht Flügel hat, die anders aussehen als die Lungenflügel. - Lotusblumen sind Organe, die eine Art kreisender Bewegung haben. Ein solches Organ ist unter der Stirn, einen Zentimeter unter dem Zusammenstoß der Augenbrauen, im Gehirn. Wenn an diesen Punkt intensiv gedacht wird mit gleichzeitigem Aussprechen eines bestimmten Wortes, findet eine Art Aufblitzen statt, ein Lichtwerden, und dies ist für den Seher von außen sichtbar. Das Sinnesorgan gerät in eine Art kreisender Bewegung. Man sagt, das Rad drehe sich, es wird lebendig. Beim gewöhnlichen Durchschnittsmenschen ist an dieser Stelle ein solches Organ nicht vorhanden oder höchstens in Andeutung; durch die Schulung entsteht dieses Aufblitzen, wenn der astralische Leib aus dem physischen Leib heraus ist. Es macht den Eindruck, wie wenn ein Rad sich dreht, was man als Seher von außen beobachten kann. Dieses Rad heißt Swastika. - Man kann dieses Zeichen, wie überhaupt echte Symbole, nicht spekulativ erklären. Sie sind nicht beliebig erfunden, sondern man sieht sie tatsächlich auf dem geistigen oder astralen Plan. Die Swastika ist ein Abbild dieses Sinnesorgans, und alle mehr oder weniger geistreichen Erklärungen in den theosophischen Schriften sind Unsinn. Man soll nicht allegorisch oder symbolisch in der Theosophie erklären. Das wäre das, was man sich zunächst abgewöhnen soll: alle Spekulation. Alles Herumdenken, wie die Sachen sein können, muß man sich abgewöhnen; es kommt allein nur darauf an, in die Tatsachenwelt selbst einzudringen. In der Nähe des Kehlkopfes ist die sechzehnblättrige Lotusblume, ein Organ, an dem sehr, sehr viel hängt in der menschlichen Entwickelung. In der Nähe des Herzens ist die zwölfblättrige, weiter unten die zehnblättrige und so weiter.
[ 5 ] Diese Organe entwickeln sich durch die Übungen, die der Lehrer dem Schüler gibt, so wie auch die Sinne des physischen Leibes durch Übung entwickelt werden, zum Beispiel durch die Einwirkung von Licht und Ton. Betrachten Sie geradezu das eine als einen physischen, das andere als einen geistigen Vorgang von ganz derselben Dauer. Sie dürfen nicht glauben, daß irgendwelche tumultuarischen Vorgänge, Zauberei und dergleichen den Menschen dazu führen können, diese Sinnesorgane zu entwickeln. Es sind lediglich intime Vorgänge, ein Lernen innerhalb der Gedanken, welche die Kraft in sich haben, solche Organe zu entwickeln. Dabei kommt es immer und immer wieder darauf an, daß der Mensch lernt, welche Gedanken das sind, und daß der Mensch an ein bestimmtes Organ des Leibes denkt, zum Beispiel an einen Punkt im Gehirn, der einen Zentimeter tiefer liegt als die Mitte zwischen den Augenbrauen. Wenn nun der Mensch an diesen Punkt denkt, mit einer ganz bestimmten Wortzusammensetzung, erweckt er im Innern seines astralischen Leibes gewisse Fähigkeiten. Es ist alles systematisch und, man möchte sagen, technisch bestimmt.
[ 5 ] Diese Organe entwickeln sich durch die Übungen, die der Lehrer dem Schüler gibt, so wie auch die Sinne des physischen Leibes durch Übung entwickelt werden, zum Beispiel durch die Einwirkung von Licht und Ton. Betrachten Sie geradezu das eine als einen physischen, das andere als einen geistigen Vorgang von ganz derselben Dauer. Sie dürfen nicht glauben, daß irgendwelche tumultuarischen Vorgänge, Zauberei und dergleichen den Menschen dazu führen können, diese Sinnesorgane zu entwickeln. Es sind lediglich intime Vorgänge, ein Lernen innerhalb der Gedanken, welche die Kraft in sich haben, solche Organe zu entwickeln. Dabei kommt es immer und immer wieder darauf an, daß der Mensch lernt, welche Gedanken das sind, und daß der Mensch an ein bestimmtes Organ des Leibes denkt, zum Beispiel an einen Punkt im Gehirn, der einen Zentimeter tiefer liegt als die Mitte zwischen den Augenbrauen. Wenn nun der Mensch an diesen Punkt denkt, mit einer ganz bestimmten Wortzusammensetzung, erweckt er im Innern seines astralischen Leibes gewisse Fähigkeiten. Es ist alles systematisch und, man möchte sagen, technisch bestimmt.
[ 6 ] Das findet mancher äußerst wenig für sich entsprechend. Man hört immer und immer wieder Phrasen, die für den wahren Okkultisten ein Unding sind: Ich brauche keinen Lehrer, ich muß selbst im Innern meinen Lehrer finden. - In solchen Reden steckt vorerst der denkbar größte Egoismus; dann ist es auch ein Unsinn. Wenn jemand die Geometrie von diesem Gesichtspunkte aus betrachten würde, was käme da heraus? Jeder kann durch innere Entwickelung alle Bestimmungen der Geometrie finden: er wird viele tausend Jahre dazu brauchen, aber finden kann er sie. Ist aber wirklich Veranlassung dazu da, die Geometrie nochmals zu entdecken? Soll man nicht an das anknüpfen, was die Menschheit in jahrhundertelanger Arbeit gefunden hat, und weiterbauen und Nutzen stiften für die Menschheit, die uns so viel des Wissens gegeben hat? Darauf hat die Menschheit ein Anrecht. Was können wir der Menschheit in hingebungsvoller Liebe an die Lehrer der früheren Menschen ersparen! Genau so suchen wir auch hinsichtlich der inneren Entwickelung nicht für uns selbst, sondern als Arbeiter im großen Menschheitsdienste. Es waren immer Menschen da, die vorausgeeilt waren; von denen haben wir zu lernen, und wenn wir uns fürchten vor dem Beugen unter die Autorität, so ist das ein liebloser Unsinn. Arbeiten im Sinne der Lehrer der Menschheit, aufsuchen diejenigen, welche uns führen können, das ist es, was dem okkulten Lehrer wie Schüler zunächst und unbedingt notwendig ist. Diese Dinge, welche die Lehrer uns sagen, und welche durch Jahrhunderte geprüft und gekannt sind, locken aus dem astralischen Körper die Sinne heraus.
