Nature and Spirit Beings
Their Influence on Our Visible World
GA 98
2 February 1908 p.m., Heidelberg
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Nature and Spirit Beings, tr. Heymanns
12. Über die Gruppen-Iche von Tieren, Pflanzen und Mineralien
12. Group Souls of Animals, Plants, and Minerals II
[ 1 ] Gewisse Tatsachen, die wir durch die Geheimwissenschaft erkennen, zeigen uns, wie die Welt etwas ganz anderes wird durch die Theosophie oder Geheimwissenschaft. Sprechen wollen wir zunächst über die Beseelung der verschiedenen Reiche der Natur, der Welt um uns herum. Es wird uns in der Theosophie dargestellt, daß der Mensch zunächst aus vier Gliedern besteht: aus dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich. Die anderen drei höheren Glieder sind Entwickelungen dieser vier Glieder.
[ 1 ] Certain facts that we come to know through Occult Science, show us that the world is becoming quite different through Theosophy or Occult Science. First, let us talk about how the different realms of nature, the world around us, is imbued with souls. Theosophy illustrates how the human being consists initially of four limbs—the physical body, the etheric body, the astral body and the Ego. Then there are also three higher limbs that are developments of these four.
[ 2 ] Wenn wir sagen, das Mineral hat mit der ganzen leblosen Natur gemeinschaftlich den physischen Leib, die Pflanzen haben dazu noch den Ätherleib, das Tier noch den Astralleib, und der Mensch noch das «Ich bin», so bezieht sich eine solche Erklärung auf unsere physische Welt. Beim Mineral können wir auf dem physischen Plan auch mit dem am stärksten entwickelten Auge des Sehers nur einen physischen Leib finden, bei der Pflanze außerdem nur noch den Ätherleib, beim Tier dazu noch den Astralleib und beim Menschen noch das «Ich bin» innerhalb der physischen Welt. Wenn man diese Wesenheiten betrachtet in höheren Welten, dann ist es nicht so, daß die Pflanze nur einen physischen Leib und einen Ätherleib hat, dann stellt sich uns diese Pflanze als ein recht kompliziertes Wesen dar. Wenn wir die Pflanze zunächst untersuchen, dann findet man sie unter der Erde mit ihrer Wurzel, und sie ragt heraus aus der Erde mit dem Stengel und treibt heraus aus dem Stengel Blatt an Blatt. Wenn wir mit dem Auge des Sehers über der Pflanze die astralische Welt betrachten, dann sehen wir über der Pflanze ein astralisches Glimmlicht, das die Blüte der Pflanze einhüllt. Wenn wir nun auch noch die Devachanwelt prüfen können, dann stellt sich etwas Merkwürdiges heraus. Da ist die Pflanze wie in einer Scheide eingehüllt; die geht bis zum Mittelpunkt der Erde und hat dort im Mittelpunkt der Erde ihre Spitze. Das ist erst in Wirklichkeit die ganze Pflanze. Wenn wir die ganze Pflanzendecke der Erde betrachten, sehen wir diese Glimmlichter im Astralischen.
[ 2 ] If we say that the mineral has a physical body in common with all of lifeless nature, and, in addition, plants have an etheric body, animals an astral body, and the human being has the “I am”, then this statement applies to our physical world. On the physical plane, when looking at a mineral even the most developed eye of a clairvoyant is not able to perceive anything apart from a physical body. When looking at a plant, a physical and an etheric body can be seen, and looking at an animal, in addition to these an astral body becomes visible; whilst looking at a human being all of these bodies and the “I am” can be seen in the physical world. Observation of these entities in the higher worlds reveals that the plant does not only have a physical and an etheric body, but it presents itself to us as quite a complicated entity. If we first examine the plant, we find it with its roots under the earth, and it sticks out of the earth with its stem and shoots out of this leaf by leaf. Looking with a clairvoyant eye at the astral world above the plant, we will see above it a glowing astral light that envelopes the blossom of the plant. If we were able to check the view from the Devachan world as well, we would find something curious. There the plant is as if enclosed by a sheath that extends to the centre of the Earth, where it has its top. In reality this is the whole plant. We can see these glow-lights in the astral world when we observe the entire plant cover of the Earth.

[ 3 ] Der Ätherleib der Pflanze ist ein Kraftleib. Er hat eine ganz bestimmte Aufgabe im Pflanzenleben. Er hat die Aufgabe, Blatt an Blatt in einer Art Wiederholung anzusetzen. Wäre bloß der Ätherleib in der Pflanze, dann würde sie nie eine Blüte ansetzen. Sie würde nur Blatt an Blatt entwickeln. Der Ätherleib ist das Prinzip der Wiederholung. Wir können das auch beobachten am Menschen selber. Der Mensch besteht aus dem physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und dem Ich. Nicht alle Teile am Menschen sind an diesen vier Gliedern in gleicher Weise beteiligt. Es gibt Teile, von denen sich der Astralleib wieder zurückgezogen hat. An manchen solchen Organen greift er nicht mehr ein, er hat da keine Kraft. Oben am Kopf hat er sich zurückgezogen; da wirkt nur der Ätherleib mit der Wiederholung und erzeugt die sich wiederholenden Haare in derselben Form. An einer anderen Stelle kann man sehen, wie das Prinzip des Ätherleibes übergeht in das Prinzip des Astralleibes. In den Wirbeln der Wirbelsäule wirkt das Prinzip des Ätherleibes. Da greift am Ende der Astralleib ein und treibt die Wirbel auf zum Hohlraum des Kopfes.
[ 3 ] The etheric body of the plant is a vital strength body. It has a very particular function in plant life. Its task is to push forth leaf by leaf in a kind of repetitive routine. If a plant only had an etheric body, it could never come into bloom. It would only sprout out leaf by leaf. The etheric body is the principle of repetition. We can also observe this in the human being, who consists of the physical body, the etheric body, the astral body and the “I”. Not all parts of the human body are equally participating in these four “limbs”. There are parts from which the astral body has withdrawn again. It no longer intervenes in some of these organs, as it has no strength there. It has withdrawn from the top of the head. There, only the etheric body is active with repetition—creating hair by hair repeatedly in the same form. At a different point, we can see how the principle of the etheric body passes into the principle of the astral body. The etheric principle is active in the vertebrae of the spinal cord. At the bottom end of the spinal cord the astral body intervenes and drives the vertebrae upwards towards the cavity of the head.
[ 4 ] Das Glimmlicht über der Pflanze ist auch astrale Substantialität, die hier aber durchdrungen sein muß von der geistigen Kraft der Sonnenstrahlen. Die Kraft, die hier die Pflanze umgibt und umsäumt, wird angeregt von den geistigen Kräften des Sonnenlichtes und wandelt das Prinzip der Wiederholung, der Blätter, des Ätherleibes, in die Blüte durch das Prinzip des Astralischen. Ein solches Eingreifen des Astralischen ist eine Hemmung. Wenn wir dann die Scheide der Pflanze bis ins Innere der Erde verfolgen, haben wir dort das Ich der Pflanze. Niemand darf einwenden, daß dort im Mittelpunkt der Erde nicht alle Pflanzen-Iche Platz hätten. Im Geistigen gilt das Prinzip der Durchlässigkeit. Alle Pflanzen-Iche sind im Mittelpunkt der Erde zusammen. Wenn wir von diesem Gesichtspunkte aus die Erde betrachten, erscheint sie uns nicht nur als eine Kugel im Weltenraum, sondern sie erscheint uns durchseelt. Die einzelnen Pflanzen wachsen aus der Erde heraus wie die Nägel aus unserem Organismus. Nur sind in der Erde viele Pflanzen-Iche zusammen. Aber nicht jede Pflanze hat ein Ich, sondern ganze Gruppen von Pflanzen haben ein gemeinschaftliches Ich.
[ 4 ] The glow-light above the plant is also substantially astral but here it must be penetrated by the spiritual power of the Sun’s rays. Here, the power that borders and surrounds the plant is activated by the sunlight’s spiritual strength. The astral principle intervenes and transforms the etheric body’s principle—expressed in the repetitive sprouting out of the leaves—into the emergence of blossoms. Such an intervention by the astral is a hindrance. When we then follow the sheath of the plant into the interior of the Earth, we will find the Ego of the plant there. None should argue that not all plant-Egos would find space in the centre of the Earth. In the spiritual, the principle of permeability holds sway. All plant-Egos are together in the centre of the Earth. Seen from this perspective, the Earth appears to us not only as a globe in the universe, but also appears to be imbued with souls. The individual plants grow out of the Earth like the fingernails out of our organism. Inside the Earth, many plant-Egos are together. Not every plant has an Ego, but whole groups of plants share a common Ego.