[ 6 ] Das findet mancher äußerst wenig für sich entsprechend. Man hört immer und immer wieder Phrasen, die für den wahren Okkultisten ein Unding sind: Ich brauche keinen Lehrer, ich muß selbst im Innern meinen Lehrer finden. - In solchen Reden steckt vorerst der denkbar größte Egoismus; dann ist es auch ein Unsinn. Wenn jemand die Geometrie von diesem Gesichtspunkte aus betrachten würde, was käme da heraus? Jeder kann durch innere Entwickelung alle Bestimmungen der Geometrie finden: er wird viele tausend Jahre dazu brauchen, aber finden kann er sie. Ist aber wirklich Veranlassung dazu da, die Geometrie nochmals zu entdecken? Soll man nicht an das anknüpfen, was die Menschheit in jahrhundertelanger Arbeit gefunden hat, und weiterbauen und Nutzen stiften für die Menschheit, die uns so viel des Wissens gegeben hat? Darauf hat die Menschheit ein Anrecht. Was können wir der Menschheit in hingebungsvoller Liebe an die Lehrer der früheren Menschen ersparen! Genau so suchen wir auch hinsichtlich der inneren Entwickelung nicht für uns selbst, sondern als Arbeiter im großen Menschheitsdienste. Es waren immer Menschen da, die vorausgeeilt waren; von denen haben wir zu lernen, und wenn wir uns fürchten vor dem Beugen unter die Autorität, so ist das ein liebloser Unsinn. Arbeiten im Sinne der Lehrer der Menschheit, aufsuchen diejenigen, welche uns führen können, das ist es, was dem okkulten Lehrer wie Schüler zunächst und unbedingt notwendig ist. Diese Dinge, welche die Lehrer uns sagen, und welche durch Jahrhunderte geprüft und gekannt sind, locken aus dem astralischen Körper die Sinne heraus.
[ 7 ] Wenn irgend jemand okkulte Lehren gibt - ein wirklicher Lehrer wird das nicht machen -, dann kommt es leicht vor, daß er dem Schüler Anweisungen gibt, wie er in der astralischen Welt Wahrnehmungen haben kann. Da kann man wahrnehmen, daß der Schüler anfängt, an seinem astralischen Leibe zu arbeiten, die Sinnesorgane herauszulocken, aber daß er dadurch viel schlechtere Gewohnheiten und Temperamentseigenschaften an den Tag legt als bevor er okkulter Schüler geworden war. Man hat sich darüber gewundert, daß in den ersten Zeiten der Theosophie viele unbegreifliche Fehltritte gemacht haben in bezug auf ihren Charakter. Schon durch die geringe Entwickelung des astralischen Leibes, welche die theosophische Lehre als Elementarlehre bewirkt hat, als sie angefangen hat bekanntzuwerden, traten ganz merkwürdige Erscheinungen auf. Zum Beispiel ein Schüler, der Kassier war, ist mit dem Gelde durchgegangen, ein anderer wieder hat noch ganz andere Sachen gemacht; auch Leute, die früher friedfertig waren, wurden streitsüchtig. Das hängt damit zusammen, daß mit dem bißchen okkulter Entwickelung, das aus den theosophischen Begriffen fließt, die schlimmen Seiten des Charakters hervorgedrängt werden, wenn sonst nichts geschieht. Doch soll niemand Furcht haben deshalb. Solchen Dingen soll eben nur Aufmerksamkeit zugewendet werden, sie sollen ernstgenommen werden. Wir wollen eben trachten, durch unsere Charakterstärke nicht in solche Verlokkungen zu verfallen. Anders ist es aber, wenn eine wirkliche systematische okkulte Schulung an den Schüler herantritt. Da ist das Arbeiten an dem astralischen Leibe ein viel ausgiebigeres, und dann ist es durchaus notwendig, daß dem physischen und dem Ätherleibe Ersatz geboten werde.
[ 7 ] Wenn irgend jemand okkulte Lehren gibt - ein wirklicher Lehrer wird das nicht machen -, dann kommt es leicht vor, daß er dem Schüler Anweisungen gibt, wie er in der astralischen Welt Wahrnehmungen haben kann. Da kann man wahrnehmen, daß der Schüler anfängt, an seinem astralischen Leibe zu arbeiten, die Sinnesorgane herauszulocken, aber daß er dadurch viel schlechtere Gewohnheiten und Temperamentseigenschaften an den Tag legt als bevor er okkulter Schüler geworden war. Man hat sich darüber gewundert, daß in den ersten Zeiten der Theosophie viele unbegreifliche Fehltritte gemacht haben in bezug auf ihren Charakter. Schon durch die geringe Entwickelung des astralischen Leibes, welche die theosophische Lehre als Elementarlehre bewirkt hat, als sie angefangen hat bekanntzuwerden, traten ganz merkwürdige Erscheinungen auf. Zum Beispiel ein Schüler, der Kassier war, ist mit dem Gelde durchgegangen, ein anderer wieder hat noch ganz andere Sachen gemacht; auch Leute, die früher friedfertig waren, wurden streitsüchtig. Das hängt damit zusammen, daß mit dem bißchen okkulter Entwickelung, das aus den theosophischen Begriffen fließt, die schlimmen Seiten des Charakters hervorgedrängt werden, wenn sonst nichts geschieht. Doch soll niemand Furcht haben deshalb. Solchen Dingen soll eben nur Aufmerksamkeit zugewendet werden, sie sollen ernstgenommen werden. Wir wollen eben trachten, durch unsere Charakterstärke nicht in solche Verlokkungen zu verfallen. Anders ist es aber, wenn eine wirkliche systematische okkulte Schulung an den Schüler herantritt. Da ist das Arbeiten an dem astralischen Leibe ein viel ausgiebigeres, und dann ist es durchaus notwendig, daß dem physischen und dem Ätherleibe Ersatz geboten werde.