[ 5 ] Ebenso ist es bei den Tieren. Auch da haben ganze Gruppen ein gemeinschaftliches Ich. Ob der eine Löwe in Afrika ist und der andere in einer Menagerie, darauf kommt es nicht an; sie sind Glieder des einen Löwen-Ichs. Denken wir uns unsere Hand gesteckt durch einen Schirm. Wir müssen uns sagen: zu den Fingern gehört ein Ich dazu. So gehören alle Löwen auf der Erde zu einem einzigen Ich, alle Tiger auf der Erde zu einem Tiger-Ich. Alle Löwen, alle Tiger sind Glieder eines gemeinschaftlichen Gruppen-Ichs.
[ 5 ] This is also the case with animals. There too whole groups share a common Ego. It doesn’t matter if a lion is in Africa and another one in a menagerie, they are the limbs of the one lion-Ego. Imagine your hand stretched through a screen. We must tell ourselves: an Ego must belong to those fingers. In this way all lions on Earth belong to one single Ego, all tigers on Earth belong to one tiger-Ego. All lions, all tigers are limbs of a common group-Ego.
[ 6 ] Zunächst ist es interessant, sich ein wenig bekanntzumachen mit diesen tierischen Ichen. Wenn ein Mensch vom matenialistischen Standpunkt aus die Welt beobachtet, glaubt er, er geht nur durch materielle Substanzen. Aber das ist nicht so. Die tierischen Gruppenseelen laufen wie die Passatwinde um die Erde herum in den mannigfaltigsten Linien. Sie gehen im Kreise um die Erde herum, gehen durch das Rückenmark des Tieres. Die hauptsächlichste Eigenschaft dieses Gruppen-Ichs ist folgendes: Der astrale Plan hat abgeschlossene Wesenheiten, nur haben diese keinen abgeschlossenen Körper. Aber zum Beispiel zu allen Löwen gehört eine astrale abgeschlossene Wesenheit. Diese Wesenheiten sind dort wie eine Bevölkerung. Die tierischen Gruppen-Iche sind viel gescheiter als die Menschen-Iche; sie sind weiser. Alles, was im Tierreich ist an weisen Einrichtungen, rührt her von den tierischen Gruppen-Ichen.
[ 6 ] First of all, it is interesting to familiarise oneself a little with those animal-Egos. A person who observes the world from a materialistic standpoint believes that he only walks through material substances. But this is not so. The animal group-Souls, like the trade winds, are going around the Earth on the most diverse routes. They are circling around the Earth; they go through the spinal marrow of animals. The main characteristic of these group-Egos is the following: The astral plane has self-contained beings, only they do not possess a self-contained body. But, for example, an astral self-contained being belongs to all lions These beings form a population on the astral plane. The animal group-Egos are much smarter than the human-Egos—they are wiser. Every wise establishment that exists in the animal kingdom stems from the animal group-Egos.
[ 7 ] Wenn wir die Vögel im Herbst nach dem Süden fliegen sehen, wenn wir den Biber bei der Arbeit an seinem Bau belauschen, da sehen wir die Wirkungen der tierischen Gruppen-Iche. Der einzelne Biber ist nicht gescheit, aber das Gruppen-Ich des Bibers ist weise. Wir treten da in eine Welt von Weisheit und Intelligenz, wenn wir zu diesen abgeschlossenen Wesen auf dem astralen Plan kommen. Es ist im Grunde genommen gerade sehr gut, sich mit diesen Wesenheiten zu unterhalten. Sie wissen viel mehr als wir von der Weisheit der Welt. Die Pflanzen-Iche sind in dem Mittelpunkt der Erde lokalisiert. Wenn wir sie aufsuchen, lernen wir da auch Freude und Schmerz der Pflanze kennen. Das, was die Pflanze herausschickt über die Oberfläche der Erde, wenn es auch grün ist, wenn es auch fest ist, ist es doch zu vergleichen mit der Milch, die aus dem Tiere kommt. Es ist tatsächlich so, als ob der ganze Erdorganismus etwas aus der Erde herausschickte wie die Milch, die aus dem Tiere kommt. Wenn wir die Pflanze abpflücken, so verursacht das der Pflanzenseele eine Art Wollust, wie sie die Kuh empfindet, wenn das Kalb am Euter saugt. Wenn der Mensch sich in die Pflanzenseele versetzt, dann lernt der Mensch ein Mitwissen und Mitfühlen mit der ganzen Natur. Wenn wir uns zu Mitwissern der ganzen Natur machen, dann wird die Seele so gestimmt, daß sie auch mit den anderen Menschen fühlt.