[ 8 ] Wie ersetzt man das, was dem physischen und dem Ätherleibe entzogen wird? Dazu ist es notwendig, daß ganz bestimmte Eigenschaften im Menschen ausgebildet werden. Es ist möglich, in der menschlichen Natur und Wesenheit Eigenschaften auszubilden, durch die es der physische Leib und der Ätherleib nicht notwendig haben, in so ausgiebiger Weise ausgebessert zu werden. Denken Sie sich, Sie machen während des "Tages etwas zur Verstärkung des physischen und des Ätherleibes, zur Ausbesserung, so daß sie durch ihren eigenen Sinn und Rhythmus im Einklang mit dem großen Weltall schwingen, dann sind Sie erst imstande, die Kräfte für den astralischen Leib selbst zu verwenden. Und das muß man tun; man braucht es nicht gleich zu tun, aber es kommt die Stunde, wo es geschehen muß. Wenn der Lehrer sagt: Du mußt das Denken konzentrieren —, dann ist nicht bloß das gewöhnliche Denken gemeint. Wenn es heißt: Du mußt dich hinsetzen, einen gewöhnlichen Gedanken nehmen und keinen anderen Gedanken zulassen, ihn mit Abweisung aller anderen Gedanken möglichst intensiv denken -, so muß der Mensch eine gewisse innere Überwindung aufwenden; auf diese Überwindung kommt es an. Nicht der Gegenstand soll da interessieren und fesseln. Leicht ist es zum Beispiel an Napoleon zu denken, sehr schwer aber durch längere Zeit ununterbrochen an ein Zündhölzchen etwa zu denken. Das ist das ganz Wesentliche dabei. Dann werden Sie schon sehen, wie Sie nach einiger Zeit eine gewisse innere Kraft und Sicherheit erhalten. Man fühlt dann schon an einem inneren Erlebnis, ob es seine Wirkung getan hat.
[ 8 ] Wie ersetzt man das, was dem physischen und dem Ätherleibe entzogen wird? Dazu ist es notwendig, daß ganz bestimmte Eigenschaften im Menschen ausgebildet werden. Es ist möglich, in der menschlichen Natur und Wesenheit Eigenschaften auszubilden, durch die es der physische Leib und der Ätherleib nicht notwendig haben, in so ausgiebiger Weise ausgebessert zu werden. Denken Sie sich, Sie machen während des "Tages etwas zur Verstärkung des physischen und des Ätherleibes, zur Ausbesserung, so daß sie durch ihren eigenen Sinn und Rhythmus im Einklang mit dem großen Weltall schwingen, dann sind Sie erst imstande, die Kräfte für den astralischen Leib selbst zu verwenden. Und das muß man tun; man braucht es nicht gleich zu tun, aber es kommt die Stunde, wo es geschehen muß. Wenn der Lehrer sagt: Du mußt das Denken konzentrieren —, dann ist nicht bloß das gewöhnliche Denken gemeint. Wenn es heißt: Du mußt dich hinsetzen, einen gewöhnlichen Gedanken nehmen und keinen anderen Gedanken zulassen, ihn mit Abweisung aller anderen Gedanken möglichst intensiv denken -, so muß der Mensch eine gewisse innere Überwindung aufwenden; auf diese Überwindung kommt es an. Nicht der Gegenstand soll da interessieren und fesseln. Leicht ist es zum Beispiel an Napoleon zu denken, sehr schwer aber durch längere Zeit ununterbrochen an ein Zündhölzchen etwa zu denken. Das ist das ganz Wesentliche dabei. Dann werden Sie schon sehen, wie Sie nach einiger Zeit eine gewisse innere Kraft und Sicherheit erhalten. Man fühlt dann schon an einem inneren Erlebnis, ob es seine Wirkung getan hat.
[ 9 ] Dann muß man dazu übergehen, initiative Handlungen vorzunehmen, die man sonst ganz gewiß nicht getan hätte. Eine ganz unbedeutende Handlung mag es sein. Es kommt nicht auf das Bedeutende der Handlung an, aber es muß eine eigene Handlung sein, eine aus ureigenster Initiative. Ein Herr, dem ich dies sagte, teilte mir nach einiger Zeit mit, er habe in seinem Büro täglich sieben Schritte nach vorne und sieben Schritte nach rückwärts getan und sich dabei die Evolution und Involution vorgestellt. Ausgezeichnet - nicht die Größe der Handlung, sondern die ureigenste Initiative ist notwendig.
[ 9 ] Dann muß man dazu übergehen, initiative Handlungen vorzunehmen, die man sonst ganz gewiß nicht getan hätte. Eine ganz unbedeutende Handlung mag es sein. Es kommt nicht auf das Bedeutende der Handlung an, aber es muß eine eigene Handlung sein, eine aus ureigenster Initiative. Ein Herr, dem ich dies sagte, teilte mir nach einiger Zeit mit, er habe in seinem Büro täglich sieben Schritte nach vorne und sieben Schritte nach rückwärts getan und sich dabei die Evolution und Involution vorgestellt. Ausgezeichnet - nicht die Größe der Handlung, sondern die ureigenste Initiative ist notwendig.
[ 10 ] Einigen Freunden sprach ich auch davon und erwähnte, um ein Beispiel zu geben, daß man Blumen begießen könne, wenn man nie Blumen begossen habe. Und was mußte ich erleben? Als ich die Freunde besuchte, fand ich sie alle Blumen begießend vor. Das war das Verkehrteste, was sie tun konnten, denn nicht meine Handlung sollten sie tun, sondern eine bis auf die Erfindung ureigene. Wenn man das durch lange Zeit macht, sieht man, was es für eine innere Wirkung hat. Diese Dinge harmonisieren und gleichen derart alles im physischen und im Ätherleib aus, daß beide selbst nachklingen und nicht mehr so des Ausbesserns bedürfen, so daß der astralische Leib einen Teil der Kräfte ihnen entziehen kann.
[ 10 ] Einigen Freunden sprach ich auch davon und erwähnte, um ein Beispiel zu geben, daß man Blumen begießen könne, wenn man nie Blumen begossen habe. Und was mußte ich erleben? Als ich die Freunde besuchte, fand ich sie alle Blumen begießend vor. Das war das Verkehrteste, was sie tun konnten, denn nicht meine Handlung sollten sie tun, sondern eine bis auf die Erfindung ureigene. Wenn man das durch lange Zeit macht, sieht man, was es für eine innere Wirkung hat. Diese Dinge harmonisieren und gleichen derart alles im physischen und im Ätherleib aus, daß beide selbst nachklingen und nicht mehr so des Ausbesserns bedürfen, so daß der astralische Leib einen Teil der Kräfte ihnen entziehen kann.