[ 7 ] When we see birds flying in autumn towards the South, when we observe the beaver at work on his lodge, then we see the animal group-Egos at work. The individual beaver is not clever, but the beaver group-Ego is wise. When we reach such self-contained beings on the astral plane, we are entering a world of wisdom and intelligence. Essentially, it is just very good to communicate with these beings. They know much more than we do about the wisdom of the world. The plant-Egos are located in the centre of the Earth. If we visit them, we will learn there about the joy and pain of the plants. What the plant shoots out onto the surface of the Earth, even if it is green, even if it is firm, can still be compared to the milk that is secreted by an animal. Indeed, it is as if the whole Earth organism sends out something like milk that is secreted by animals. Plucking a plant causes a delightful feeling for the plant-Soul, similar to a cow’s feelings when the calf suckles on the udder. If someone empathizes with the plant-Soul, then he can share in the knowledge of all nature and feel with it. If we make ourselves confidants of the whole of nature, then our Soul will be tuned to also empathize with the other human beings.
[ 8 ] Man lernt erkennen, wenn der Schnitter im Herbst mit der Sense über die Felder hinstreicht und Halm für Halm und Garbe für Garbe abmäht, daß da etwas wie Hauche von Wollustgefühlen über die Äcker hinstreicht. Das ist eine wunderbare Beobachtung, wenn man erkennt, wenn der Landmann mäht, wie etwas wie Hauche von Wollustgefühlen über die Erde dahinweht. Wenn man die Pflanzen mit der Wurzel ausreißt, dann verursacht man der Pflanzenseele Schmerz. Was für unseren physischen Plan gilt, das gilt nicht immer auch für die anderen Welten. Wenn jemand sich seine weißen Haare ausreißt, so mag das seinem Schönheitsgefühl entsprechen, aber weh tut es doch. So tut es auch der Pflanze weh, wenn man sie mit der Wurzel ausreißt, wenn man vielleicht auch findet, daß das richtiger sei, vom physischen Plan aus betrachtet. Wir dürfen nicht glauben, wenn man weiß, da oder dort wird Schmerz in der Natur verursacht, daß wir den Schmerz hindern können.
[ 8 ] One learns to recognise that something like a whiff of well-being streams across the fields in autumn when the reaper scythes the fields, mowing down stalk by stalk and sheaf by sheaf. It is a wonderful observation to see that when the farmer mows, whiffs of delight are wafting across the Earth. However, if someone rips out plants by their roots, then he causes pain to the plant’s soul. What applies to our physical plane does not always apply to other worlds as well. Someone might pluck out their white hair because this appeals to his sense of beauty, but it still hurts. In the same way, it hurts the plant when it is ripped out by the roots, even though from the perspective of the physical plane one might think this is the right thing to do. We must not believe that we can prevent pain, even if we know that here or there pain is caused in nature.
[ 9 ] So haben wir gesehen, wie der Mensch lernt, durch den Einblick in die Natur sich in die Mitwesen hineinzuleben. Auch die Seelen der Steine empfinden Lust und Leid. Wenn wir einen Steinbruch betrachten und sehen, wie die Arbeiter Stein um Stein absprengen, so könnten wir glauben, daß wenn die Steine heruntersplittern, dies dem Felsen Schmerz verursacht. Das ist nicht der Fall. Ganze Ströme von Wohlgefühl splittern da mit den Steinen ab und ergießen sich heraus aus dem Steinbruch. Wenn man ein Glas Wasser nimmt und Salz darin auflöst, so sieht der Seher, daß in der Auflösung des Salzes ganze Ströme von Wohlgefühl sich verbreiten. Wenn wiir dann das Wasser abkühlen, und das Salz wieder fest wird, dann verursacht das Schmerz.