[ 11 ] Dann muß sich der Mensch in Beziehung auf Lust und Leid beherrschen. Im gewöhnlichen Leben ist er der Sklaverei der Gefühle unterworfen. Er lacht, wenn ihm etwas besonders Lächerliches geboten wird, er weint bei irgendeinem traurigen Anlaß. Der Schüler aber muß sich in der Hand haben, er muß sich nicht beherrschen lassen, sondern seinerseits Lust und Leid beherrschen. Viele meinen, sie würden auf diese Weise stumpf werden, aber das Umgekehrte ist der Fall. Wir überwinden auf diese Weise Lust und Leid, das heißt, dasjenige, was egoistische Lust und egoistischer Schmerz ist. Wir müssen den Weg finden, um gleichsam hineinzukriechen in andere Wesen, um mit ihnen zu fühlen. Es soll sich keiner von dieser Übung abhalten lassen aus Besorgnis, stumpf zu werden; er wird feiner empfinden.
[ 11 ] Dann muß sich der Mensch in Beziehung auf Lust und Leid beherrschen. Im gewöhnlichen Leben ist er der Sklaverei der Gefühle unterworfen. Er lacht, wenn ihm etwas besonders Lächerliches geboten wird, er weint bei irgendeinem traurigen Anlaß. Der Schüler aber muß sich in der Hand haben, er muß sich nicht beherrschen lassen, sondern seinerseits Lust und Leid beherrschen. Viele meinen, sie würden auf diese Weise stumpf werden, aber das Umgekehrte ist der Fall. Wir überwinden auf diese Weise Lust und Leid, das heißt, dasjenige, was egoistische Lust und egoistischer Schmerz ist. Wir müssen den Weg finden, um gleichsam hineinzukriechen in andere Wesen, um mit ihnen zu fühlen. Es soll sich keiner von dieser Übung abhalten lassen aus Besorgnis, stumpf zu werden; er wird feiner empfinden.
[ 12 ] Eine vierte Übung ist die, die ich am liebsten durch die Erzählung einer Legende charakterisiere. Diese Legende ist aus dem Leben des Christus Jesus; sie ist nicht in der Bibel zu finden, wie viele andere nicht; sie ist aus dem Persischen. Als die Jünger einst mit Christus Jesus über Land gingen, sahen sie auf dem Wege den halbverwesten Kadaver eines verendeten Hundes liegen. Welch scheußliches Aas -—, sagten die Jünger und wendeten sich mit Ekel ab. Christus Jesus aber allein blieb stehen, betrachtete den Kadaver und sagte nach einer Weile: Welch herrliche Zähne hatte das Tier. -— Er sah an dem häßlichen, verwesenden Kadaver noch die schönen Zähne. Das gibt uns einen Fingerzeig, daß wir uns aneignen sollen und aneignen müssen, in allem Häßlichen das Körnchen Schönheit, im Schlechten Gutes, im Irrtum Wahrheit zu erblicken. Diese Eigenschaft der Positivität muß geübt werden durch einige Zeit, sie gibt innere Harmonie und inneren Rhythmus.
[ 12 ] Eine vierte Übung ist die, die ich am liebsten durch die Erzählung einer Legende charakterisiere. Diese Legende ist aus dem Leben des Christus Jesus; sie ist nicht in der Bibel zu finden, wie viele andere nicht; sie ist aus dem Persischen. Als die Jünger einst mit Christus Jesus über Land gingen, sahen sie auf dem Wege den halbverwesten Kadaver eines verendeten Hundes liegen. Welch scheußliches Aas -—, sagten die Jünger und wendeten sich mit Ekel ab. Christus Jesus aber allein blieb stehen, betrachtete den Kadaver und sagte nach einer Weile: Welch herrliche Zähne hatte das Tier. -— Er sah an dem häßlichen, verwesenden Kadaver noch die schönen Zähne. Das gibt uns einen Fingerzeig, daß wir uns aneignen sollen und aneignen müssen, in allem Häßlichen das Körnchen Schönheit, im Schlechten Gutes, im Irrtum Wahrheit zu erblicken. Diese Eigenschaft der Positivität muß geübt werden durch einige Zeit, sie gibt innere Harmonie und inneren Rhythmus.
[ 13 ] Das fünfte ist, daß der Mensch sich einigermaßen Unbefangenheit erwirbt in bezug auf alles Neue, was ihm in der Welt entgegentritt. Man könnte auch sagen, daß er niemals durch das, was er aus der Vergangenheit gewohnt ist, die Zukunft beeinflussen darf. Das Wort: «Das glaube ich nicht» -, muß völlig aus dem Gemüt verschwinden, und wenn zu Ihnen jemand kommt und sagt, der Kirchturm sei über Nacht schief geworden, müssen Sie einen Winkel in Ihrem Herzen finden, wo Sie für möglich halten, daß wirklich alles eintreten kann. Deshalb aber dürfen Sie nicht kritiklos werden; nur darf Ihnen nichts unmöglich erscheinen. Wer das kann, der kann sehr bedeutsam wirken auf den physischen und den Ätherleib und dadurch kommen diese in einen solchen Rhythmus, daß man dem Astralleib in der Nacht zukommen läßt, was ihm Meditation und Konzentration gibt. Denn das wird erst allmählich die Menschen zur wahren wirklichen Theosophie hinführen, daß sie überall einsehen, warum alles so und nicht anders geschieht. Wer den Mechanismus des Schlafes kennt, der weiß auch, warum solche Übungen gemacht werden müssen.
[ 13 ] Das fünfte ist, daß der Mensch sich einigermaßen Unbefangenheit erwirbt in bezug auf alles Neue, was ihm in der Welt entgegentritt. Man könnte auch sagen, daß er niemals durch das, was er aus der Vergangenheit gewohnt ist, die Zukunft beeinflussen darf. Das Wort: «Das glaube ich nicht» -, muß völlig aus dem Gemüt verschwinden, und wenn zu Ihnen jemand kommt und sagt, der Kirchturm sei über Nacht schief geworden, müssen Sie einen Winkel in Ihrem Herzen finden, wo Sie für möglich halten, daß wirklich alles eintreten kann. Deshalb aber dürfen Sie nicht kritiklos werden; nur darf Ihnen nichts unmöglich erscheinen. Wer das kann, der kann sehr bedeutsam wirken auf den physischen und den Ätherleib und dadurch kommen diese in einen solchen Rhythmus, daß man dem Astralleib in der Nacht zukommen läßt, was ihm Meditation und Konzentration gibt. Denn das wird erst allmählich die Menschen zur wahren wirklichen Theosophie hinführen, daß sie überall einsehen, warum alles so und nicht anders geschieht. Wer den Mechanismus des Schlafes kennt, der weiß auch, warum solche Übungen gemacht werden müssen.
[ 14 ] Wenn der Mensch eine Weile unter entsprechender Anleitung diese Schritte auf dem okkulten Pfade macht, wird ihm vieles sichtbar, fühlbar, erlebbar, was ihm sonst entgangen wäre. Sie dürfen nicht glauben, daß die Gefahren, die einem begegnen, sonst im Leben nicht da sind. Aber man sieht sie nicht vorher, man geht durch das Leben, aber man sieht sie nicht. Man lernt eben erst sehen, was in der geistigen Welt um uns ist, wenn man eindringen kann in die höheren Gebiete. Dasjenige zum Beispiel, was auf einer höheren Stufe der Mensch finden muß und immer finden wird, und was er ertragen muß, worauf er sich vorbereiten muß, das ist der Hüter der Schwelle. Die Menschen machen sich von ihm zumeist recht sonderbare Vorstellungen.
[ 14 ] Wenn der Mensch eine Weile unter entsprechender Anleitung diese Schritte auf dem okkulten Pfade macht, wird ihm vieles sichtbar, fühlbar, erlebbar, was ihm sonst entgangen wäre. Sie dürfen nicht glauben, daß die Gefahren, die einem begegnen, sonst im Leben nicht da sind. Aber man sieht sie nicht vorher, man geht durch das Leben, aber man sieht sie nicht. Man lernt eben erst sehen, was in der geistigen Welt um uns ist, wenn man eindringen kann in die höheren Gebiete. Dasjenige zum Beispiel, was auf einer höheren Stufe der Mensch finden muß und immer finden wird, und was er ertragen muß, worauf er sich vorbereiten muß, das ist der Hüter der Schwelle. Die Menschen machen sich von ihm zumeist recht sonderbare Vorstellungen.
[ 15 ] Was ist dieser Hüter der Schwelle? - Wir wollen heute einmal sozusagen mit Überspringen von mancherlei anderen Dingen und Erlebnissen auf dieses Erlebnis aufmerksam machen. Sie müssen sich klarsein, was der Mensch in der Regel während seines ganzen Lebens tut. Nehmen wir, in seinem wirklichen Sinne, das Kamalokaleben, das Leben nach dem Tode, wo der Mensch sozusagen noch einen gewissen Hang hat zum physisch-sinnlichen Dasein, und vergleichen wir dieses Leben mit dem, was vorgeht unmittelbar bevor das Kamalokaleben beginnt. Ein großes Erinnerungstableau tritt vor die Seele dessen, der eben den physischen Leib verlassen hat. Dann beginnt das Kamalokaleben.
[ 15 ] Was ist dieser Hüter der Schwelle? - Wir wollen heute einmal sozusagen mit Überspringen von mancherlei anderen Dingen und Erlebnissen auf dieses Erlebnis aufmerksam machen. Sie müssen sich klarsein, was der Mensch in der Regel während seines ganzen Lebens tut. Nehmen wir, in seinem wirklichen Sinne, das Kamalokaleben, das Leben nach dem Tode, wo der Mensch sozusagen noch einen gewissen Hang hat zum physisch-sinnlichen Dasein, und vergleichen wir dieses Leben mit dem, was vorgeht unmittelbar bevor das Kamalokaleben beginnt. Ein großes Erinnerungstableau tritt vor die Seele dessen, der eben den physischen Leib verlassen hat. Dann beginnt das Kamalokaleben.
[ 16 ] Dieses ist sehr eigenartig. Zunächst hat es die Eigenart, daß der Mensch zurückerlebt. In der Tat lebt er sein ganzes voriges Leben rückwärts, indem er durchlebt die Ereignisse, die seinem Tod vorangegangen sind bis zu seiner Geburt. Man lebt so alle Ereignisse zurück und ist damit fertig, wenn man bei seiner Geburt angekommen ist. Man kommt an jede Stelle, die man durchgemacht hat. Sagen wir, Sie seien sechzig Jahre alt geworden, und im vierzigsten Jahr haben Sie jemand eine Ohrfeige gegeben. Wenn Sie an diesen Erinnerungspunkt im Rückwärtserleben kommen, werden Sie zu diesem Menschen hingezogen, und es wird Ihnen sozusagen eine Marke eingeprägt, die etwas Merkwürdiges ist: Sie empfinden den Schmerz, den Sie verursacht haben. Während Ihres Lebens haben Sie vielleicht Rachegefühle geleitet; jetzt empfinden Sie das, was der empfunden hat, an dem Sie sich gerächt haben oder rächen wollten. Sie erleben im Rückwärtserleben, was Sie an Empfindungen und Gefühlen ausgestreut haben. Alles, was Sie da erleben, bietet Ihnen eine Menge dessen, was Ihre Fortentwickelung in der Menschheitsgeschichte hemmt. Und ohne diese eingelagerte Marke des Schmerzes würden Sie leichter vorwärtskommen, denn diese Hemmungsmarke bleibt Ihnen als eine Kraft. Und indem Sie im Kamaloka die Kräfte rückläufig aufnehmen, werden Sie im kommenden Leben wieder durch Karma dahin geführt, die Kräfte zu verwenden zum Tilgen der Schuld, zum Gutmachen, zum Ausgleich. So beginnt dort die Sehnsucht, wieder gutzumachen, was Sie gefehlt haben, und Sie werden hingezogen dazu, wenn der Mensch wieder mit Ihnen lebt, die Sache gutzumachen. So lebt sich Karma aus.