[ 9 ] Now we have seen how the human being, by gaining insight into nature, learns to empathise with his fellow beings. The souls of the stones too feel pleasure and pain. When we observe a quarry and see how the workers blast stone by stone apart, then we could believe that as the stones are chipped off, this would cause pain to the rock. This is not the case. Whole streams of delight are splintering off together with the stones and pouring out of the quarry. If you take a glass of water and dissolve salt in it, the clairvoyant can see that at the dissolution of the salt whole streams of wellbeing are distributed. When the water cools down and the salt becomes solidified again, that causes pain.
[ 10 ] Wenn wir ein Streichholz anzünden, irgend etwas abbrennen, dann verursacht das in einem Seelenwesen, das in diesem Verbrennungsprozeß wirkt, ganze innere Ströme von Wollust. Licht, das sich verbreitet im Weltenall, verbreitet sich nicht nur als physische Substantialität, sondern es verbreiten sich damit Ströme von Seligkeitsgefühl. Die geistigen Wesen, die im Lichte leben, geben das Licht gerne her; das ist Seligkeitsgefühl. Sie fühlen sich selig in dem Hinströmen des Lebens im Lichte. So lernen wir die ganze Welt innerlich kennen. Wenn wir so immer mehr das Leben um uns herum seelisch erkennen lernen, so lernen wir dadurch tatsächlich wunderbare Geheimnisse der menschlichen Entwickelung kennen.
[ 10 ] If we light a matchstick and burn something, then this causes a soul-being involved in the burning process to experience whole streams of inner delight. The light that streams through the universe distributes itself not only as a physical essence but with it streams of bliss are disseminated. The spiritual beings who live in the light enjoy sharing out the light—this is a feeling of bliss. They feel blessed by the streaming forth of the life in the light. In this way, we learn to know the whole world inwardly. If we thus gain more and more spiritual insights into the life that surrounds us, then indeed we will learn to know wonderful secrets of human evolution through this.
[ 11 ] Wir wollen zurückgehen in frühere Zeiten. Da war die Erde in einer so hohen Temperatur, daß alle Metalle, alle Mineralien aufgelöst waren. Wir können zurückblicken auf einen Zustand, wo in der Wärme alles aufgelöst war. Damals war der Mensch als geistiges Wesen mit der Erde verbunden. Wodurch ist die Erde der Schauplatz der jetzigen Menschen geworden, in der jetzigen Gestalt? Die Substanzen der Erde mußten fest werden, sich zusammen kristallisieren. Dieser Prozeß ist durchgemacht worden auf unserer Erde. In der Zukunft wird die Erde diesen Prozeß in der entgegengesetzten Weise durchmachen. Die Erde und alle Menschen werden sich vergeistigen. Für das physische Leben heißt Vergeistigen «Zerstieben in die kleinsten Teile». Wenn nach langen Zeiten ein Weltenkörper seine Aufgabe erfüllt hat, dann lösen sich nach und nach Teilchen dieses Weltenkörpers auf. Fort und fort wechselt das Zusammenballen der Materie ab mit dem Sich-Auflösen der Materie. Wir können schon am Radium sehen, daß die Erde beginnt zu zerstieben, sich zu vergeistigen. Wir haben, mit der Erdentwickelung beginnend, die Erde in feurigem Zustande, dann die Verdichtung zu den Gesteinen, das Zusammenballen. Die Gesteinsseelen müssen da Schmerzen durchmachen. Erst wenn der Weltenkörper wieder der Vergeistigung entgegengeht, dann entsteht durch die Zersplitterung das Wollust-, das Lustgefühl.
[ 11 ] Let us return to earlier times when Earth was at such a high temperature that all metals, all minerals, were dissolved. We can look back to a condition where everything was dissolved in warmth. At that time, the human being was connected to the Earth as a spiritual being. How has Earth in its present form become the setting for modern man? The substances of the Earth had to become firm and crystallise together. This process has been undergone on Earth. In the future, the Earth will go through this process in reverse. The Earth and all human beings will spiritualise themselves. For physical life to spiritualise means to disperse into its smallest parts. If after long periods of time a world-body has fulfilled its task, then by and by small parts of this world-body dissolve. There is an ongoing alternation between the conglomeration and the dissolution of matter. Already we can see from the radium that the Earth is beginning to scatter apart, to spiritualise. Starting with the beginning of the Earth’s evolution, we find the Earth in a fiery state, then the compression of matter into rock, the conglomeration. There the mineral-Souls had to experience pain. Only when the world-body once again approaches spiritualisation, then a feeling of pleasure and well-being will emerge through the fragmentation.