[ 16 ] Dieses ist sehr eigenartig. Zunächst hat es die Eigenart, daß der Mensch zurückerlebt. In der Tat lebt er sein ganzes voriges Leben rückwärts, indem er durchlebt die Ereignisse, die seinem Tod vorangegangen sind bis zu seiner Geburt. Man lebt so alle Ereignisse zurück und ist damit fertig, wenn man bei seiner Geburt angekommen ist. Man kommt an jede Stelle, die man durchgemacht hat. Sagen wir, Sie seien sechzig Jahre alt geworden, und im vierzigsten Jahr haben Sie jemand eine Ohrfeige gegeben. Wenn Sie an diesen Erinnerungspunkt im Rückwärtserleben kommen, werden Sie zu diesem Menschen hingezogen, und es wird Ihnen sozusagen eine Marke eingeprägt, die etwas Merkwürdiges ist: Sie empfinden den Schmerz, den Sie verursacht haben. Während Ihres Lebens haben Sie vielleicht Rachegefühle geleitet; jetzt empfinden Sie das, was der empfunden hat, an dem Sie sich gerächt haben oder rächen wollten. Sie erleben im Rückwärtserleben, was Sie an Empfindungen und Gefühlen ausgestreut haben. Alles, was Sie da erleben, bietet Ihnen eine Menge dessen, was Ihre Fortentwickelung in der Menschheitsgeschichte hemmt. Und ohne diese eingelagerte Marke des Schmerzes würden Sie leichter vorwärtskommen, denn diese Hemmungsmarke bleibt Ihnen als eine Kraft. Und indem Sie im Kamaloka die Kräfte rückläufig aufnehmen, werden Sie im kommenden Leben wieder durch Karma dahin geführt, die Kräfte zu verwenden zum Tilgen der Schuld, zum Gutmachen, zum Ausgleich. So beginnt dort die Sehnsucht, wieder gutzumachen, was Sie gefehlt haben, und Sie werden hingezogen dazu, wenn der Mensch wieder mit Ihnen lebt, die Sache gutzumachen. So lebt sich Karma aus.
[ 17 ] Ein anderes Beispiel. Vier Femerichter haben jemand zum Tode verurteilt und das Urteil ausgeführt. Warum war das geschehen? Als man das Leben aller dieser Männer zurückverfolgte, stellte sich heraus, daß im früheren Leben der Verurteilte eine Art Häuptling gewesen war und diese vier zum Tode verurteilt hatte. Da hat sich tatsächlich jener Zug, der die fünf zusammengebracht hat, im Kamalokaleben ausgebildet. So hat der Mensch immer Gelegenheit, während seines Kamalokalebens diejenigen Kräfte als Hemmungsmarken aufzunehmen, welche ihn wieder ins Leben führen, um sein Schuldkonto zu tilgen.
[ 17 ] Ein anderes Beispiel. Vier Femerichter haben jemand zum Tode verurteilt und das Urteil ausgeführt. Warum war das geschehen? Als man das Leben aller dieser Männer zurückverfolgte, stellte sich heraus, daß im früheren Leben der Verurteilte eine Art Häuptling gewesen war und diese vier zum Tode verurteilt hatte. Da hat sich tatsächlich jener Zug, der die fünf zusammengebracht hat, im Kamalokaleben ausgebildet. So hat der Mensch immer Gelegenheit, während seines Kamalokalebens diejenigen Kräfte als Hemmungsmarken aufzunehmen, welche ihn wieder ins Leben führen, um sein Schuldkonto zu tilgen.
[ 18 ] Nachdem der Mensch durch das Devachan durchgegangen ist und wieder zum Eintritt in das physische Leben kommen soll, haben Sie das Gegenbild von dem, was gleich nach dem Tode geschieht. Jetzt haben Sie eine Art von Vorhersehen, eine Art Vorschau auf dieses Leben, das Ihnen nun bevorsteht. Was er da wahrnimmt, vergißt er natürlich, wenn er nicht okkult geschult ist. Es sind Fälle nachweisbar, daß Menschen durch die Vorschau einen Schock bekommen haben und nicht hereinwollten in dieses Leben. Da stellte sich heraus, daß tatsächlich der Ätherleib nicht voll in den physischen Leib hineinging. In solchen Fällen blieb der Ätherleib des Kopfes ein ganzes Stück heraußen und bewirkte eine ganz bestimmte Art von Idiotismus.
[ 18 ] Nachdem der Mensch durch das Devachan durchgegangen ist und wieder zum Eintritt in das physische Leben kommen soll, haben Sie das Gegenbild von dem, was gleich nach dem Tode geschieht. Jetzt haben Sie eine Art von Vorhersehen, eine Art Vorschau auf dieses Leben, das Ihnen nun bevorsteht. Was er da wahrnimmt, vergißt er natürlich, wenn er nicht okkult geschult ist. Es sind Fälle nachweisbar, daß Menschen durch die Vorschau einen Schock bekommen haben und nicht hereinwollten in dieses Leben. Da stellte sich heraus, daß tatsächlich der Ätherleib nicht voll in den physischen Leib hineinging. In solchen Fällen blieb der Ätherleib des Kopfes ein ganzes Stück heraußen und bewirkte eine ganz bestimmte Art von Idiotismus.
[ 19 ] Nun müssen Sie aber nicht denken, daß das Karma etwa so verläuft, daß wir alles dasjenige, was wir in einer früheren Verkörperung verursacht haben, gleich in der nächsten abzahlen können. So einfach ist das nicht. Man muß manchmal viele, viele Verkörperungen durchmachen. Wenn Sie in irgendeinem Momente zurückblikken und alles sehen könnten, was in Ihrem Astralleibe an Marken da ist, die ausgeglichen werden müssen, bevor Sie Ihren Aufstieg in gewisse Höhen des Okkulten machen können, würden Sie Ihr ganzes Schuldkonto sehen.
[ 19 ] Nun müssen Sie aber nicht denken, daß das Karma etwa so verläuft, daß wir alles dasjenige, was wir in einer früheren Verkörperung verursacht haben, gleich in der nächsten abzahlen können. So einfach ist das nicht. Man muß manchmal viele, viele Verkörperungen durchmachen. Wenn Sie in irgendeinem Momente zurückblikken und alles sehen könnten, was in Ihrem Astralleibe an Marken da ist, die ausgeglichen werden müssen, bevor Sie Ihren Aufstieg in gewisse Höhen des Okkulten machen können, würden Sie Ihr ganzes Schuldkonto sehen.