[ 12 ] Der Eingeweihte hat dies in tiefen Worten ausgesprochen. «Alle Kreatur seufzet unter Schmerzen, der Annahme an Kindesstatt harrend», sagt Paulus; das heißt: harrend jenes Momentes, wo alles wieder in die Vergeistigung übergeht. So lehrt uns am besten die Geheimweisheit wieder zu verstehen die religiösen Urkunden. Wir bekommen dann das richtige Gefühl gegenüber diesen Urkunden. Der heutige, matertalistische Mensch, der sagt: «Wie haben wir es so herrlich weit gebracht», weiß nichts von jener Entwickelung. Unendlich trivial werden heute vielfach diese Paulinischen Worte ausgelegt. Aber es werden wieder Schauer der Ehrfurcht den Menschen durchdringen, wenn er die Erde in dieser Weise betrachtet. Nicht nur unsere Erde, sondern alle einzelnen Glieder des Kosmos sind nicht nur physische Welten, sondern sind durchseelte und geistige Welten.
[ 12 ] The initiate has expressed this in profound words: St Paul said, “All creatures are sighing in pain, waiting to be adopted as children.”1St Paul says, “the whole creation groaneth and travaileth in pain.” In Luther’s translation it literally says: “The creatures are fearfully awaiting the revelation of the children of God”, Letter to the Romans, VIII, 19 This means that they are waiting for the moment where once again everything will be transformed into spirit. In this way the intellect teaches us best to understand the religious scriptures again—then we will gain the right feeling for these texts. Today’s materialistic man who says, “We have finally made such magnificent progress,”2Goethe, Faust I, Scene I, night—Wagner: “Excuse me, but it is a great delight, on the spirit of the ages to set our sight, to see how wise men have thought before us, and we’ve finally made such magnificent progress.” doesn’t know anything about this evolution. Today, these Pauline words are often interpreted in an endlessly trivial way. But shivers of awe will once again penetrate the human being who looks at the Earth in this (Pauline) way. Not only our Earth, but all individual parts of the cosmos are not only physical worlds but are ensouled spiritual worlds.
[ 13 ] Wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, hat er eine Zeitlang in einer rein geistigen Welt zu verweilen, um dann zurückzukehren in eine neue Verkörperung. Hier auf der physischen Erde verfertigt sich der Mensch seine Instrumente, seine Geräte und so weiter. Ist nun des Menschen seelisches Wesen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt lediglich mit sich selbst beschäftigt? — Die Seele ist da gar nicht untätig und sie ist auch nicht in einer anderen Welt als in unserer eigenen. Die Wesen, die diesen Zustand durchmachen, sind wirklich um uns herum und alle arbeiten. Wenn der Mensch gestorben ist und wieder erscheint auf unserer Erdoberfläche in einer neuen Verkörperung, dann geschieht das in der Regel so, daß er die Erde mit einer neuen Physiognomie wiederfindet.
[ 13 ] When the human being walks through the portal of death, he must spend some time in a purely spiritual world to then return to a new incarnation. Here on the physical plane, the human being manufactures his instruments, his tools, and so on. Is it the case that the soul-nature of man between death and a new birth is only busy with itself?—The soul is neither idle then, nor is it in a different world from our own. The beings who are experiencing this state are really all around us and are all working. Once the human being has died and reappeared on the surface of the Earth in a new incarnation, then he usually finds the Earth with a new physiognomy.
[ 14 ] Man muß sich nur klarmachen, wie die Erde ihr Antlitz verändert. Denken wir nur daran, daß die klimatischen Verhältnisse, Pflanzen und Tiere, Kulturverhältnisse jetzt ganz anders sind als zur Zeit des Christus Jesus. Wer die Geschichte wirklich kennenlernt, der weiß, wie sich alles auf der Erde ändert. Wer ändert denn das Antlitz der Erde äußerlich, physisch? Dasjenige, was die Erde umändert, das machen wir selbst zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, allerdings unter Leitung höherer Wesenheiten.
[ 14 ] You only need to realise how Earth is changing its face. Just think of how the climatic conditions, plants and animals, and cultural conditions are nowadays completely different from how they were at the time of Jesus Christ. When one really learns to know history, he knows how everything is changing on Earth. Who then changes the face of the Earth externally, physically? That which changes the Earth, is what we make ourselves in between death and a new birth, but certainly under the guidance of higher beings.
[ 15 ] So sieht dann der Seher die Pflanzen fortwährend umschwirrt von den Seelen der Menschen, die sich das Bett vorbereiten für eine neue Inkarnation. Es sind höhere Wesenheiten, die diesen ganzen Prozeß regieren. Aber wir selbst arbeiten mit an diesem Umbau der Erde. Der Mensch ist der Arbeiter, der Umbildner an dem Bau unserer Erde selber. So gliedert sich für uns ein wunderbares Leben zusammen auf unserer Erde, wenn wir sie als Ganzes im Zusammenhang betrachten. So erkennen wir auch, wie wir leben unter höheren Wesenheiten, die mit unserer Erde in Verbindung stehen, die nicht bis zur physischen Verkörperung herabkommen.
[ 15 ] Thus, the clairvoyant sees the plants continually buzzing with the souls of humans, who are preparing the bed for their new incarnation. Higher beings are directing this whole process. But we ourselves are participating in this conversion of the Earth. The human being himself is the worker, the modifier of the construction of our Earth. In this context, a wonderful life on this Earth comes together for us when we look at the Earth in its entirety. This is also how we recognise that we live under the guidance of higher beings who are in contact with our Earth, but who do not descend as far as to a physical incarnation.
[ 16 ] Unsere Erde macht ebenso Verkörperungen durch wie der einzelne Mensch. Die Erde ist hindurchgegangen durch frühere Verkörperungen und wird in Zukunft durch andere Verkörperungen hindurchgehen. Wenn wir unsere gegenwärtige Erde zusammenrühren würden mit dem jetzigen Mond, so würden wir den alten Mond bekommen. In einer noch früheren Verkörperung war die Erde Sonnenplanet. Wenn wir heute die Erde, Mond und Sonne durcheinanderrühren würden, so würden wir den alten Sonnenplaneten bekommen. In späterer Zeit wird die Erde verkörpert sein als Jupiter, als Venus, als Vulkan. Mit jedem solchen Dasein sind verknüpft geistige Wesenheiten. Die Erde geht von Verkörperung zu Verkörperung. Immer werden dabei auch geistige Wesenheiten zu höheren Höhen entwickelt, indem ein solcher Planet zu weiteren Verkörperungen vorschreitet.
[ 16 ] Our Earth also goes through embodiments, just like an individual human being. The Earth has gone through earlier embodiments and in the future will go through other ones. If we would stir our present Earth together with the current Moon—we would get the old Moon. In an even earlier embodiment, the Earth was the Sun planet. If today, we would stir together the Earth, Moon and Sun, then we would get the old Sun planet. In the future, Earth will be embodied as Jupiter, Venus and as Vulcan. Each of those existences are connected with spiritual beings. Earth proceeds from embodiment to embodiment. Whenever a planet proceeds on to further embodiment, spiritual beings are developed to higher heights in the course of this.
[ 17 ] Als der alte Mond sich entwickelte, da erschien zuerst ein Körper. Dann entstanden zwei Körper. Als unsere Erde sich entwickelte, da trat aus dem Dunkel des Kosmos ein Weltenkörper. Dann spaltete sich zunächst der eine Weltenkörper in zwei. Dann spaltete sich wieder der Mond aus der Erde heraus, so daß wir drei Weltenkörper haben: Sonne, Mond und Erde. Mit diesen ganzen Verkörperungen war auch die Menschheit verbunden. Auf dem Saturn wurde die Anlage zum physischen Leib gelegt, auf der Sonne die Anlage zum Ätherleib, auf dem Mond die Anlage zum Astralleib. Über den Menschen stehen höhere Wesenheiten. Diese konnten ihre schnellere Entwickelung nicht mehr durchmachen, als die Erde mit Sonne und Mond noch verbunden war. Daher mußten sie sich abtrennen und die besten Substanzen herausnehmen, so daß die Sonne jetzt bewohnt ist von erhabenen Wesenheiten, die wir die göttlichen Schöpfer des Menschen nennen. Sie bewohnen die Sonne. Das, was im Lichte hinströmt, bewohnt die Sonne. Das erlebt jene Beseligung, die empfunden wird, wenn das Licht ausströmt.