[ 20 ] Dieses nun tritt dem Schüler entgegen und muß ihm entgegentreten in einer sinnbildlichen und greifbaren Gestalt — dasjenige, was wir noch abzutragen haben, was uns noch hemmt: das unausgetragene Karma. Das ist der Hüter der Schwelle.
[ 20 ] Dieses nun tritt dem Schüler entgegen und muß ihm entgegentreten in einer sinnbildlichen und greifbaren Gestalt — dasjenige, was wir noch abzutragen haben, was uns noch hemmt: das unausgetragene Karma. Das ist der Hüter der Schwelle.
[ 21 ] Es kann uns auch in ganz abnormer Weise entgegentreten. Es ist mir ein Fall bekannt, wo jemand am Ende des 18. Jahrhunderts verkörpert und dazumal mit einer ganz außerordentlichen Gier nach gewissen Taten auf dem physischen Plan behaftet war, so daß er nach dem Tode ein merkwürdiges Schicksal durchzumachen hatte. Er starb; nach sehr langer Zeit verließ er den letzten Rest des astralischen Leibes. -— Gewöhnlich fällt der astralische Leib nach Verlauf eines Drittels der verlebten Erdenzeit ab und bleibt als astralischer Leichnam zurück, bis er vergeht. Solche astralische Leichname umschwirren uns beständig und üben einen schlechten Einfluß auf die Menschen aus. — Er konnte auch nicht lange bleiben in der geistigen Welt, sondern bekam früh den Drang, wieder in das Physische hinabzugehen. Nun ist ihm das Unheil passiert, das allerdings sehr selten eintreten kann. Es kann nämlich der Fall eintreten, wenn der Mensch in das physische Dasein zurückkehrt, daß er seinen astralischen Leichnam noch vorfindet. Das ist dann sehr schlimm für ihn, denn dann wird sein jetziger astralischer Leib von dem früheren astralischen Leibe gleichsam durchtränkt, was ein furchtbares Schicksal ist. Er hat ihn dann beständig neben sich als Doppelgänger und dies ist die abnormale Art des Hüters der Schwelle. Das kann in besonderen Ausnahmefällen vorkommen.
[ 21 ] Es kann uns auch in ganz abnormer Weise entgegentreten. Es ist mir ein Fall bekannt, wo jemand am Ende des 18. Jahrhunderts verkörpert und dazumal mit einer ganz außerordentlichen Gier nach gewissen Taten auf dem physischen Plan behaftet war, so daß er nach dem Tode ein merkwürdiges Schicksal durchzumachen hatte. Er starb; nach sehr langer Zeit verließ er den letzten Rest des astralischen Leibes. -— Gewöhnlich fällt der astralische Leib nach Verlauf eines Drittels der verlebten Erdenzeit ab und bleibt als astralischer Leichnam zurück, bis er vergeht. Solche astralische Leichname umschwirren uns beständig und üben einen schlechten Einfluß auf die Menschen aus. — Er konnte auch nicht lange bleiben in der geistigen Welt, sondern bekam früh den Drang, wieder in das Physische hinabzugehen. Nun ist ihm das Unheil passiert, das allerdings sehr selten eintreten kann. Es kann nämlich der Fall eintreten, wenn der Mensch in das physische Dasein zurückkehrt, daß er seinen astralischen Leichnam noch vorfindet. Das ist dann sehr schlimm für ihn, denn dann wird sein jetziger astralischer Leib von dem früheren astralischen Leibe gleichsam durchtränkt, was ein furchtbares Schicksal ist. Er hat ihn dann beständig neben sich als Doppelgänger und dies ist die abnormale Art des Hüters der Schwelle. Das kann in besonderen Ausnahmefällen vorkommen.
[ 22 ] Bei dem aber, der auf dem Wege der okkulten Entwickelung ist, ist es notwendig, daß er in einem bestimmten Zeitpunkt seinen gewöhnlichen astralischen Leib sieht mit allen Marken seines unausgeglichenen Karmas, und er muß durch Mittel, die man dazu hat, sein unausgetragenes Karma auszugleichen suchen. Dies ist die wahre Begegnung mit dem Hüter der Schwelle. Es soll dies alles nicht gesagt sein, um gruseln zu machen, sondern um Ihnen einen Begriff zu geben, was man im wahren Sinne des Wortes Selbsterkenntnis nennt. Diese ist zweifach: Erstens ist es die Erkenntnis dessen, was das wahre Selbst auszutragen hat. Zweitens ist es die Erkenntnis des höheren Selbstes. Aber da ist Erkenntnis etwas ganz anderes. Sie können in der Bibel lesen: Adam erkannte sein Weib. — Das ist ein Ausdruck für die Befruchtung. Erkenne dich selbst, heißt: befruchte dich mit der Weisheit in dir, betrachte die Seele als weibliches Organ und befruchte dich. Willst du die Selbsterkenntnis haben, so suche in dir, dort wirst du erkennen alle deine Fehler; willst du dein höheres Selbst erkennen, dann suche außerhalb von dir, denn da ist Welterkenntnis Selbsterkenntnis. In der Sonne ist alles, denn alles ist Sonne. Wir müssen von uns loskommen. Man sagt mir: Du erzählst uns von der Entwickelung und dergleichen; wir aber wollen Erhebung der Seele, der Gefühle. - Der so spricht, ist sich selbst feind. Nicht dadurch, daß wir in uns hineingaffen, sondern dadurch, daß wir die Welt in allen Stücken, Stück für Stück, kennenlernen, werden wir selbstlos und können wir die Selbst- und Gotteserkenntnis finden.