[ 17 ] When the old Moon developed itself, first one body appeared—then two bodies emerged. When our Earth evolved, there stepped out of the darkness of the cosmos a world body. Then first the one world body split into two. Then the Moon split out of the Earth again, so that we got three world-bodies: Sun, Moon and Earth. Humanity was also connected with all of these embodiments. The rudiment for a physical body was created on Saturn. The rudiment for an etheric body was created on the Sun, and the rudiment for the astral body on the Moon. Higher beings are standing above the human being. When the Earth was still connected with the Sun and the Moon, these higher beings were unable to proceed further in their more rapid development. Therefore they needed to separate themselves off and extract the best substances so that now the Sun is populated by these sublime entities, who we are calling the divine creators of the human being. They inhabit the Sun. That which is streaming along with the light resides on the Sun—experiencing the bliss that is felt when the light is streaming out.
[ 18 ] Auf dem Monde aber sind zunächst niedrigere Wesen. Es gab Wesen in der früheren Entwickelung, die sozusagen nicht die Möglichkeit hatten, sich bis zum Sonnendasein hinauf zu erheben. Sie konnten es auf der Sonne nicht aushalten, denn die war höheren Wesen vorbehalten. Auf der Erde konnten sie aber auch nicht sein, sie war ihnen zu wenig vorgeschritten. Auf beiden Weltenkörpern konnten sie nicht leben. Daher mußte die Sonne zwei andere Planeten abspalten, auf denen diese Wesenheiten leben. Das sind Merkur und Venus. Auf dem Merkur wohnen Wesenheiten ähnlich den Menschenwesenheiten, die aber den Tod nicht kennen. Das Leben der Merkurwesen verläuft sozusagen so, daß ein solcher Übergang nur wie eine Verwandlung ist, so wie wir zwischen der Geburt und dem Tode den Körper verändern. So leben die Seelen der Merkurwesen, wenn sie ihre Geistleiber ansetzen und wieder verlieren, aber sie kennen den Tod nicht. So leben auf der Venus auch Wesenheiten, die zwischen den Menschen und den Sonnenwesenheiten stehen. Sie bewohnen die Venus und können sogar wirksam werden auf der Erde. Sie werden wirksam im menschlichen Leibe. Diese Wesenheiten nennen wir luziferische Wesenheiten. Sie haben in gewisser Weise ihre Heimat auf der Venus. Daher nennt man die Venus auch «Luzifer».
[ 18 ] On the Moon, however, there were lower beings at first. During the earlier evolution, beings existed who did not have the opportunity, so to speak, to raise themselves up to the solar existence. They could not endure being on the Sun, because this was reserved for higher beings. But they could not be on Earth either, as this was not advanced enough for them. On both world bodies they were unable to live. For this reason, the Sun had to split off two more planets, where these beings live. These are Mercury and Venus. On Mercury, beings reside that are similar to human beings but do not know death. Life on Mercury proceeds, so to speak, in such a way that a transition like death is only like a transformation, just as we change the body between birth and death. This is how the souls of Mercury beings live when they put on their spirit bodies and lose them again, but they do not know death. Also, on Venus beings reside who stand between the human beings and the Sun-beings. They inhabit Venus and are even able to be active on Earth. They become effective within the human body. We call these beings Luciferian beings. In a way, their home is on Venus. For this reason, Venus is also called Lucifer.
[ 19 ] Wenn wir den Blick zu den Sternen hinaufrichten, so enthüllen sich uns diese Sterne so, daß wir geistige Wesenheiten in ihnen erkennen. Wir kennen die Welt erst, wenn wir überall vom Physischen zum Geistigen vordringen. Wie werden wir als Menschen in einer ganz anderen, bewußten Weise durch die Welt schreiten, wenn wir mitfühlen lernen mit allem, was um uns herum ist. Dadurch wird unser Leben unendlich reicher. Wir werden selbst dadurch Mitarbeiter im Geistigen. Das Wissen erhält seinen Wert erst dann, wenn es Leben wird, wenn wir anders leben lernen und nicht nur etwas wissen.
[ 19 ] When we direct our gaze toward the stars, then the stars reveal themselves to us in such a way that we can recognise spiritual beings in them. We will only know the world once we advance from the physical to the spiritual everywhere . How completely different will it be, when we as human beings walk over this Earth in a conscious way, once we learn to empathise with all that surrounds us! Our life will be enriched endlessly by this, and we ourselves will become spiritual collaborators. Knowledge only acquires value when it comes to live, when we learn to live differently,and not just to know something.