[ 22 ] Bei dem aber, der auf dem Wege der okkulten Entwickelung ist, ist es notwendig, daß er in einem bestimmten Zeitpunkt seinen gewöhnlichen astralischen Leib sieht mit allen Marken seines unausgeglichenen Karmas, und er muß durch Mittel, die man dazu hat, sein unausgetragenes Karma auszugleichen suchen. Dies ist die wahre Begegnung mit dem Hüter der Schwelle. Es soll dies alles nicht gesagt sein, um gruseln zu machen, sondern um Ihnen einen Begriff zu geben, was man im wahren Sinne des Wortes Selbsterkenntnis nennt. Diese ist zweifach: Erstens ist es die Erkenntnis dessen, was das wahre Selbst auszutragen hat. Zweitens ist es die Erkenntnis des höheren Selbstes. Aber da ist Erkenntnis etwas ganz anderes. Sie können in der Bibel lesen: Adam erkannte sein Weib. — Das ist ein Ausdruck für die Befruchtung. Erkenne dich selbst, heißt: befruchte dich mit der Weisheit in dir, betrachte die Seele als weibliches Organ und befruchte dich. Willst du die Selbsterkenntnis haben, so suche in dir, dort wirst du erkennen alle deine Fehler; willst du dein höheres Selbst erkennen, dann suche außerhalb von dir, denn da ist Welterkenntnis Selbsterkenntnis. In der Sonne ist alles, denn alles ist Sonne. Wir müssen von uns loskommen. Man sagt mir: Du erzählst uns von der Entwickelung und dergleichen; wir aber wollen Erhebung der Seele, der Gefühle. - Der so spricht, ist sich selbst feind. Nicht dadurch, daß wir in uns hineingaffen, sondern dadurch, daß wir die Welt in allen Stücken, Stück für Stück, kennenlernen, werden wir selbstlos und können wir die Selbst- und Gotteserkenntnis finden.
[ 23 ] Es gibt keine schlechtere Phrase als die: Man braucht nur in sich selbst hineinzuschauen. — Dort findet man aber nur das niedere Selbst. Mit Liebe soll man außen suchen und man wird finden. Ich habe Leute gekannt, die gesagt haben: Was brauche ich? Ich brauche gar nichts, denn ich bin Atma. — Und wenn sie auch fort und fort «Atma, ich bin Atma» sagen, sie bringen es nicht in das Bewußtsein, weil sie vom Atma nicht mehr wissen, als daß das Wort vier Buchstaben hat. Das In-sich-Hineinsehen führt nur zum Abschließen. Wir sind nichts als ein Glied dieser Welt. Der Finger ist nur dadurch Finger, daß er am Organismus bleibt; lösen Sie ihn los, dann ist er nicht mehr Finger. Der Finger trennt sich nicht vom Organismus; aber der Mensch, der ist so «gescheit» zu glauben, daß er sich von der Erde trennen könne, obzwar man ihn nur einige Kilometer über die Erde hinaufbringen müßte, und er vergeht. Der Mensch gehört zur Sonne, seinem Äther- und Astralleibe nach, zu einer ganzen Sonnenwelt. Es ist der größte Irrtum, das Selbst in sich finden zu wollen. Von-sich-Loskommen durch das Sich-Vertiefen in alle Einzelheiten der Welt, das ist das Richtige. Der sich in Liebe und Demut befruchtet, der findet die Gottseligkeit, während der, der Gott in sich sucht, verhärtet. So sehen Sie, daß man viel zu lernen hat, wenn man gerade den esoterischen Weg wirklich kennenlernen will. Und es kommt darauf an, daß wir über eine solche Sache den richtigen Gedanken haben. Sie brauchen nicht von früh bis abends daran zu denken, ebensowenig als es notwendig ist, daß Sie sich stets Ihren eigenen Namen vorsagen. Es genügt, wenn Sie den Gedanken wissen. Es gibt Gedanken, ohne die der Esoteriker nicht Esoteriker sein kann. Hat er sie so, wie er im gewöhnlichen Leben seine Triebe, seine Motive hat, dann bedeuten diese Gedanken Schritte für ihn, die ihn hinaufführen auf den übersinnlichen Erkenntnisplan, bedeuten für ihn ein Eindringen in die Weltenweisheit, ein in Erkenntnis Vordringen zur Liebe.
[ 23 ] Es gibt keine schlechtere Phrase als die: Man braucht nur in sich selbst hineinzuschauen. — Dort findet man aber nur das niedere Selbst. Mit Liebe soll man außen suchen und man wird finden. Ich habe Leute gekannt, die gesagt haben: Was brauche ich? Ich brauche gar nichts, denn ich bin Atma. — Und wenn sie auch fort und fort «Atma, ich bin Atma» sagen, sie bringen es nicht in das Bewußtsein, weil sie vom Atma nicht mehr wissen, als daß das Wort vier Buchstaben hat. Das In-sich-Hineinsehen führt nur zum Abschließen. Wir sind nichts als ein Glied dieser Welt. Der Finger ist nur dadurch Finger, daß er am Organismus bleibt; lösen Sie ihn los, dann ist er nicht mehr Finger. Der Finger trennt sich nicht vom Organismus; aber der Mensch, der ist so «gescheit» zu glauben, daß er sich von der Erde trennen könne, obzwar man ihn nur einige Kilometer über die Erde hinaufbringen müßte, und er vergeht. Der Mensch gehört zur Sonne, seinem Äther- und Astralleibe nach, zu einer ganzen Sonnenwelt. Es ist der größte Irrtum, das Selbst in sich finden zu wollen. Von-sich-Loskommen durch das Sich-Vertiefen in alle Einzelheiten der Welt, das ist das Richtige. Der sich in Liebe und Demut befruchtet, der findet die Gottseligkeit, während der, der Gott in sich sucht, verhärtet. So sehen Sie, daß man viel zu lernen hat, wenn man gerade den esoterischen Weg wirklich kennenlernen will. Und es kommt darauf an, daß wir über eine solche Sache den richtigen Gedanken haben. Sie brauchen nicht von früh bis abends daran zu denken, ebensowenig als es notwendig ist, daß Sie sich stets Ihren eigenen Namen vorsagen. Es genügt, wenn Sie den Gedanken wissen. Es gibt Gedanken, ohne die der Esoteriker nicht Esoteriker sein kann. Hat er sie so, wie er im gewöhnlichen Leben seine Triebe, seine Motive hat, dann bedeuten diese Gedanken Schritte für ihn, die ihn hinaufführen auf den übersinnlichen Erkenntnisplan, bedeuten für ihn ein Eindringen in die Weltenweisheit, ein in Erkenntnis Vordringen zur Liebe.
